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London Stars drehen 1:3-Rückstand - Goats scheitern im Pokal-Drama

Es war ein Halbfinale, das so niemand kommen sah: 71.750 Zuschauer in Los Angeles, ein Stadion voller Hoffnung, Jubel - und am Ende blankem Entsetzen. Die Los Angeles Goats führten zur Pause mit 3:1 und standen mit einem Huf im Pokalfinale. Doch die London Stars verwandelten die zweite Hälfte in ein Lehrstück britischer Hartnäckigkeit - am Ende hieß es 3:4.

"Ich hätte schwören können, dass wir das Ding im Sack hatten", murmelte Goats-Coach Liam Capo später in die Mikrofone, während hinter ihm ein Fan mit Ziegenmaske verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Dabei begannen die Goats wie aus dem Bilderbuch: Bereits nach 22 Minuten traf Wilhelm Singer zum 1:1-Ausgleich, nachdem Ethan Lockhart die Londoner in der 20. Minute in Führung gebracht hatte. Nur drei Minuten später legte Singer nach - sein zweites Tor, eiskalt abgeschlossen nach Vorarbeit von Asen Boschinow. Als Harvey Morriss in der 37. Minute auf 3:1 erhöhte, schien die Welt in Los Angeles noch in Ordnung.

"In der Kabine hab’ ich den Jungs gesagt: Bleibt wach!", erzählte Capo später mit bitterem Lächeln. "Sie haben mich offenbar nicht gehört." Denn kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, schlug das Pendel um. Christopher Buffet verwandelte in der 47. Minute eine Flanke von Kay Dietz zum 3:2, und plötzlich flackerte bei den London Stars so etwas wie Überzeugung auf.

Nur fünf Minuten später war es wieder Lockhart, der per Direktabnahme den Ausgleich markierte - diesmal erneut nach Vorlage von Dietz. Die Goats, die in der ersten Halbzeit mit 51,8 Prozent Ballbesitz das Geschehen kontrolliert hatten, wirkten plötzlich fahrig, ihr Pressing verpuffte. Sänger Wilhelm Singer gestikulierte wild, Morriss schimpfte Richtung Bank, und Torwart Benjamin Duchesne brüllte seine Abwehr zusammen - vergeblich.

In der 61. Minute folgte der endgültige Stich: William Cunningham traf nach einem feinen Pass von Jens Markussen zum 3:4. Danach war es, als hätte jemand den Stecker bei den Goats gezogen. Zwar feuerten sie noch 14 Torschüsse insgesamt ab - einer davon von Innenverteidiger Levi Itzik, der offenbar kurzzeitig vergaß, dass er kein Mittelstürmer ist -, doch der Ball wollte nicht mehr rein.

"Wir haben an uns geglaubt", sagte London-Coach Jacqueline Star später, die sich nach dem Schlusspfiff in einer Jubeltraube wiederfand. "Die Jungs haben verstanden: Wenn du 3:1 hinten liegst, kannst du immer noch Geschichte schreiben - oder zumindest einen Haufen Herzinfarkte verursachen."

Die Statistik sprach am Ende eine fast schon ironische Sprache: 14 Schüsse der Goats, 13 der Stars, fast identischer Ballbesitz - und doch ein völlig anderes Ergebnis. Vielleicht, weil die Stars ihre Chancen "surer", also überlegter nutzten, während die Goats ihrer offensiven "Anytime"-Mentalität treu blieben - schießen aus jeder Lage, notfalls aus dem Parkhaus.

Ethan Lockhart, mit zwei Treffern der Mann des Abends, grinste nach Spielende: "Wir haben uns in der Pause einfach gefragt, ob der Pokal wohl lieber Tee oder Energy-Drink trinkt. Und dann haben wir uns für Tee entschieden - also typisch englisch, ruhig bleiben."

Für die Goats dagegen bleibt nur der bittere Nachgeschmack verpasster Chancen. Wilhelm Singer, sichtlich niedergeschlagen, sagte: "Zwei Tore sind schön, aber wenn du am Ende zusiehst, wie es dir entgleitet, fühlt sich das an, als würdest du in der Wüste Wasser verschütten."

In der 93. Minute sah Londons Innenverteidiger Asier Marco noch Gelb - ein Symbol für die robuste Entschlossenheit der Gäste, die nun ins Pokalfinale einziehen. Für Los Angeles bleibt die Erkenntnis: Selbst 51 Prozent Ballbesitz schützen nicht vor 100 Prozent Ernüchterung.

Und während die London Stars jubelnd in den kalifornischen Nachthimmel blickten, verließen die Goats den Platz mit hängenden Köpfen. Einer der Fans rief: "Wir sehen uns nächstes Jahr!" - worauf Trainer Capo trocken antwortete: "Hoffentlich nicht wieder im Halbfinale."

Ein Satz, der wohl in Los Angeles noch lange nachhallen wird - irgendwo zwischen Trotz, Humor und der leisen Ahnung, dass man so ein Spiel nicht zweimal verliert, sondern gleich dreimal: auf dem Platz, im Kopf und im Herzen.

10.08.643993 23:17
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Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.
Berti Vogts
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