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Liverpool Reds überrollen Montana - ein Abend voller roter Dominanz

Ein kühler Märzmorgen in Montana, die Flutlichter brennen, 28.732 Zuschauer haben sich eingefunden - und werden Zeugen eines Spiels, das für die Heimmannschaft wohl noch eine Weile in der Nachbesprechung hängenbleiben dürfte. Am Ende steht ein klares 0:3 (0:1) gegen die Liverpool Reds, die an diesem Abend alles boten, was man von einer englischen Mannschaft erwartet: Tempo, Präzision und eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein.

Schon nach wenigen Minuten deutete sich an, wer an diesem Abend das Kommando übernehmen würde. Die Reds traten offensiv auf, als hätten sie vergessen, dass sie eigentlich auswärts spielen. Besonders auffällig: Linksverteidiger Callum Hawn, der sich nicht mit der Rolle des soliden Abwehrmanns zufriedengab. In der 27. Minute marschierte er nach einem Doppelpass mit Luke Greenwald über die linke Seite, zog einfach mal ab - und traf. "Ich dachte, ich probiere’s einfach. Normalerweise treffe ich ja nur beim Abendessen den Teller", grinste Hawn später in der Mixed Zone.

Montana wirkte überrascht, fast beleidigt von so viel Angriffslust. Trainer Jonas Reinefeld schrie seine Männer nach vorne, doch die Reaktion blieb aus. Zwei Torschüsse in 90 Minuten - das spricht Bände. "Wir hatten den Ball ja fast genauso oft", erklärte Reinefeld trotzig, als wollte er die Statistik von 49,8 Prozent Ballbesitz als Trostpflaster sehen. Nur: Ballbesitz ohne Ziel ist wie ein Kompass ohne Norden.

Nach der Pause brachte Reinefeld gleich drei frische Kräfte, darunter den jungen Tomas Brezinsky, der wenigstens kurz für Unruhe sorgte. Doch während Montana noch suchte, wo eigentlich der Weg zum Tor war, hatte Liverpool ihn längst gefunden. In der 55. Minute legte Hawn nach einem energischen Lauf quer in die Mitte, wo Lucas Ward lauerte - und eiskalt vollendete. 0:2. Da war die Messe praktisch gelesen.

"Wir wollten Spaß haben", sagte Liverpools Trainer Kurt Kaiser hinterher mit einem Lächeln, das in Montana sicher nicht gut ankommen wird. "Und wir haben Spaß gehabt." Tatsächlich wirkten seine Spieler, als hätten sie das Spiel in jeder Phase unter Kontrolle. Robert Warriner, der flinke Rechtsaußen, tanzte seine Gegenspieler reihenweise aus, als wären sie Hütchen im Training. Seine Belohnung: das 0:3 in der 85. Minute, nach mustergültiger Vorarbeit von Greenwald.

Zwischendurch wurde es kurz ruppig - vier Gelbe Karten, drei davon für Liverpool. Jorge Salinas sah früh Gelb, nach einem rustikalen Einsteigen, das man in England wohl als "guten Körperkontakt" bezeichnet. "Wenn du zu spät kommst, musst du wenigstens laut sein", witzelte er später in Richtung seiner Mitspieler.

Montanas Abwehr dagegen wirkte oft wie eine Gruppe Touristen, die zu spät merkt, dass der Bus schon abgefahren ist. Werner Sauer kassierte in der 41. Minute Gelb, nachdem er Robert Warriner nur noch mit einem taktischen Griff stoppen konnte. Torhüter Trifon Jankow verhinderte mit mehreren Paraden Schlimmeres - und bekam trotzdem Mitleid von den Fans, die ihn nach dem Abpfiff aufmunternd beklatschten.

Bei den Reds durfte in der Schlussphase noch der 17-jährige Mateo Peragon ran, der in der 76. Minute beinahe selbst traf. "Ich hab kurz gedacht, ich wäre schon in der Premier League", lachte der Teenager nach dem Spiel, "bis mir Robert sagte, dass das hier nur Conference League ist." Humor, Selbstvertrauen und drei Tore - mehr brauchte Liverpool an diesem Abend nicht.

Jonas Reinefeld dagegen stand nach Spielende lange an der Seitenlinie, die Hände in den Taschen, den Blick ins Leere. "Wir haben viel gelernt", murmelte er in die Mikrofone. Welche Lektion genau, ließ er offen. Vielleicht die, dass Offensivgeist allein noch kein Konzept ist.

Die Zuschauer gingen schließlich mit einer Mischung aus Respekt und Resignation nach Hause. "Gegen solche Teams kannst du nur lernen", meinte ein älterer Montana-Fan beim Verlassen des Stadions. "Aber müssen sie dabei so arrogant gut sein?"

Das Fazit? Liverpool war nicht nur besser - sie waren eine Klasse für sich. 14 Torschüsse, präzises Passspiel, kontrollierte Aggressivität. Montana hielt tapfer dagegen, aber die Realität war gnadenlos.

Oder, wie es Robert Warriner zum Abschluss formulierte: "Wir hatten den Ball, wir hatten die Ideen - sie hatten den Schlusspfiff."

Und so endete der Abend, wie er begonnen hatte: mit roten Wellen, die über Montana hinwegrollten - und einem Publikum, das sich fragte, ob man gegen solch eine englische Sturmflut überhaupt einen Regenschirm braucht.

11.02.643994 21:52
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