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Superligaen | 3. Spieltag | 19.09.26 | SC Kopenhagen - Vejle Hjerte BK 2:4 Vor 35.095 Zuschauern begann der 3. Spieltag am Samstagabend um 20.30 Uhr zunächst ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Kopenhagen spielte ausgewogen, wartete geduldig auf die passende Gelegenheit und schoss nicht einfach aus jeder Lebenslage. Die Taktik klang vernünftig - und wurde früh belohnt. In der 5. Minute traf der 17-jährige Magnus Kjargaard nach Vorlage von Simon Johansson zum 1:0. Der junge zentrale Mittelfeldspieler hatte bereits zuvor gefährlich auf das Tor geschossen und bewies dann, dass Wiederholung manchmal tatsächlich eine gute Idee ist. "Ich dachte kurz, der Ball wollte nur mal sehen, wie das Netz von innen aussieht", hätte Kjargaard nach dem Spiel wohl sagen können. Tatsächlich aber war es ein sauberer Start für den Teenager. Kopenhagen blieb am Drücker. Kim Jakobsen beschäftigte die Vejler Abwehr mit mehreren Abschlüssen, und in der 17. Minute erhöhte Simon Johansson auf 2:0. Vorbereitet wurde der Treffer von Waldemar Michaelsen. Die Gastgeber waren effizient, Vejle wirkte für einen kurzen Moment so, als sei der Spielplan noch in der Kabine liegen geblieben. Doch Vejle Hjerte BK antwortete umgehend. Nur eine Minute nach dem zweiten Kopenhagener Treffer verkürzte Herman Sundström auf 1:2, Daan Theunis lieferte die Vorlage. Plötzlich war die Partie wieder offen. Vejles Trainer Pep Guardiola - zumindest dem Namen nach eine auffällig prominente Besetzung - ließ seine Mannschaft weiter offensiv und mit kurzen Pässen auftreten. Das Pressing blieb zunächst zurückhaltend. Vielleicht war es eine bewusste Ruhephase, vielleicht auch einfach die skandinavische Variante von "Wir kommen gleich". Bis zur Pause blieb es beim 2:1. Kopenhagen hatte sieben Abschlüsse in der ersten Hälfte, Vejle ebenfalls reichlich Gelegenheit, das Spiel weiter zu öffnen. Die Zweikämpfe waren nahezu ausgeglichen: 49,8 Prozent gewannen die Gastgeber, 50,2 Prozent gingen an Vejle. Ein Duell auf Augenhöhe also - nur dass eine Mannschaft später offenbar beschloss, die Augenhöhe zu verlassen. Nach dem Seitenwechsel kippte die Begegnung. In der 55. Minute erzielte Tommaso Centrale nach Zuspiel von Phillipp Schultz den Ausgleich. Sechs Minuten später drehte Domingo Ze Castro die Partie komplett. Harrison Tremblay bereitete vor, Ze Castro vollendete zum 3:2. Kopenhagen hatte weiterhin Ballbesitz, doch Vejle hatte nun die besseren Argumente - und vor allem die Tore. In der 74. Minute machte Phillipp Schultz selbst den Deckel drauf. Centrale revanchierte sich mit der Vorlage, und aus dem 2:1 war binnen weniger als einer Halbzeit ein 2:4 geworden. "Wir hatten den Ball, aber Vejle hatte offenbar die Gebrauchsanweisung dazu", hätte Kopenhagens Trainer Alex Pleuger die Lage mit trockenem Humor zusammenfassen können. Pleuger reagierte unter anderem mit der Einwechslung von Max Anderson für Kjargaard und brachte später Milos Filipovic. Kopenhagen erhöhte in der Schlussphase den Einsatz und presste nun aktiver. Doch die Gastgeber fanden trotz insgesamt 14 Torschüssen keinen weiteren Treffer. Vejle kam ebenfalls auf 14 Abschlüsse und verteidigte den Vorsprung mit zunehmender Entschlossenheit. Raphael Müller sah in der 89. Minute noch die Gelbe Karte, was angesichts des Spielverlaufs fast schon wie eine höfliche Fußnote wirkte. So feierte Vejle Hjerte BK einen spektakulären 4:2-Auswärtssieg. Kopenhagen bleibt die Erkenntnis, dass eine 2:0-Führung manchmal weniger stabil ist als ein schlecht montierter Gartenstuhl. Vejle dagegen nimmt drei Punkte und vier Tore mit - und dürfte auf der Rückfahrt niemanden gebeten haben, den Ballbesitz auszurechnen. 19.09.2026 21:30 |
Sprücheklopfer
Ganz gut. Ich habe mich die ganze Nacht um seine Frau gekümmert!
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