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Scottish League One A | 33. Spieltag | 07.08.26 | Lothian Thistle - Edinburgh Spartans 4:0 Schon nach drei Minuten prüfte Noah Paul erstmals das Tor der Gäste. Zwei Minuten später tat es ihm Levi Aloni gleich. Die Spartans waren zu diesem Zeitpunkt zwar körperlich anwesend, spielerisch jedoch offenbar noch auf dem Weg vom Mannschaftsbus ins Stadion. Lothian kombinierte mit kurzen Pässen, setzte früh auf aktives Pressing und hielt den Ball zu 57,4 Prozent in den eigenen Reihen. Edinburgh kam auf 42,6 Prozent - eine Statistik, die freundlicher klingt, als das Geschehen auf dem Rasen tatsächlich war. In der 21. Minute reagierte Zephir bereits und brachte Bailey Sutherland für Tyler Ogilvie. "Wir wollten vorne etwas mehr Unruhe stiften", erklärte der Lothian-Trainer später. "Unruhe ist gelungen. Bei vier Toren beschwert sich normalerweise niemand über die Inneneinrichtung." Sutherland sollte noch eine zentrale Rolle spielen. Lothian drückte weiter. Lubos Grygera und Marcio Martins scheiterten zunächst, Noah Paul durfte es gleich mehrfach versuchen. In der 32. Minute war es dann so weit: Jozsef Borbas fand Martins, und der rechte Angreifer vollendete zum 1:0. Martins hatte kurz zuvor bereits gefährlich abgeschlossen - diesmal ließ er dem Torhüter Bailey Cochrane keine Gelegenheit, über die Flugbahn des Balles nachzudenken. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch unterwegs", soll Martins nach dem Spiel mit einem Grinsen gesagt haben. "Dann lag er plötzlich im Netz. Das war organisatorisch sehr erfreulich." Mit der knappen Führung ging es in die Pause, obwohl Lothian bereits klar überlegen war. 24 Torschüsse standen am Ende für die Gastgeber zu Buche, Edinburgh brachte es auf genau einen. Dieser kam in der 59. Minute von Fabian Miller und dürfte im Gästekreis vermutlich noch als mutiger Offensivplan verkauft werden. Nach dem Seitenwechsel machte Lothian ernst. In der 51. Minute erhöhte Ivan Barros nach Zuspiel von Jake MacDonald auf 2:0. Nur zwei Minuten später traf Levi Aloni, vorbereitet von Bailey Sutherland, zum 3:0. Die Spartans hatten kaum Zeit, den zweiten Gegentreffer zu sortieren, da mussten sie schon den dritten suchen - vermutlich irgendwo zwischen Mittellinie und eigenem Strafraum. Lothian blieb offensiv ausgerichtet, kombinierte weiter kurz und schoss vorzugsweise aus aussichtsreichen Positionen. Das war nicht immer nötig, aber ausgesprochen unterhaltsam. Sutherland, der schon am 3:0 beteiligt war, belohnte sich in der 70. Minute selbst. Ernst John lieferte die Vorlage, Sutherland vollendete zum 4:0. Danach hätte das Ergebnis sogar noch höher ausfallen können. Barros, Aloni und Sutherland hatten weitere Chancen, auch John und Borbas versuchten sich. Doch irgendwann zeigte selbst Lothian ein Einsehen - oder schlicht Mitleid mit Edinburghs Statistikabteilung. "Wir haben heute sehr konsequent gespielt", sagte Zephir. "Und wir haben nicht aufgehört, nur weil wir vorne lagen. Das ist wichtig. Außerdem wollten wir unseren Zuschauern etwas bieten. Vier Tore sind ein Anfang." Ein Anfang? Für die Edinburgh Spartans war es eher das Ende eines langen Abends. Lothian Thistle gewann 4:0 (1:0), dominierte Ballbesitz, Torschüsse und vor allem die entscheidenden Momente. Die Gastgeber spielten offensiv bis zum Schluss; das Pressing wurde erst in der Schlussphase gelockert. Die Spartans dürften diese taktische Großzügigkeit kaum bemerkt haben. 07.08.2026 21:28 |
Sprücheklopfer
Wir waren alle vorher überzeugt davon, dass wir das Spiel gewinnen. So war auch das Auftreten meiner Mannschaft, zumindest in den ersten zweieinhalb Minuten.
Peter Neururer