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Verbandsliga A | 8. Spieltag | 24.09.26 | Groß Vollstedt - Vfl Lübeck 0:3 Schon nach drei Minuten prüfte Diego Semedo Groß Vollstedts Torhüter Noah Nolte. Zwei Minuten später war Ton Ring an der Reihe, kurz darauf erneut Semedo. Es war kein vorsichtiges Abtasten, eher ein freundliches "Guten Abend, wir hätten da ein Anliegen" in Richtung Heimtor. Groß Vollstedt dagegen brauchte bis zur 61. Minute, ehe Hans Wahl den einzigen Torschuss der Gastgeber abgab. "Wir wollten von Beginn an zeigen, dass wir nicht zum Besichtigen des Platzes gekommen sind", sagte Lübecks Trainer Knuefi SH später. "Nach zehn Minuten war klar: Die Jungs haben heute richtig Lust." Lübeck kombinierte sich immer wieder gefährlich nach vorn. Eri Heise, Ring und Semedo beschäftigten die Defensive, während Hans Derrick auf der rechten Seite auffällig viel Unruhe stiftete. Insgesamt kamen die Gäste auf 19 Torschüsse - Groß Vollstedt auf einen. Eine Statistik, die sich nur schwer schönreden lässt, es sei denn, man erklärt den einzigen Heimschuss kurzerhand zur taktischen Meisterleistung. In der 44. Minute belohnte sich der VfL schließlich. Nach Vorarbeit von Todor Hubtschew traf Hans Derrick zur Führung. Groß Vollstedt hatte kaum Zeit, diesen Rückstand zu sortieren, da schlug Lübeck noch einmal zu: In der 45. Minute erhöhte Wolfgang Renner nach Zuspiel von Andreas Schneider auf 2:0. Der Pausenpfiff kam für die Gastgeber vermutlich wie eine amtliche Mitteilung: Heute wird es kompliziert. Auf den Rängen wurde die Lage ebenfalls erkannt. "Wir haben doch 50 Prozent Ballbesitz", soll ein Zuschauer seinem Sitznachbarn zugerufen haben. Der antwortete trocken: "Ja, aber Lübeck hat offenbar die gefährlicheren 49,5 Prozent." Tatsächlich lagen die Werte fast exakt beieinander: Groß Vollstedt kam auf 50,48 Prozent, Lübeck auf 49,52 Prozent. Der Unterschied lag nicht im Besitz, sondern darin, was mit dem Ball geschah. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Beide Teams blieben offensiv ausgerichtet und agierten mit ausgewogenem Passspiel. Groß Vollstedt versuchte, den Anschluss zu erzwingen, doch die Lübecker Defensive stand aufmerksam. In der 61. Minute setzte Wahl mit seinem Schuss ein kleines Lebenszeichen, mehr wurde daraus nicht. Fünf Minuten später war die Hoffnung endgültig erledigt. Todor Hubtschew, gerade 17 Jahre alt, erzielte nach erneuter Vorarbeit von Schneider das 3:0. Hubtschew war damit Torschütze und Vorbereiter in einem Spiel - eine durchaus effiziente Art, sich beim Trainer für weitere Einsätze zu empfehlen. "Der dritte Treffer war wichtig, weil wir danach Ruhe hatten", sagte Hubtschew. "Wir wollten konzentriert bleiben und nicht anfangen, irgendwelche Experimente zu machen." Ganz ohne Verwaltung ging es allerdings nicht: In der Schlussphase wechselte Lübeck dreimal und brachte unter anderem Tom Blum, Gerhard Marx und Rafael Preuss. Groß Vollstedt fand weiterhin keinen Weg zurück in die Partie. Auch in den Zweikämpfen war Lübeck überlegen. Die Gäste gewannen 58,25 Prozent der Duelle, Groß Vollstedt 41,75 Prozent. Am Ende stand deshalb ein Ergebnis, das nicht nur klar, sondern angesichts der Chancenverteilung geradezu höflich ausfiel: 3:0 für Lübeck. Groß Vollstedt bleibt die Erkenntnis, dass Ballbesitz allein noch keine Torgefahr erzeugt. Lübeck nimmt drei Punkte mit - und offenbar auch den Beweis, dass man mit knapp weniger Ball durchaus deutlich mehr anfangen kann. 24.09.2026 21:22 |
Sprücheklopfer
Ich werde nicht akzeptieren, dass gesagt wird: Die Mannschaft ist ein Scheißhaufen. So einfach ist es nicht. Logisch sind wir ein Scheißhaufen. Aber das ist nicht der einzige Punkt.
Christian Ziege nach der EURO 2000 über die deutsche Nationalmannschaft