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Magpies zerlegen Southampton - ein 8:1, das keiner vergisst

Nottingham - Was am Montagabend im City Ground geschah, war kein gewöhnliches Fußballspiel, sondern ein einstündiges Feuerwerk mit anschließendem Schaulaufen. 45.699 Zuschauer sahen, wie die Nottingham Magpies den FC Southampton mit 8:1 (5:0) aus dem Stadion schossen - und das, obwohl man nach dem Schlusspfiff fast Mitleid mit den Gästen haben musste. Fast.

"Ich wusste, dass wir gut drauf sind, aber dass wir in der 1. Liga England ein solches Spektakel hinlegen, hätte ich nicht mal in meinen kühnsten Taktikträumen erwartet", grinste Nottingham-Trainer Christoffer Reedtz nach dem Abpfiff - und es war schwer, ihm diese Mischung aus Stolz und ungläubigem Staunen zu verdenken.

Schon nach einer Minute klingelte es - Alfie Farnsworth, der Mann für die frühen Schocks, traf nach Vorlage von Rechtsverteidiger Vratislav Janocko. "Ich dachte erst, der Ball sei zu weit", lachte Farnsworth später, "aber dann habe ich einfach draufgehalten - und plötzlich jubelten 45.000 Leute."

Southampton wirkte da schon überfordert, und es sollte schlimmer kommen: In der 16. Minute schloss Mittelfeldmotor Matthew Barthez einen Angriff über die rechte Seite ab, ehe er acht Minuten später gleich nochmal traf - diesmal nach Vorarbeit von Rafael Amir. "Zwei Tore in acht Minuten? Ich hab kurz gedacht, ich sei im Training", meinte Barthez trocken.

Nur zwei Minuten später durfte auch Matthew Cabell ran, der nach Flanke von Janocko das 4:0 markierte. Das Publikum begann schon mit ironischen Gesängen, als Janocko selbst in der 30. Minute sein Glück versuchte - und traf. 5:0 nach einer halben Stunde, das Spiel war entschieden, bevor Southampton überhaupt wusste, was sie hier eigentlich vorhatten.

In der Pause wirkte Saints-Trainer Michael Böning ratlos. "Ich habe den Jungs gesagt: Jetzt geht’s um Haltung. Leider hat sich die Haltung dann wohl gegen uns gestellt." Nach der Pause versuchte sein Team tatsächlich, das Ruder zu reißen - und immerhin gab’s einen Hoffnungsschimmer: Gabriel Beecroft netzte in der 54. Minute nach feinem Pass von Yannik Olisadebe zum 5:1 ein. Ein schönes Tor, das kurzzeitig so etwas wie Stolz in den Gesichtern der Gäste aufblitzen ließ.

Doch die Freude war kurz. Nur 13 Minuten später stellte Farnsworth mit seinem zweiten Treffer den Fünf-Tore-Abstand wieder her - Rafael Amir lieferte erneut die Vorlage, als wolle er den Gästen demonstrieren, wie flüssiges Kombinationsspiel aussieht.

Dann kam noch das, was Fußballer gerne als "Schmuck am Nachthemd" bezeichnen: In der 82. Minute traf Sergi Baiao nach Vorarbeit von Amir zum 7:1, drei Minuten später setzte Dusko Neziri nach Pass von Barthez den Schlusspunkt zum 8:1.

Zwischendurch verlor Southampton auch noch den jungen Innenverteidiger Kai Peter, der nach Gelb in der 46. und Gelb-Rot in der 65. Minute frühzeitig duschen gehen durfte. "Ich wollte eigentlich den Ball spielen", erklärte der 20-Jährige, "aber der Ball wollte offensichtlich nicht."

Statistisch war es eine klare Angelegenheit: 61 Prozent Ballbesitz, 22 Torschüsse für Nottingham, nur 10 für Southampton. Selbst die Zweikampfquote sprach für die Magpies (53,7 zu 46,3 Prozent). Und wer die Körpersprache sah, wusste: Hier spielte ein Team, das im Flow war - gegen eines, das sich in einem Albtraum wiederfand.

Trainer Reedtz lobte vor allem die Balance seiner Elf: "Offensiv, aber nie kopflos. Wir wollten Spaß haben - und ja, das hat man, wenn man acht Tore schießt."

Am Ende applaudierten selbst einige Southampton-Fans, vielleicht aus Fassungslosigkeit, vielleicht aus Respekt. Böning nahm es mit britischem Humor: "Wenn du schon untergehst, dann wenigstens mit Stil. Heute war’s halt Titanic-Fußball."

Ein paar Magpies-Spieler blieben noch lange auf dem Rasen, winkten, lachten, posierten für Selfies. "So was erlebst du nicht alle Tage", sagte Farnsworth, und er hatte recht.

Und irgendwo auf der Tribüne fasste ein älterer Fan die Stimmung perfekt zusammen: "Früher haben wir Tauben gefüttert, heute füttern wir Southampton mit Toren."

Ein Abend, der in Nottingham noch lange erzählt werden wird - als das Spiel, in dem acht Tore fielen, aber niemand satt wurde.

15.08.643987 11:23
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