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Landesliga 6 | 11. Spieltag | 21.08.26 | SV Breitenberg - VfL Hohenstein 0:2 Von Beginn an war Hohenstein die aktivere Mannschaft. Der VfL trat offensiv auf, spielte ausgewogen über das Feld und suchte den Abschluss, sobald sich eine Lücke auftat. Breitenberg blieb in einer balancierten Grundordnung, verzichtete aber weitgehend auf aktives Pressing. Das klang auf dem Taktikbogen vernünftig, wirkte auf dem Platz jedoch mitunter wie die höfliche Bitte an den Gegner, doch bitte selbst den Ball zu holen. Die Gäste brauchten nur vier Minuten, um ein erstes Ausrufezeichen zu setzen: Richard Dietrich sah früh die Gelbe Karte, kurz darauf begann Hohenstein, den Gastgeber regelrecht zu beschäftigen. Sean Barrymore, Volker Schön, Sebastian Günther und Elias Petersen prüften die Breitenberger Defensive in schneller Folge. Der SVB kam kaum zum Durchatmen, geschweige denn zu einem geordneten Aufbau. In der 37. Minute fiel schließlich das überfällige 1:0. Knut Kirsch brachte Hohenstein in Führung. Der 20-jährige linke Mittelfeldspieler war schon zuvor auffällig gewesen und belohnte seine engagierte Vorstellung mit dem Treffer. Auf der Tribüne soll ein Breitenberger Anhänger trocken bemerkt haben: "Wenn das so weitergeht, wird die Halbzeitpause unser bester Spielabschnitt." Ganz falsch lag er damit nicht. Bis zum Seitenwechsel blieb der VfL gefährlich. Insgesamt brachte Hohenstein allein in der ersten Hälfte zahlreiche Abschlüsse zustande, während Breitenberg erst nach der Pause einen ernsthafteren Versuch verzeichnete. Trainer Sascha Liebl hatte seine Mannschaft offenbar genau auf diesen Abend eingestellt. "Wir wollten offensiv auftreten, aber nicht kopflos werden", sagte Liebl nach dem Abpfiff. "Das hat über weite Strecken gut funktioniert." Ein Satz, der im Fußball normalerweise nach einem mühsamen 1:0 fällt - diesmal stimmte er sogar. Breitenberg meldete sich kurz nach Wiederbeginn durch Frank Binder zu Wort, doch der Gastgeber fand nicht in einen nachhaltigen Rhythmus. Georg Henning und Eri Zander sorgten später noch für weitere Breitenberger Abschlüsse, insgesamt blieb es aber bei drei Torschüssen. Hohenstein dagegen kam auf 19. Das ist weniger ein statistisches Detail als eine höflich formatierte Anklageschrift. Auch beim Ballbesitz lag der VfL vorn: 54,6 Prozent gegenüber 45,4 Prozent für Breitenberg. In den Zweikämpfen war der Unterschied noch deutlicher. Hohenstein kam auf eine Quote von 57,1 Prozent, Breitenberg auf 42,9. Der Gast war also nicht nur häufiger am Ball, sondern gewann ihn anschließend auch gern zurück - ein Konzept, das erstaunlicherweise funktioniert. Die Entscheidung fiel in der 80. Minute. Kurt Fleischer erhöhte auf 2:0, vorbereitet von Knut Kirsch. Damit war Kirsch an beiden Treffern beteiligt und durfte sich endgültig als Mann des Abends fühlen. "Beim zweiten Tor war es wichtig, ruhig zu bleiben", sagte Fleischer angeblich mit jener Bescheidenheit, die Fußballer immer dann entdecken, wenn das Ergebnis bereits für sie spricht. Breitenberg versuchte noch einmal, den Anschluss zu erzwingen, doch Hohenstein verteidigte konzentriert und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit. Der VfL siegte verdient, weil er mehr Druck entwickelte, mehr Abschlüsse suchte und im entscheidenden Moment präziser war. Breitenberg bleibt immerhin der Trost, dass die Anzeigetafel nach 90 Minuten nicht noch mehr Zahlen anzeigen musste. 21.08.2026 21:05 |
Sprücheklopfer
Das ist das Problem in Frankfurt: Hier muss einer nur dreimal mit dem Hintern wackeln, und schon ist er ein guter Spieler.
Jupp Heynckes