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Manchester Devils feiern souveränen 3:0-Auswärtssieg in Bournemouth

Wenn 37.999 Zuschauer ins Vitality Stadium strömen, hoffen sie auf Spannung, Drama und wenigstens ein Tor für Bournemouth FC. Am 9. Spieltag der 1. Liga England bekamen sie immerhin eines davon - Drama. Der Rest gehörte ganz den Manchester Devils, die mit chirurgischer Präzision und einer Prise diabolischer Gelassenheit ein glattes 3:0 herausschnitzten.

Von der ersten Minute an machten die Gäste klar, dass sie keine Lust auf höfliche Zurückhaltung hatten. Bereits nach wenigen Sekunden prüfte Rafet Kisa den jungen Keeper Lewis Ward mit einem satten Schuss - ein Vorgeschmack auf das, was kommen sollte. Die Devils feuerten insgesamt 25 Torschüsse ab, während Bournemouth mit mageren drei Versuchen den Ball eher aus der Distanz zu bestaunen schien.

"Wir wollten zeigen, dass wir mehr sind als nur Teufel im Namen", grinste Devils-Trainer Ronnie Ekström nach dem Spiel. "Wir waren heute hungrig - und Bournemouth hat uns das Buffet geöffnet."

Der Gastgeber hatte sich zwar eine offensive Grundordnung verordnet, doch gegen die konsequenten Pressingphasen der Gäste wirkten die roten Trikots aus Manchester wie eine Armee von Bluthunden, die jede Unsicherheit witterte. In der 33. Minute zirkelte Jean-Pierre Bettencourt von rechts eine Flanke in den Strafraum, wo Agafon Swetlow lauerte. Der 32-Jährige nahm den Ball volley - 1:0. Ein Tor wie aus dem Lehrbuch, nur dass Bournemouth offenbar die falsche Schule besucht hatte.

Keine zwei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag: Christopher Bancroft legte clever quer, und Rafet Kisa schob eiskalt ein - 2:0. Zwei Tore in zwei Minuten, und das Publikum schwankte zwischen Schockstarre und höflichem Applaus für so viel Effizienz. "Wir waren kurz davor, die Steckdosen zu ziehen", murmelte Bournemouth-Coach Raffael Vogelsang später mit einem gequälten Lächeln. "Aber dann hätten die Flutlichtanlagen auch nicht mehr funktioniert."

In der Pause versuchte Vogelsang offenbar, seinen Jungs neuen Mut einzublasen. Doch die Worte verpufften in der milden Seeluft. Manchester blieb im Angriffsmodus, während Bournemouth zwar 49,9 Prozent Ballbesitz verbuchte, aber daraus kaum mehr als Statistikehre zog.

In der 61. Minute machte Bancroft endgültig den Deckel drauf. Nach Vorarbeit von Manuel Pastorino drosch der linke Mittelfeldmann den Ball aus 20 Metern in den Winkel - ein Sonntagsschuss an einem Dienstagabend. 3:0. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Bancroft später lachend zu, "aber wenn’s so reingeht, sag ich natürlich: Das war Absicht."

Bournemouth mühte sich redlich, brachte aber weder Cody Gakpo noch den jungen Alexander Gage in aussichtsreiche Positionen. Immerhin durfte Gage in der 80. Minute einmal abschließen - der Ball landete, sinnbildlich für den Abend, im Fangnetz hinter dem Tor.

Die Schlussphase war dann eher eine Gelb-Karten-Sammlung als ein sportliches Feuerwerk. Liam Bail und Ewan Lorring auf Seiten der Gastgeber sowie gleich drei Devils - Kirwan, Swetlow und Bancroft - sahen Gelb. Ganz nebenbei verletzte sich Pastorino leicht, was Ekström später lakonisch kommentierte: "Er hat gesagt, er sei fit. Ich glaube, er meinte mental."

Statistisch war das Spiel eine klare Angelegenheit: 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe für die Devils, fast doppelt so viele Abschlüsse und eine Dominanz, die sich im Ergebnis widerspiegelte. Bournemouths junger Keeper Ward verhinderte mit mehreren starken Paraden Schlimmeres - ohne ihn hätte das Ergebnis locker auch 0:6 heißen können.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Swetlow, der Torschütze des ersten Treffers, selbstkritisch: "Ich hätte noch zwei machen müssen. Aber ich wollte den Jungs von Bournemouth nicht den Mut nehmen - man soll ja freundlich bleiben."

Für die Devils war es der vierte Sieg in Serie - für Bournemouth hingegen ein Abend voller Lehrstunden. Trainer Vogelsang blieb dennoch optimistisch: "Wir haben 50 Prozent Ballbesitz gehabt. Das ist die eine Hälfte. Jetzt müssen wir nur noch lernen, was man mit dem Ball anfängt."

Ein Satz, der sinnbildlich für den Abend steht: Mutig begonnen, höflich verloren. Und während die Devils jubelnd in die Kabine verschwanden, blieb den Fans in Bournemouth nur der Trost, dass die nächste Partie nicht gegen Manchester ist. Zumindest das dürfte sich wie ein Sieg anfühlen.

12.02.643994 03:53
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He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
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