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Hainburgs Feuerwerk in Halbzeit eins - Zell am See erlebt eiskalten Abend

An einem frostigen Februarabend verwandelte der FK Hainburg sein Heimstadion in eine Fußballsauna, in der Zell am See schon nach 21 Minuten förmlich verdampfte. 22.502 Zuschauer sahen beim 4:0 (4:0) am 3. Spieltag der 2. Liga Österreich ein Heimteam, das so heiß lief, dass selbst der Linienrichter kurzzeitig den Schneematsch an den Schuhen dampfen sah.

Der Abend begann mit einem Paukenschlag: In der 7. Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Gustav Peters, Hainburgs quirliger Rechtsaußen, nutzte eine butterweiche Flanke von James Beglin, nahm den Ball volley und ließ Zells jungen Keeper Kay Bremer keine Chance. "Ich dachte, der Ball sei zu weit - aber dann kam er perfekt. Da musste ich einfach draufhauen", grinste Peters nach der Partie, als er mit der Spielkugel unter dem Arm Richtung Kabine schlenderte.

Nur zehn Minuten später wiederholte Peters das Kunststück, diesmal nach einer Ecke von Gerard Bettencourt. 2:0. Zell am See wirkte in dieser Phase wie ein Team, das den Spielplan mit der Wetterkarte verwechselt hatte - völlig orientierungslos. Trainer Andreas Swoboida brüllte von der Seitenlinie: "Weiter drauf, die schwimmen!" Und seine Jungs gehorchten.

In der 18. Minute sorgte Lars Merkel mit einem präzisen Schuss von links für das 3:0, vorbereitet von Benjamin Thuringer. Es war eine Szene, die den Gästen endgültig den Schnee aus den Stollen trieb. "Wir wollten kompakt stehen", erklärte Zells Mittelfeldmann Pol Caneira nach dem Spiel, "aber dann stand plötzlich keiner mehr irgendwo."

Den Schlusspunkt der Hainburger Gala setzte Pau Antunes in der 21. Minute. Nach einem schnellen Angriff über rechts legte Iban Valentin klug quer, Antunes nahm Maß und traf flach ins Eck. Vier Tore in 21 Minuten - die Fans sangen schon von der Tabellenspitze, während Zell am See verzweifelt versuchte, den Ball über die Mittellinie zu bringen.

"Das war Fußball in Reinform - zumindest 45 Minuten lang", kommentierte Trainer Swoboida mit einem zufriedenen Grinsen. Tatsächlich war der Rest der Partie eher Verwaltung als Spektakel. Hainburg schaltete zwei Gänge zurück, hielt den Ball, ließ Zell ein bisschen mitspielen - 53,6 Prozent Ballbesitz sprechen eine klare Sprache. Die Gäste mühten sich, kamen aber mit sieben Torschüssen und einer Gelben Karte (Danko Dudic, 16.) über den Status "statistisch anwesend" kaum hinaus.

Zells Coach wollte nach Abpfiff keine großen Worte verlieren. "Wir haben den Start verschlafen", murmelte er, während er mit hochgezogenen Schultern Richtung Bus ging. Ein Reporter rief ihm hinterher, ob er in der Pause umgestellt habe. "Ja, auf Schadensbegrenzung", kam die trockene Antwort.

Die zweite Halbzeit plätscherte dahin wie ein Tauwetterfluss. Hainburg probierte noch ein paar Distanzschüsse - 22 Torschüsse insgesamt -, aber der Ball wollte nicht mehr ins Netz. Vielleicht auch, weil Trainer Swoboida an der Seitenlinie demonstrativ auf die Uhr zeigte: "Ergebnis halten, Jungs!" William Mills holte sich in der 88. Minute noch eine Gelbe Karte, vermutlich um nicht völlig zu frieren.

Nach dem Spiel feierten die Fans ihre Mannschaft ausgelassen. Peters wurde zum Spieler des Abends gewählt - kein Wunder bei zwei Toren und einem Lächeln, das noch vom Flutlicht glänzte. "Ich will nicht übertreiben", sagte er, "aber das hat heute Spaß gemacht. Und Spaß ist ja bekanntlich die beste Taktik."

Taktisch gesehen blieb Hainburg in seiner ausgewogenen Formation, spielte mit sicherem Passspiel und dosiertem Einsatz. Zell am See hielt ebenfalls an einer balancierten Ausrichtung fest, allerdings ohne Pressing - vielleicht, weil man gar nicht nah genug an den Ball kam.

So endete ein Spiel, das in der ersten Halbzeit entschieden und in der zweiten verwaltet wurde. 4:0, klare Sache, keine Diskussion. Wenn Hainburg diesen Schwung behält, könnte der Februar noch sehr warm werden.

Oder wie es ein Fan beim Verlassen des Stadions formulierte: "Das war kein Fußballspiel - das war ein Wintermärchen mit offenem Kamin."

14.07.643990 06:10
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