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Primera Division | 2. Spieltag | 18.09.26 | Lions Generalena - CF Alfaro Ruiz 0:1 Das Tor des Abends fiel in der 31. Minute. Javi Flores setzte sich auf der linken Seite durch und fand Ricardo Galvez, der den Ball für Alfaro Ruiz zur Führung versenkte. Es war der erste und zugleich einzige Torschuss der Gäste. Mehr Effizienz ist im Fußball kaum möglich; vermutlich hätte Alfaro Ruiz auch gern noch einen zweiten Versuch abgegeben, wollte das Schicksal aber nicht überfordern. Lions Generalena begann offensiv, wie es Trainer Gerd Hauser offenbar angeordnet hatte. Die Gastgeber suchten den Weg nach vorn, spielten ausgewogen und mit kräftigem Körpereinsatz. Bereits in der zehnten Minute prüfte Jason Probst den Gästekeeper Silvestre Viana. Vier Minuten später folgte Marcos Mendilibar, danach Emilio Ferron gleich zweimal. Der Ball flog, die Zuschauer hofften, Viana parierte - und die Toranzeige blieb so stur wie ein schlecht gelaunter Parkautomat. "Wir haben alles versucht, außer den Ball ins Tor zu bringen", sagte Hauser nach der Partie mit einem Lächeln, das eher nach innerer Schadensbegrenzung klang. "Wenn wir noch zehn Minuten länger gespielt hätten, hätten wir vielleicht sogar eine Chance gehabt." Ein Satz, der gleichzeitig Optimismus und Verzweiflung transportierte - eine seltene journalistische Traumkombination. Noch vor der Pause drängten die Lions weiter. Cesc Pascual schoss in der 41. Minute, Andres Molina versuchte es kurz vor dem Seitenwechsel, Aristidis Triantafyllou folgte in der 45. Minute. Alfaro Ruiz verteidigte kompakt und überließ den Gastgebern bereitwillig den Ball - wobei die Gäste mit 55,2 Prozent sogar mehr Ballbesitz hatten. Lions Generalena kam lediglich auf 44,8 Prozent, gewann dafür 59,4 Prozent der registrierten Zweikämpfe. Ein bemerkenswerter Beweis, dass man ein Spiel auch mit weniger Ball kontrollieren kann - und mit noch weniger Torschüssen gewinnen sowieso. Nach der Pause änderte sich am Bild wenig. Patryk Lesniak, mit 17 Jahren einer der jüngsten Spieler auf dem Platz, schaltete sich sogar offensiv ein und kam in der 53. Minute zum Abschluss. Jason Probst und Mendilibar feuerten weitere Versuche ab. Besonders Mendilibar entwickelte sich zum Dauergast in der Gefahrenzone: In der 63., 65., 66. und 68. Minute suchte er den Abschluss. Der Ball jedoch blieb dem Tor fern, als hätte er dort Hausverbot. Trainer Hauser wechselte, brachte unter anderem Ellis Miller, Krzysztof Majewski und Luís Melendez. Die Lions stellten in der Schlussphase auf noch mehr Druck um, pressten nun aktiver und suchten verstärkt die Flügel. Andres Molina, erst 17 Jahre alt, probierte es in der 74., 86. und 89. Minute. Anders Fjortoft schloss in der 76. und 91. Minute ab. Das Tor blieb trotzdem geschlossen. In der 82. Minute sah Gabri de la Sota Gelb, eine Minute später musste Lesniak nach Gelb-Rot vom Platz. Damit wurde die Aufholjagd endgültig zur denkbar schwierigen Aufgabe. Alfaro Ruiz kassierte in der 90. Minute noch eine Verwarnung, nahm den Punktverlust aber nicht hin - denn es war gar keiner zu beklagen. "Wir hatten einen Plan: ein Tor schießen und danach sehr gründlich verteidigen", erklärte Galvez. "Dass die Lions 23-mal schießen, war nicht Teil des Plans, aber es hat funktioniert." Mehr muss man über diesen Abend eigentlich nicht wissen. Lions Generalena hatte die Chancen, Alfaro Ruiz das Tor - und am Ende die drei Punkte. Der Fußball kann grausam sein. Manchmal trägt er dabei sogar Statistikhemd. 18.09.2026 21:15 |
Sprücheklopfer
Ich werde einen Teufel tun und Ewald widersprechen. Der Ewald hat sich ja alles ganz genau notiert.
Felix Magath über eine Spielanalyse von Ewald Lienen