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Haase-Hattrick lässt Viktoria Kahl jubeln - Höchberg chancenlos im Flutlicht

An einem frostigen Samstagabend in Kahl erlebten 2086 Zuschauer ein Spiel, das von Beginn an keine Fragen offenließ. Viktoria Kahl, angetrieben von einem überragenden Heinz Haase, fegte die Gäste der TG Höchberg mit 3:0 (2:0) vom Platz. Drei Tore, ein Name - und ein Publikum, das sich in der 90. Minute bereits warm klatschte, während die Höchberger Spieler frustriert in die kalte Nacht starrten.

Schon nach vier Minuten zappelte der Ball im Netz. Haase, der 20-jährige Rechtsaußen, nutzte die erste Unachtsamkeit der Gäste und schob eiskalt ein - Vorlage von Jakob Hennig, der sich als Innenverteidiger kurzerhand in die Offensive wagte. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen", stöhnte TG-Schlussmann Martin Vogel später, "aber Haase dachte offenbar schneller als ich blinzeln konnte."

Was danach folgte, war ein Lehrstück in Sachen Offensivdrang. Viktoria Kahl spielte mit breiter Brust und sicherem Kurzpassspiel - 55 Prozent Ballbesitz, 17 Torschüsse - während Höchberg sich auf die seltenen Konterversuche (zwei Torschüsse insgesamt) beschränkte. Trainer Rainer Zufall grinste nach dem Abpfiff: "Ich hab den Jungs gesagt: Wenn ihr schon im Januar spielt, dann sorgt wenigstens für Feuer im Stadion. Das haben sie wörtlich genommen."

In der 43. Minute schlug Haase erneut zu, diesmal nach feiner Vorlage von Björn Löffler. Der rechte Mittelfeldspieler hatte sich mit einem simplen Haken durchgesetzt, flankte präzise - und Haase vollstreckte mit einem trockenen Schuss ins lange Eck. 2:0, und die Höchberger Abwehr wirkte, als hätte sie gerade beschlossen, kollektiv Winterschlaf zu halten.

Im Pauseninterview war Gästecoach (dessen Name der Reporter mangels Eintragungen in den offiziellen Unterlagen schuldig bleibt) sichtlich bemüht, Fassung zu bewahren: "Wir wollten eigentlich kompakt stehen. Aber wenn man Haase so frei laufen lässt, steht man halt kompakt daneben."

Die zweite Halbzeit brachte keine Wende, eher das Gegenteil: Viktoria blieb drückend überlegen, kombinierte sicher durch die Mitte, während Höchberg nur noch reagierte. In der 57. Minute machte Haase seinen Hattrick perfekt - nach schönem Zusammenspiel mit Harald Hase, der über links Tempo aufnahm und mustergültig querlegte. "Wir heißen zwar gleich, sind aber nicht verwandt", witzelte der Doppel-Hase später lachend. "Aber wenn’s so weiterläuft, adoptiert mich Heinz vielleicht sportlich."

Höchberg versuchte es mit frischen Kräften: In der 66. Minute musste der junge Knud Vogt verletzt raus, Martin Körner kam - und sah in der Nachspielzeit Gelb, als er aus purer Frustration den Ball wütend wegdrosch. Erklärungsversuch nach dem Spiel: "Ich wollte eigentlich klären. Aber der Ball wollte halt nicht geklärt werden."

Während die Gäste sich in ihr Schicksal fügten, gönnte sich Kahl den Luxus, das Tempo zu drosseln. Torhüter Klaus Wolf erlebte einen ruhigen Abend - zwei Schüsse auf sein Tor, beide harmlos. Selbst als Höchberg in der 52. Minute durch Joel Beier einen zarten Hauch von Gefahr ausstrahlte, war Wolf zur Stelle.

Die Schlussminuten gehörten dann wieder der Showabteilung: Haase mit einem Fallrückzieherversuch, der mehr nach Zirkusnummer als nach Torabschluss aussah, und Trainer Zufall, der an der Seitenlinie über beide Ohren strahlte. "Das war erwachsen, was die Jungs da gezeigt haben", sagte er, "und ehrlich gesagt: Ich hätte selbst gern so gespielt, als ich noch Haare hatte."

Die Statistik untermauerte das Offensivfeuerwerk: 17:2 Torschüsse, 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe, Ballbesitzvorteil - und drei Tore von einem Spieler, der sich an diesem Abend in die Herzen der Fans schoss.

Höchberg dagegen blieb blass wie der Flutlichtschein auf ihren weißen Trikots. Kein Plan, kein Biss, kein Glück. "Wir müssen das abhaken", seufzte Kapitän Mark Schmid, "und vielleicht einfach mal wieder das Tor treffen. Irgendeins. Notfalls im Training."

Als der Schlusspfiff ertönte, sangen die Kahler Fans im Chor den Namen ihres Matchwinners, während die Höchberger stumm den Rasen verließen. Ein verdienter Sieg für eine Mannschaft, die an diesem Abend wie aus einem Guss wirkte - und für einen Spieler, der wohl noch lange von diesem Hattrick erzählen wird.

Oder, wie Trainer Zufall es trocken formulierte: "Manchmal läuft’s einfach. Und manchmal läuft Haase allen davon."

03.05.643987 13:20
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Das ist klasse, gegen so einen Klassemann wie Olli Kahn so ein lustiges Tor zu machen.
Jan-Aage Fjörtoft
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