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Nogometna Liga | 9. Spieltag | 19.08.26 | Hajduk Osijek - Medimurje Cakovec 2:1 Am 9. Spieltag der Nogometna Liga setzte sich Hajduk Osijek gegen Medimurje Cakovec mit 2:1 (1:1) durch. Anstoß war um 20.30 Uhr, doch Medimurje brauchte keine Anlaufzeit. In der fünften Minute bediente Christopher Prentiss den aufgerückten Vitorino Peragon - und der Angreifer traf zur frühen Führung. "Wir wollten mutig beginnen", sagte Cakovec-Trainer Rocky Pet später. "Vielleicht waren wir dabei ein bisschen zu überzeugend." Hajduk antwortete mit Wut, Ballbesitz und einer erstaunlichen Bereitschaft, aus fast jeder Lage den Torhüter zu beschäftigen. Gabri Custodio hatte bereits in der ersten Minute Maß genommen, Marino Vrucina prüfte die Gästeabwehr kurz darauf, und Jurica Horvat meldete ebenfalls früh Ansprüche an. Insgesamt kam Osijek auf 13 Torschüsse, Medimurje auf zehn. Ein statistisches Übergewicht, das anfangs allerdings ungefähr so viel Trost spendete wie ein Regenschirm im Sturm. In der 22. Minute war es dann so weit: Horvat legte auf, Custodio vollendete. 1:1. Der linke Mittelfeldspieler hatte zuvor bereits mehrfach angeklopft und fand nun endlich die richtige Klingel. Die Zuschauer feierten, als sei das Spiel schon entschieden. Ein Fan in der Haupttribüne soll seinem Nebenmann zugerufen haben: "Jetzt bitte nicht wieder nervös werden!" Der Nebenmann antwortete angeblich: "Das ist Hajduk. Natürlich werden wir nervös." Das Spiel blieb offen. Medimurje spielte offensiv, mit kurzen Pässen und großer Aggressivität, verzichtete taktisch aber auf aktives Pressing. Osijek hielt dagegen, bevorzugte ein ausgewogenes Passspiel und lauerte auf den Moment, in dem die Gäste die Ordnung verloren. Trainer Tommek Dee ließ seine Mannschaft offensiv ausgerichtet auftreten, ohne die Balance völlig preiszugeben. Das klang auf dem Papier vernünftig und sah auf dem Platz meist auch so aus - bisweilen allerdings wie Vernunft mit leicht erhöhtem Puls. Nach der Pause blieb Cakovec gefährlich. Alexandru Albu schoss in der 51., 64. und weiteren Phasen auf das Tor, während Mirko Jerkovic in der ersten Hälfte gleich mehrfach für Unruhe gesorgt hatte. Zur Stunde der Wechsel schickte Rocky Pet zwischen der 58. und 60. Minute Riley Long, Alexandre Lacazette und Alphonso Davies vom Feld. Ein kompletter Angriff wurde ausgetauscht - die gewünschte Wende blieb dennoch zunächst aus. Osijek drückte weiter. Vrucina schoss in der 67. und 89. Minute, Horvat in der 84. Minute. Genau dort lag schließlich die Entscheidung: Goran Shala bereitete vor, Horvat traf zum 2:1. Kein Zufall, sondern die Belohnung für einen Abend, an dem der 23-Jährige immer wieder den Weg nach vorn gesucht hatte. "Ich dachte kurz, der Ball sei schon weg", sagte Horvat mit einem Grinsen. "Dann war er plötzlich da. Also habe ich ihn genommen." Medimurje warf noch einmal alles nach vorne, sogar Innenverteidiger Antonio Garcia suchte in der 86. Minute den Abschluss. Doch Hajduk verteidigte den Vorsprung. 55,26 Prozent Ballbesitz und eine leicht bessere Zweikampfquote von 51,44 Prozent erzählen die nüchterne Version des Abends. Die schönere lautet: Osijek blieb ruhig, als es darauf ankam. "Wir haben nicht perfekt gespielt", bilanzierte Dee. "Aber perfekt ist meistens nur eine höfliche Umschreibung für langweilig." In Osijek dürfte sich darüber niemand beschweren. Langweilig war dieser 2:1-Sieg nun wirklich nicht. 20.08.2026 14:20 |
Sprücheklopfer
Vielleicht war es mit mir wie mit Helmut Kohl. Dessen Gesicht haben sie ja auch nicht mehr gewollt.
Berti Vogts