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Liverpool Reds tanzen Sittard schwindelig - 4:2-Sieg mit viel Glanz und ein bisschen Chaos

An der Mersey war wieder Showtime: 46.957 Zuschauer im ausverkauften Stadion der Liverpool Reds bekamen am Donnerstagabend in der Conference League ein Spiel zu sehen, das in den besseren Momenten an Fußballfeinkost erinnerte - und in den schlechteren an einen Slapstick-Abend. Am Ende stand ein verdientes 4:2 (2:1) gegen den tapferen, aber überforderten FC Sittard.

Schon in der ersten Minute schien klar, dass Liverpool heute nicht zum Tee eingeladen hatte. Tristan Apers prüfte den Sittarder Keeper Karol Vencel mit einem satten Distanzschuss - ein Vorgeschmack auf das, was folgen sollte. Trainer Kurt Kaiser hatte seine Reds mit offensivem Mut auf den Rasen geschickt, und sie lieferten. In der 15. Minute dann das erste Feuerwerk: Robert Warriner, 22 Jahre jung und mit der Selbstsicherheit eines Mannes, der offenbar noch nie etwas von Nervosität gehört hat, traf nach feinem Zuspiel von Thomas Lester zur Führung. "Ich hab einfach draufgehalten", grinste Warriner später, "Trainer Kaiser meinte, ich solle mutig bleiben - und das war wohl der richtige Rat."

Doch kaum hatten die Fans ihre Stimmbänder wiedergefunden, da schlug Sittard zurück. In der 26. Minute erzielte Routinier Godewyn Van Schoonhoven nach Vorarbeit von Barend Wyman das 1:1. Ein Tor aus dem Nichts, aber schön anzusehen - zumindest für neutrale Zuschauer. "Wir haben kurz vergessen, dass man Gegentore vermeiden sollte", murmelte Reds-Coach Kaiser mit trockenem Humor.

Die Antwort seiner Mannschaft ließ nicht lange auf sich warten: In der 36. Minute dribbelte sich Alessandro Marcedusa auf der linken Seite durch, bekam den Ball von Warriner zurück - und schlenzte ihn mit der Eleganz eines Opern-Tenors ins lange Eck. 2:1, und diesmal hielt die Führung bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam Liverpool mit noch mehr Schwung. Keine Minute war gespielt, da stellte wieder Warriner auf 3:1 - diesmal nach Vorlage von Altmeister Apers. "Tristan hat den Ball so serviert, da musste ich ihn nur noch reinflüstern", sagte Warriner mit einem Augenzwinkern.

Doch Sittard zeigte Moral: In der 52. Minute verkürzte der flinke Elmo Barhydt nach Pass von Zeeman Breed auf 3:2. Trainer Patrick We sprang an der Seitenlinie, als hätte sein Team gerade die Champions League gewonnen. "Wir waren wieder im Spiel", erklärte er später, "zumindest für drei Minuten." Denn die Reds ließen sich nicht beirren.

Der entscheidende Schlag fiel in der 71. Minute, und natürlich war es wieder Alessandro Marcedusa, der goldrichtig stand. Nach Pass von Apers schob er den Ball cool ein - 4:2, der Rest war Kür. "Ich wollte eigentlich flanken", witzelte Marcedusa später, "aber dann dachte ich: Warum nicht gleich treffen?"

Statistisch gesehen war der Sieg mehr als verdient: 15 Torschüsse für Liverpool, nur 7 für Sittard. 53 Prozent Ballbesitz und eine Zweikampfquote von gut 53 Prozent unterstreichen, dass die Reds nicht nur schön, sondern auch robust spielten. Das Publikum honorierte den Einsatz - selbst bei den Auswechslungen erhob sich die Menge. Als Lucas Ward in der 60. Minute für Giulio Lorusso kam, brandete Applaus auf, und in der 90. Minute bekam auch Youngster Leon Ross sein Heimdebüt.

Sittard dagegen kämpfte tapfer, musste aber zunehmend die Grenzen seiner Möglichkeiten erkennen. Zwei Gelbe Karten - für Damian Albentosa (63.) und Barend Wyman (89.) - waren Ausdruck steigender Frustration. "Wir wollten zeigen, dass wir kein Sparringspartner sind", meinte Trainer We. "Leider haben die Reds das anders gesehen."

Nach Abpfiff herrschte in der Mixed Zone gute Laune. Trainer Kaiser stapfte zufrieden durch die Gänge, schüttelte jedem die Hand und sagte lachend: "Wenn wir mal anfangen, die einfachen Chancen auch zu nutzen, wird’s für die Gegner richtig ungemütlich."

Ein Reporter fragte Robert Warriner, ob er sich als neuer Torjäger fühle. "Ach was", winkte der ab. "Ich bin nur der Typ, der da vorne steht, wenn die anderen gute Arbeit machen." Man möchte ihm fast glauben - aber bei zwei Toren und einer Vorlage dürfte der Applaus wohl kaum verstummen.

Kurz gesagt: Liverpool war zu stark, zu schnell, zu verspielt für FC Sittard. Die Zuschauer gingen glücklich nach Hause, die Reds mit drei Punkten - und Trainer Kaiser mit einem breiten Grinsen.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen meinte: "Wenn das Conference League ist, will ich nie wieder Champions League sehen." Nun ja - Ironie ist in Liverpool eben Volkssport.

15.10.643990 16:15
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