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Pokal | Finale | 13.09.26 | Kiryat Shmona FC - Hapoel Ramat PKI 4:0 Dabei begann Hapoel Ramat PKI durchaus mutig. Arik Ariav prüfte die Defensive bereits in der fünften Minute, legte kurz darauf nach und blieb in der Anfangsphase der auffälligste Angreifer seines Teams. Tal Rosenthal suchte ebenfalls den Weg nach vorn. Kiryat Shmona ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Holger Thonke spielte offensiv, wartete geduldig auf die Lücke - und fand sie in der 23. Minute. Ramon Guillen setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte Kiryat Shmona mit 1:0 in Führung. Der Treffer war der Lohn für eine zunehmend kontrollierte Vorstellung. Finn Sonne und Stefan Borimirow hatten zuvor bereits Torgefahr angedeutet, während Hapoel zwar Abschlüsse sammelte, aber keinen Weg durch die letzten Meter fand. "Wir wollten ruhig bleiben und nicht schon nach zehn Minuten den Pokal auf den Mannschaftsbus legen", sagte Thonke nach dem Spiel sinngemäß. Ein vernünftiger Plan - zumindest theoretisch. Zur Pause führte Kiryat Shmona knapp, obwohl die Partie keineswegs langweilig gewesen war. Die Gäste hatten ihre offensiven Absichten nicht versteckt, verzichteten taktisch aber auf aktives Pressing. Kiryat Shmona blieb ebenfalls offensiv ausgerichtet, schaltete gegen den Ball jedoch erst bei Rückstand auf aggressiveres Pressing. Da dieser Rückstand nicht eintrat, konnte man sich ganz auf den gepflegten Spielaufbau konzentrieren. Fußball kann manchmal erstaunlich bequem sein. Nach dem Seitenwechsel kippte das Finale endgültig. Kiryat Shmona erhöhte den Druck und kam immer wieder zu Abschlüssen. In der 63. Minute war es erneut Guillen, der traf - diesmal nach Vorarbeit von Stefan Borimirow. 2:0. Auf der Tribüne soll ein Zuschauer seinem Nachbarn zugeraunt haben: "Jetzt wird es schwer für Hapoel." Der Nachbar antwortete offenbar: "Das war es schon beim ersten Tor." Eine Einschätzung, die sich als erstaunlich treffsicher erwies. Nur vier Minuten später schlug David Albanese zu. Stanko Krupnikovic hatte den Treffer vorbereitet, Albanese vollendete zum 3:0. Hapoel Ramat PKI versuchte weiter, offensiv Akzente zu setzen, doch zehn Torschüsse blieben ohne Ertrag. Ariav und Rosenthal arbeiteten unermüdlich, Schaul Goldmann suchte aus dem Mittelfeld den Abschluss. Allein: Der Ball wollte nicht ins Tor, vermutlich aus Gründen persönlicher Unzufriedenheit mit dem Spielverlauf. Kiryat Shmona hatte am Ende 17 Torschüsse gegenüber zehn der Gäste und kontrollierte 53,6 Prozent des Ballbesitzes. Auch bei den Zweikämpfen lag der Pokalsieger mit 52,1 Prozent leicht vorn. Es war keine erdrückende statistische Dominanz, aber eine bemerkenswert effektive. Kiryat Shmona machte aus seinen Möglichkeiten Tore, Hapoel machte daraus vor allem Arbeit. In der 86. Minute setzte Jiri Kopic den Schlusspunkt. Nach Vorlage von Pedro Vico traf der Mittelfeldspieler zum 4:0 und verwandelte die letzten Zweifel in Feierlaune. "Wir haben nie aufgehört, nach vorne zu spielen", sagte Kopic sinngemäß. Trainer Marco Maciadi von Hapoel blieb nach dem Abpfiff nur die nüchterne Analyse: "Wir hatten unsere Chancen, aber ein Finale verzeiht keine Nachlässigkeiten." Holger Thonke konnte dagegen den Pokal entgegennehmen. Kiryat Shmona FC ist verdienter Sieger - und Hapoel Ramat PKI hat nun immerhin genügend Zeit, die zehn erfolglosen Abschlüsse ausführlich zu besprechen. Viel Erfolg dabei. 14.09.2026 13:56 |
Sprücheklopfer
Wenn man mir die Freude am Fußball nimmt, hört der Spaß bei mir auf!
Thomas Häßler in seiner Dortmunder Zeit