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1. Liga Island | 17. Spieltag | 27.08.26 | IFH Höttur - IA Akranes 0:0 Um 20.30 Uhr ging es los, und Akranes machte früh klar, dass man den Ball nicht nur zur Dekoration mitgebracht hatte. Tiago Martins prüfte in der siebten Minute erstmals die Höttur-Abwehr, kurz darauf folgten Kai Dewey und Isaac Gage. Martins legte in der 22. Minute nach, Olof Dahlin versuchte es eine Minute später, Muhsin Tekin in der 26. - die Gäste sammelten Chancen wie andere Leute Briefmarken. Höttur verteidigte mit einer ausgewogenen Grundordnung, Akranes trat offensiv auf. Das klang auf dem Papier nach einem klaren Plan und sah auf dem Rasen auch so aus. Die Gäste spielten mit kontrolliertem Risiko, suchten sichere Abschlüsse und verzichteten weitgehend auf aggressives Pressing. Offenbar lautete die Devise: erst den Ball haben, dann irgendwann auch das Tor treffen. Der zweite Teil erwies sich als schwieriger. "Wir wollten geduldig bleiben", soll Akranes-Trainer Benno Showmann nach dem Spiel gesagt haben. "Vielleicht waren wir beim Toreschießen sogar ein bisschen zu geduldig." Ein Satz, der in jeder Pressekonferenz gut klingt und bei einem 0:0 erstaunlich viel Arbeit erledigt. Höttur kam nur langsam in die Partie. Tiago Ramos sah in der 14. Minute die Gelbe Karte, Akranes’ Emiliano Colussi folgte kurz vor der Pause. Tore aber blieben aus. Zur Halbzeit stand es 0:0, obwohl Akranes die Partie klar bestimmte. 55,2 Prozent Ballbesitz gingen an die Gäste, Höttur kam auf 44,8 Prozent. In einer imaginären Halbzeitansprache soll Hötturs Torhüter Brynjar Kraft seine Vorderleute gefragt haben: "Wollen wir den Ball vielleicht auch einmal länger als drei Sekunden behalten?" Die Antwort blieb akustisch unklar, sportlich aber immerhin bemüht. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Kräfteverhältnis wenig. Sergio Peyroteo und Joel Kinmont suchten früh den Abschluss, Martins blieb der auffälligste Angreifer der Gäste. Der Mann auf dem linken Flügel schoss insgesamt mehrfach auf das Tor und tauchte auch in der Schlussphase immer wieder gefährlich auf. In der 64. Minute setzte Bengt Anderson für Höttur ein erstes deutliches Zeichen, doch Vincent La Barre im Akranes-Tor musste offenbar keinen Karriereknick befürchten. Für Höttur wurde es in der 69. Minute zusätzlich unangenehm: Felix Sverrisson musste verletzt ausgewechselt werden, Leif Berglund kam ins Spiel. Wenige Minuten später prüfte Niklas Hafner den Gäste-Torwart, in der Nachspielzeit versuchte es der Höttur-Rechtsaußen noch zweimal. Es waren die Momente, in denen die Gastgeber kurz daran erinnerten, dass sie nicht ausschließlich zum Verteidigen auf dem Platz standen. Die Zahlen erzählen dennoch eine eindeutige Geschichte: Akranes gab 15 Torschüsse ab, Höttur lediglich vier. Auch bei den Zweikämpfen lagen die Gäste mit einer Quote von 55,4 Prozent vorn. Doch die wichtigste Statistik blieb unangetastet. Null zu null. "Wir haben alles versucht", sagte Martins angeblich mit einem Blick, der zwischen Unglauben und Wetterbericht lag. "Der Ball wollte einfach nicht hinein." Das ist keine schlechte Zusammenfassung dieses Abends. Akranes nahm einen Punkt mit, Höttur verteidigte ihn mit großem Einsatz - und 16.000 Zuschauer gingen mit der seltenen Gewissheit nach Hause, dass man für ein torloses Remis durchaus 19 Torschüsse liefern kann. Nur eben keinen Treffer. 27.08.2026 21:18 |
Sprücheklopfer
Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei