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Pokal | Halbfinale | 09.09.26 | Medimurje Cakovec - Hajduk Osijek 2:3 Schon nach acht Minuten stellte Joao Caneira die Weichen für die Gastgeber. Der zentrale Mittelfeldspieler zog aus dem Getümmel ab und brachte Cakovec in Führung. "Wir wollten mutig beginnen", sagte Heimtrainer Rocky Pet später. "Vielleicht waren wir dabei ein bisschen zu mutig. Aber das ist immer noch besser, als schon nach fünf Minuten über das Wetter zu reden." Die Hausherren blieben zunächst am Drücker. Mirko Jerkovic erhöhte in der 14. Minute auf 2:0, nachdem Humberto Carvalho den Angriff vorbereitet hatte. Jerkovic, der im Verlauf der Partie mehrfach den Abschluss suchte, ließ Torwart Thibaut Courtois keine Zeit für größere Überlegungen. Auf den Rängen machte sich bereits jene gefährliche Zuversicht breit, die im Fußball oft ungefähr so lange hält wie ein Eiswürfel auf einem Stadiondach. Hajduk Osijek hatte allerdings nicht vor, sich im Halbfinale höflich zu verabschieden. Die Gäste besaßen mehr Ball: 54,44 Prozent gegenüber 45,56 Prozent für Cakovec. Ihre Antwort fiel entsprechend direkt aus. In der 24. Minute verkürzte Leon Boban nach Vorarbeit von Gabri Custodio. Der Treffer gab Osijek sichtbar Auftrieb, während Cakovec plötzlich wirkte, als müsse man ihm erklären, dass eine 2:0-Führung nicht automatisch ein Endergebnis ist. Kurz vor der Pause schlug Jurica Horvat zu. In der 39. Minute traf der rechte Angreifer zum 2:2. "Wir haben nach dem 0:2 nicht gerechnet, sondern gespielt", sagte Hajduks Trainer Tommek Dee. "Das klingt einfach, ist aber für Fußballer offenbar manchmal eine taktische Revolution." Mit dem 2:2 ging es in die Pause - vier Tore, 45 Minuten und vermutlich mehrere deutlich erhöhte Blutdruckwerte auf den Tribünen. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorn, wobei Osijek mit langen Bällen und schnellen Kontern immer wieder Unruhe stiftete. Cakovec setzte auf kurze Kombinationen und kontrollierte Angriffe, doch der entscheidende Zugriff fehlte. Die Statistik war ausgeglichen genug, um Hoffnung zu machen: 11 Torschüsse für die Gastgeber, 12 für die Gäste. Das Spiel selbst fühlte sich trotzdem an wie ein Streit, bei dem beide Seiten gleichzeitig reden. In der 51. Minute fiel schließlich das entscheidende Tor. Nevio Garcia, gerade einmal 18 Jahre alt, vollendete den Angriff nach Zuspiel von Ignacio Postiga zum 3:2 für Hajduk Osijek. Garcia hatte bereits in der ersten Hälfte Gefahr ausgestrahlt und bewies nun, dass Jugend im Fußball nicht zwingend mit Geduld verwechselt werden muss. Cakovec stemmte sich gegen das Aus. Jerkovic, Vitorino Peragon, Joao Caneira und Joaquin Sorribas suchten in der Schlussphase den Abschluss. Trainer Pet wechselte Mateo Alvaro, Sorribas und Antonio Garcia ein, doch Osijek verteidigte den knappen Vorsprung mit großer Entschlossenheit. "Wir hatten Chancen, aber am Ende hat uns ein Schritt gefehlt", sagte Jerkovic. "Vielleicht auch zwei. Das macht es leider nicht besser." So blieb es beim 2:3. Hajduk Osijek steht im Pokalfinale, Medimurje Cakovec darf sich mit einer spektakulären, aber bitteren Niederlage trösten. Das ist im Fußball die höfliche Form von: Schön gespielt, leider falsch herum. 09.09.2026 19:58 |
Sprücheklopfer
Ich werde einen Teufel tun und Ewald widersprechen. Der Ewald hat sich ja alles ganz genau notiert.
Felix Magath über eine Spielanalyse von Ewald Lienen