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Verbandsliga F | 6. Spieltag | 22.09.26 | SV Lurup - FC Schönberg 4:0 Schon nach zwei Minuten prüfte Elias Schlegel den Schönberger Torhüter Pascal Bruns. Es war der erste Warnschuss eines Spiels, in dem Lurup schnell die Richtung vorgab: nach vorne. In der siebten Minute war es dann so weit. Jake Edgecomb traf zur Führung, vorbereitet von Schlegel. Der rechte Angreifer blieb damit nicht lange bei der höflichen Ankündigung und verwandelte den Luruper Druck in Zählbares. "Wir wollten von Beginn an wach sein. Das hat ganz gut funktioniert - bis auf die acht Sekunden nach dem Anpfiff, da waren wir noch im Begrüßungsmodus", sagte Lohrbi später mit einem Lächeln. Tatsächlich blieb Lurup auch nach dem 1:0 am Drücker. Marco Rupp tauchte mehrfach gefährlich auf, Schlegel zog aus der Zentrale ab, und sogar Rechtsverteidiger Stefan Burger meldete offensive Ansprüche an. Schönberg kam in der 22. Minute durch Jakob Moritz erstmals zu einem eigenen Abschluss. Zwei Minuten später versuchte es Tom Held. Viel mehr sollte vom FC in der ersten Hälfte allerdings nicht zu sehen sein. Die Zahlen unterstrichen das Geschehen: Lurup hatte 59,1 Prozent Ballbesitz und gab insgesamt 17 Torschüsse ab. Schönberg kam auf drei. Beim Einsatz in den Zweikämpfen lag Lurup mit einer Quote von 57,2 Prozent ebenfalls vorne. Es war kein Fußball für Liebhaber ausgeglichener Excel-Tabellen, sondern für jene, die gerne sehen, wenn eine Mannschaft die andere konsequent in deren eigene Hälfte zurückschiebt. Mit der knappen Führung ging es in die Pause. Knapp war allerdings vor allem das Ergebnis, nicht die Kräfteverteilung. "Wir haben gesagt: Nicht nervös werden, weiter sauber spielen", berichtete Lurups Kapitän Schlegel. "Und dann haben wir uns gedacht: Wenn wir schon dabei sind, können wir auch noch ein paar Tore machen." Gesagt, getan. In der 55. Minute erhöhte Marco Rupp auf 2:0, Daniel Devereux lieferte die Vorarbeit. Schönberg hatte zu diesem Zeitpunkt zwar noch elf Spieler auf dem Feld, wirkte aber zunehmend so, als müsse die Mannschaft erst noch herausfinden, auf welcher Seite das Tor stand. Lurup blieb bei seiner ausgewogenen, geduldigen Spielweise, suchte die sichere Chance statt des spektakulären Zufallsprodukts - eine bemerkenswert vernünftige Entscheidung in einer Liga, in der der lange Ball manchmal als taktisches Gesamtkonzept durchgeht. In der 65. Minute war Schlegel selbst an der Reihe. Nach Zuspiel von Slawa Gontschar traf der zentrale Mittelfeldspieler zum 3:0. Kurz darauf sah Gontschar die Gelbe Karte, später wurde auch Schlegel verwarnt. Lurup blieb energisch, ohne die Partie aus den Händen zu geben. Schönbergs Benjamin Ludwig hatte in der 57. Minute noch einen Abschluss, doch Eldar Schitnik im Luruper Tor konnte einen ruhigen Abend genießen - zumindest so ruhig, wie es ein Torwart bei einem 4:0-Sieg eben vermag. Den Schlusspunkt setzte Janis Fritzsche in der 88. Minute. Stefan Burger bereitete vor, Fritzsche vollendete - und die Luruper Bank durfte endgültig feiern. "Das war heute sehr erwachsen", sagte Lohrbi. "Wir haben nicht aufgehört, Fußball zu spielen." Nach 90 Minuten stand ein klares 4:0 auf der Anzeigetafel. Lurup hatte getroffen, dominiert und Schönberg kaum Luft gelassen. Für den FC bleibt die Erkenntnis, dass 40,9 Prozent Ballbesitz nicht automatisch bedeuten, dass man auch wirklich am Spiel teilnimmt. 22.09.2026 20:59 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler