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Premier League | 30. Spieltag | 10.09.26 | Harbour View - Monymusk FC 10:0 Der Abend begann um 20 Uhr mit einer klaren Ansage. Harbour View stellte sich offensiv auf, schoss aus allen Lagen und verzichtete weitgehend auf die höfliche Nachfrage, ob Monymusk eigentlich auch am Spiel teilnehmen wolle. Nach neun Minuten eröffnete Manuel Fiumefreddo den Torreigen, vorbereitet von Luis Diaz. Zehn Minuten später war Fiumefreddo erneut zur Stelle, diesmal nach Vorlage von Roger Williamson. Der Mittelstürmer spielte, als habe er mit dem gegnerischen Netz eine persönliche Rechnung offen. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Der wird schon wissen, wohin er muss", soll Fiumefreddo nach dem Spiel mit einem Grinsen gesagt haben. Ganz offensichtlich wusste der Ball tatsächlich Bescheid. In der 21. Minute musste Monymusks Andre Hogmo verletzt vom Feld. Charlie Bergen kam für ihn, doch die Gäste fanden weiterhin kaum Zugriff. Harbour View blieb aggressiv, drängte nach vorn und schloss Chancen ohne größere Rücksicht auf dramaturgische Spannung ab. In der 26. Minute erhöhte Williamson nach Vorarbeit von Caio Teixeira auf 3:0. Spätestens da begann auf der Tribüne die Suche nach den Taschenrechnern: Wie hoch würde das heute noch gehen? Monymusk hatte zwar etwas mehr Ballbesitz - 52,59 Prozent gegenüber 47,41 Prozent -, doch dieser Besitz blieb ungefähr so gefährlich wie ein Regenschirm in einem Hurrikan. Zwei Torschüsse brachten die Gäste im gesamten Spiel zustande. Harbour View kam auf 29. Das entspricht einer Offensivbilanz, bei der selbst die Statistikabteilung irgendwann vorsichtig um eine Pause gebeten haben dürfte. Direkt nach Wiederbeginn schlug Teixeira in der 46. Minute selbst zu, vorbereitet von Christo Mantschew. Dann ging es Schlag auf Schlag: Henrick Lansing traf in der 61. Minute nach Zuspiel von Diaz, Evan Musgrave legte nur eine Minute später nach - Fiumefreddo hatte aufgelegt. In der 63. Minute machte der überragende Fiumefreddo sein drittes Tor, diesmal nach Pass von Bernard Abrial. Vier Minuten später war er erneut erfolgreich, Eduardo de los Reyes lieferte die Vorlage. "Wir wollten konzentriert bleiben und nicht übertreiben", wird Trainer Dani Petrus zugeschrieben. "Leider hat die Mannschaft diesen Teil des Plans nur ungefähr sieben Minuten lang beachtet." Eine verständliche Einschätzung: Harbour View spielte weiterhin offensiv, mit hoher Aggressivität und dem bemerkenswerten Wunsch, auch aus ungünstigen Winkeln noch einen Abschluss zu produzieren. In der 70. Minute erhöhte Musgrave auf 8:0, vorbereitet von Agemar Gome. Monymusk kam durch Joshua Dubois in der 85. Minute noch zu einem weiteren Torschuss - ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten sehr langen Nacht. Harbour View wechselte derweil weiter durch, ohne den Druck nennenswert herauszunehmen. In der 89. Minute erzielte Fiumefreddo sein fünftes Tor, wieder nach Vorarbeit von Gome. Den Schlusspunkt setzte niemand mehr. Zehn Treffer waren offenbar genug - sogar für diesen Abend. Harbour View siegte 10:0, Fiumefreddo wurde zum Mann des Spiels, und Monymusk dürfte auf der Heimfahrt vor allem eine Frage beschäftigt haben: Warum war der Ball eigentlich so oft bei den anderen? unerquicklich. 12.09.2026 00:01 |
Sprücheklopfer
Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.
Mario Basler