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Liverpool dreht Swindons Führung und gewinnt 2:1

Premier League | 8. Spieltag | 24.09.26 | Swindon Town - Liverpool Reds 1:2

40323 Zuschauer waren gekommen, um am Donnerstagabend um 20.30 Uhr Premier-League-Fußball zu sehen. Sie bekamen zunächst vor allem eines: Hoffnung. Swindon Town führte zur Pause gegen die Liverpool Reds mit 1:0, spielte mutig nach vorn und ließ den Favoriten zeitweise aussehen, als hätte er den Rückwärtsgang mit dem Vorwärtsgang verwechselt. Am Ende aber setzte sich Liverpool mit 2:1 durch - dank einer zweiten Halbzeit, in der die Gäste offenbar beschlossen, das Ergebnis nicht länger demokratisch auszuhandeln.

Swindon begann offensiv, wie es Trainer Barney Cheep angekündigt hatte. Bereits in der ersten Minute prüfte John Beecroft den Liverpooler Torwart Charlie Leachman. Kurz darauf meldete sich Roberto Marquez auf der anderen Seite zu Wort. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Abwehrreihen gelegentlich so wirkten, als hätten sie sich auf ein freundschaftliches Begutachten der jeweiligen Angreifer geeinigt.

Swindon blieb dabei keineswegs passiv. Lucas Hennessy und Andrew Hathaway sorgten über die linke beziehungsweise rechte Seite für Betrieb, während Beecroft aus dem Zentrum immer wieder den Abschluss suchte. In der 45. Minute schlug Hathaway schließlich zu. Nach Vorarbeit von Declan Rice traf der rechte Angreifer zum 1:0 - genau zu dem Zeitpunkt, an dem die meisten Spieler gedanklich schon beim Pausentee waren.

"Ich dachte kurz, der Ball sei schon in der Kabine", soll Trainer Cheep später mit einem schiefen Lächeln gesagt haben. "Zum Glück war Andrew anderer Meinung."

Liverpool hatte bis dahin zwar etwas mehr Ballbesitz, blieb aber im Abschluss ohne Ertrag. 51,26 Prozent Ballbesitz standen am Ende für die Gäste zu Buche, Swindon kam auf 48,74 Prozent. Auch bei den Torschüssen lagen die Reds nur knapp vorn: 11:10. Es war also kein Spiel, in dem Liverpool den Gegner an die Wand nagelte. Eher eines, in dem beide Mannschaften die Wand suchten und gelegentlich auch trafen.

Nach der Pause änderte sich jedoch die Statik der Partie. Liverpool erhöhte den Druck, ohne seine grundsätzlich ausgewogene Ausrichtung aufzugeben. Jens Markussen und Jordi Xavier schoben das Mittelfeld weiter nach vorn, während Roberto Marquez auf der linken Seite immer wieder in gefährliche Räume stieß. In der 56. Minute war es dann Xavier, der nach Vorlage von Markussen zum 1:1 traf. Ein präziser Abschluss, ein kurzer Moment der Stille - und auf der Liverpooler Bank die Erkenntnis, dass Fußball manchmal doch einfacher ist als die dazugehörigen Trainerkonferenzen.

Swindon antwortete mit weiteren Angriffen. Joseph Hawn kam zu Chancen, Beecroft versuchte es erneut, und Declan Rice zwang Leachman ebenfalls zur Aufmerksamkeit. Doch Liverpool hatte nun die Kontrolle über die entscheidenden Momente. In der 76. Minute vollendete Marquez eine Vorlage von Dusan Ristic zum 2:1. Sein dritter gefährlicher Abschluss an diesem Abend war derjenige, der zählte.

"Wir wollten geduldig bleiben", erklärte Liverpool-Coach Kurt Kaiser angeblich nach dem Spiel. "Das war schwer, weil Swindon uns sehr freundlich eingeladen hat, sofort nervös zu werden."

In der Schlussphase warf Swindon alles nach vorn. Trainer Cheep brachte Bailey Jones, Teemu Forssell und Freddie Monroe, Liverpool setzte unter anderem auf Riley Hennessy und Freddie Madigan. Mateo Peragon sah in der 86. Minute noch die Gelbe Karte, ansonsten blieb es bei einem intensiven, aber nicht chaotischen Abend. Swindon erhöhte spät sogar noch sichtbar die Aggressivität und wechselte auf aktives Pressing - nur leider war die Uhr davon unbeeindruckt.

So blieb es beim 1:2. Swindon hatte mutig gespielt, Liverpool effizienter. Die Reds nehmen drei Punkte mit, während Swindon immerhin die Erkenntnis bleibt, dass man den Favoriten 45 Minuten lang ordentlich erschrecken kann. Für einen Sieg braucht es allerdings noch eine zweite Halbzeit.�&&

24.09.2026 21:13
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Ich werde nicht akzeptieren, dass gesagt wird: Die Mannschaft ist ein Scheißhaufen. So einfach ist es nicht. Logisch sind wir ein Scheißhaufen. Aber das ist nicht der einzige Punkt.
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