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Liverpool Reds zerlegen Polonia Warschau - 7:2 und kein Ende in Sicht

Manchmal beginnt ein Fußballspiel, bevor der Schiedsrichter überhaupt pfeift - so schien es jedenfalls an diesem lauen Märzabend an der Mersey. Noch während die 59.000 Zuschauer ihre Plätze suchten, hatte Lucas Ward schon beschlossen, das Spiel in eine einseitige Vorstellung zu verwandeln. In der ersten Minute drosch er den Ball nach Vorlage von Jordi Xavier ins Netz - 1:0, noch ehe Polonia Warschau den Ball richtig berührt hatte. Trainer Kurt Kaiser grinste später: "Ich hab Lucas gesagt, er soll gleich zeigen, wo der Hammer hängt. Aber dass er ihn gleich in der ersten Minute rausholt, war dann doch sportlich."

Nur drei Minuten später durfte sich dann Vorlagengeber Xavier selbst feiern. Nach einem energischen Solo von Luke Greenwald drückte er den Ball trocken ins Eck - 2:0, Minute vier. Für die polnischen Gäste begann das Spiel wie ein schlechter Witz, dessen Pointe sie nicht verstanden. Trainer Raimon Harwardt stand da, Hände in den Taschen, und murmelte lautstark etwas, das wohl kein Dolmetscher der Welt übersetzen wollte.

Liverpool spielte sich fortan in einen Rausch. Alessandro Marcedusa wirbelte links, Thomas Lester schob im Zentrum ruhig und elegant die Bälle, und hinten räumte Ashton Young auf, als wäre er der Türsteher eines besonders ruppigen Nachtclubs. In der 24. Minute war es wieder Ward, der nach feiner Vorarbeit von Lester auf 3:0 erhöhte. "Da war so viel Platz, ich hätte mir fast einen Tee gekocht", sagte Ward später lachend.

Kurz vor der Pause kam dann auch noch Greenwald zu seinem großen Moment. Der junge Flügelflitzer, der bereits nach fünf Minuten Gelb gesehen hatte ("Ich war einfach zu motiviert", rechtfertigte er sich später), traf in der 45. Minute zum 4:0. Wieder war Xavier beteiligt, der an diesem Abend ohnehin alles anfasste, was nach Offensivaktion roch. Halbzeit, und Polonia Warschau hatte vor allem eines: Mitleid des Publikums.

Kaiser wechselte zur Pause Filipe Arias für Greenwald ein, wohl mehr aus Fürsorge als aus Notwendigkeit. Auch Callum Hawn wurde später ersetzt - eine kluge Entscheidung, wie sich zeigte, denn kurz zuvor hatte er seine Gelbe Karte kassiert.

Nach dem Wiederanpfiff versuchte Polonia, wenigstens etwas Würde zu retten. Und tatsächlich: In der 51. Minute traf Stanislaw Wojciechowski nach schöner Kombination mit Freddie Leachman zum 4:1. Der Jubel der mitgereisten Fans war herzlich, aber kurz - zu frisch war die Erinnerung an die Demütigung der ersten Hälfte.

Sie wurden allerdings kurz darauf erneut belohnt: Francisco Sousa, eigentlich Rechtsverteidiger, erzielte in der 58. Minute nach Vorarbeit von Daniel Jones das 4:2. Zwei Tore in sieben Minuten - plötzlich roch es nach einem Comeback. "Da dachte ich kurz, jetzt kippt das", gestand Kaiser später. "Aber dann schaute ich auf Lucas und wusste: nein, das kippt nicht."

Tatsächlich brauchte Liverpool nur eine Minute, um das Feuer wieder zu löschen. Lester, der Mann mit der stoischen Ruhe eines Schachgroßmeisters, zog einfach mal ab - 5:2 in der 59. Minute. Später krönte er seinen Tag mit einem zweiten Treffer in der 74. Minute, diesmal nach Vorlage von Robert Warriner. 6:2 - und das Stadion sang längst nur noch ein Lied (das wir hier aus urheberrechtlichen Gründen nicht wiedergeben dürfen).

Doch es kam noch schlimmer für Warschau. In der 84. Minute vollendete Lucas Ward seinen Hattrick, nach Kopfballvorlage von Innenverteidiger Ashton Young. 7:2, und Polonia hatte endgültig keine Lust mehr.

Die Statistik belegt die Dominanz der Gastgeber: 17 Torschüsse gegenüber 8 der Gäste, eine Zweikampfquote von 54 zu 46 Prozent - und das, obwohl Polonia sogar leicht mehr Ballbesitz hatte (52 Prozent). Aber Ballbesitz ist bekanntlich kein Garant für Glück, höchstens ein Trostpflaster.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Kaiser zufrieden, aber nicht euphorisch: "Das war gut, ja. Aber das Rückspiel wird wieder bei null beginnen. Na gut, bei fünf Toren Vorsprung." Harwardt hingegen seufzte nur: "Ich wollte offensiv spielen. Jetzt weiß ich: zu offensiv ist auch keine Lösung."

Das Publikum verabschiedete beide Teams mit Applaus - die einen für den Spektakel-Fußball, die anderen für ihren unerschütterlichen Mut, nicht einfach den Bus zu parken.

Ein Zuschauer brachte es beim Verlassen des Stadions auf den Punkt: "War kein Spiel, war Kunstunterricht." Und tatsächlich - die Liverpool Reds malten an diesem Abend ein Gemälde in Rot, auf dem Warschau nur eine blasse Kontur blieb.

Kurt Kaiser lächelte beim Abgang in die Katakomben, drehte sich noch einmal zur Tribüne und rief scherzhaft: "Sieben sind genug, oder?" - Das Publikum war anderer Meinung.

16.12.643993 02:40
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Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.
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