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Harkemase Boys siegen spät, Rijnsburg hadert mit verpassten Chancen

Rijnsburg, 3. Januar 2026 - Es war ein kalter Pokalabend, wie er im niederländischen Januar nicht untypisch ist - und einer, der für die Rijnsburgse Boys am Ende genauso frostig endete wie das Thermometer: 1:2 verloren, trotz beherztem Einsatz, trotz 4321 frierender, aber lautstarker Fans. Die Harkemase Boys entführten drei Punkte aus der Gruppenrunde des Liga-Pokals, weil sie in den entscheidenden Momenten das taten, was Rijnsburg verpasste: sie trafen.

Dabei begann alles so hoffnungsvoll. Schon in der zweiten Minute prüfte Michael Lockhart den Gästetorhüter Thijs Winchel mit einem satten Schuss, und Baransel Aurelio legte kurz darauf nach. "Da dachte ich, wir hätten sie gleich am Kragen", sagte Lockhart später mit einem Kopfschütteln. Doch statt Kragen bekam Rijnsburg nur Kratzer - auf dem Stolz und im Ergebnis.

Die erste Halbzeit verlief torlos, aber keineswegs ereignislos. Beide Teams suchten den Weg nach vorn, Harkemase etwas strukturierter, Rijnsburg etwas wilder. Die Statistiker im Presseraum notierten am Ende 13 Torschüsse der Gäste gegenüber 8 der Gastgeber - und das entsprach ziemlich genau dem Gefühl auf dem Rasen: Harkemase hatte das Spiel leicht im Griff, ohne es zu dominieren. "Wir wollten ruhig bleiben, nicht verrückt werden", erklärte Harkemases Mittelfeldlenker Gregor Haswell, der später auch noch zum Vorlagengeber werden sollte.

Nach der Pause dann endlich die Tore, und zwar im Fünf-Minuten-Takt: In der 54. Minute kombinierte sich Harkemase sehenswert über links durch - Haswell steckte durch, der 20-jährige Claudios Vrooman blieb eiskalt und schob zum 0:1 ein. "Ich hab einfach draufgehauen, ehrlich", grinste der Jungspund nach dem Spiel und sah aus, als könne er immer noch nicht glauben, dass der Ball wirklich drin war.

Doch Rijnsburg antwortete prompt. Nur fünf Minuten später zirkelte George Stack den Ball - nach feinem Zuspiel von Hanson Manser - unhaltbar ins Eck. Die Tribüne tobte, die Fäuste flogen in die kalte Luft, und selbst Trainer Koen van der Meer (der sich später zum "Tanzbär wider Willen" erklärte) hüpfte kurz an der Seitenlinie. "Da waren wir wieder da", sagte Stack. "Ich dachte, jetzt kippt das Ding."

Tat es aber nicht. Stattdessen kippte die Laune wieder, als Harkemases Hansen Tenbrook in der 71. Minute das 1:2 markierte - nach schöner Vorarbeit von Pauel van Vechten. Es war ein Angriff wie aus dem Lehrbuch: schnörkellos, schnell, präzise. Rijnsburgs Abwehr schaute zu, wie der Ball einschlug, und Torwart Christiano Valente streckte sich vergeblich. "Wir haben da geschlafen", knurrte Verteidiger Sander Haswell später. "Und wenn du schläfst, bekommst du Albträume."

Ein bisschen Dramatik durfte natürlich nicht fehlen. In der 57. Minute sah Harkemases Linksverteidiger Alexander Bruce Gelb, nachdem er Lockhart rustikal von den Beinen geholt hatte - "Ball gespielt", rief er, während der Ball noch am Mittelkreis lag. Das Publikum quittierte es mit einem unmissverständlichen Pfeifkonzert. Doch mehr als symbolische Empörung blieb den Rijnsburgse Boys nicht.

In den letzten Minuten warf das Heimteam noch einmal alles nach vorn. Aurelio in der 89., Lockhart in der 90. - beide Male war Winchel zur Stelle. Harkemase verteidigte clever, fast schon abgeklärt. "Wir haben das runtergespielt wie alte Hasen", sagte Coach Marten de Groot mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Stolz und Erleichterung pendelte.

Rijnsburgs Trainer van der Meer hingegen suchte nach Worten - und fand sie schließlich: "Wenn man so viele Chancen liegen lässt, darf man sich nicht wundern. Wir haben gut gespielt, aber eben nicht gut genug." Ein Satz, der wie eine Zusammenfassung des ganzen Abends klang.

Am Ende blieben die Harkemase Boys in der Statistik leicht überlegen: 52 Prozent Ballbesitz, 13 Schüsse aufs Tor, zwei Treffer. Rijnsburg hielt mit 48 Prozent Ballbesitz und acht Abschlüssen dagegen - aber eben nur einem Tor. Und so ging ein Spiel zu Ende, das man in Rijnsburg wohl noch eine Weile diskutieren wird - bei Bitterballen, Bier und der Frage, warum Fußballgötter manchmal so unromantisch sind.

Vielleicht tröstet die Erkenntnis, dass die Saison noch jung ist. Oder wie George Stack beim Hinausgehen sagte: "Wenn wir so weitermachen, treffen wir irgendwann auch das Tor. Und dann wird’s laut - sehr laut."

Bis dahin bleibt den Rijnsburgse Boys nur, unter Flutlicht weiter zu träumen - von einem Abend, an dem aus Chancen endlich Tore werden.

16.03.643987 16:20
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Herzlichen Glückwunsch an Marco Kurz. Seine Frau ist zum zweiten Mal Vater geworden.
Thomas Häßler
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