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Major League | 20. Spieltag | 31.08.26 | Atlanta Gorillas - Miami Strikers 3:2 Um 20 Uhr begann die Partie - und die Gorillas machten sofort deutlich, dass sie den Namen ihres Vereins nicht nur auf dem Trikot tragen wollten. Bereits nach einer Minute prüfte Callum Reacock das Tor der Gäste, kurz darauf versuchte sich Javier Carvalho. Atlanta spielte offensiv, schoss aus nahezu jeder Lage und trat dabei mit einer Aggressivität auf, die Miami früh ins Grübeln brachte. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir nicht zum höflichen Händeschütteln auf dem Platz sind", sagte Heimtrainerin Anja Meister später. "Das ist uns gelungen - vielleicht ein bisschen zu deutlich." Miami hielt dagegen. Mateja Divic tauchte in der neunten und elften Minute gefährlich auf, Thibault Van Aken sorgte mehrfach für Unruhe. Der 32-jährige rechte Angreifer war an diesem Abend ohnehin kaum zum Sitzen zu bewegen - weder auf dem Platz noch vermutlich später im Mannschaftsbus. In der 25. Minute belohnte sich Van Aken schließlich für seinen Fleiß: Nach Vorarbeit des jungen Michael Almond traf er zum 1:0 für die Strikers. Atlanta ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Meister blieb ihrer offensiven Linie treu, suchte den Abschluss aus allen Winkeln und belagerte das Tor von Ernesto Capucho. In der 40. Minute fiel der Ausgleich: Garritt Knickerbacker vollendete nach Zuspiel von Bram Groot zum 1:1. Miami hatte kaum Zeit, den Spielstand auf der Anzeigetafel zu bewundern, da legte Atlanta nach. Nur eine Minute später brachte Callum Reacock die Gastgeber mit 2:1 in Führung. Miguel Manuel lieferte die Vorarbeit, Reacock den Abschluss - und die Gorillas hatten die Partie innerhalb von 60 Sekunden gedreht. Als wäre das noch nicht genug, erhöhte Kai Haas in der 45. Minute nach Pass von Tomas Baranek auf 3:1. Die Zuschauer feierten, Miami sortierte sich, und irgendwo dürfte ein Gästecoach kurz überlegt haben, ob die Halbzeitpause nicht besser zehn Minuten früher hätte beginnen können. "Nach dem 1:0 haben wir den Faden verloren", räumte Miami-Trainerin Brigitte Klemm ein. "Und dann hat Atlanta den Faden genommen und daraus gleich drei Tore gestrickt." Ganz falsch lag sie damit nicht. Denn kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, schlug Miami zurück. In der 46. Minute verkürzte Ognjen Lomic nach Vorlage von Mattias Ohlson auf 2:3. Plötzlich war die Partie wieder offen. Atlanta blieb zwar gefährlich und kam im weiteren Verlauf immer wieder zu Abschlüssen, doch die Strikers verteidigten sich mit größerem Nachdruck. Luis Jakob sah bereits in der zehnten Minute Gelb, Kay Zimmermann folgte in der 71. Minute - Miami brachte also auch in der Kartenstatistik etwas Farbe ins Spiel. Am Ende standen 16 Torschüsse der Gorillas acht der Strikers gegenüber. Beim Ballbesitz war die Partie dagegen nahezu mathematisch langweilig: Miami kam auf 50,36 Prozent, Atlanta auf 49,64. "Wir hatten nicht mehr den Ball, aber wir hatten offenbar die besseren Ideen, was man damit anstellen kann", meinte Reacock mit einem Grinsen. So blieb es beim 3:2. Atlanta belohnte sich für die größere Durchschlagskraft und den mutigen Auftritt. Miami hingegen zeigte Moral, aber keine ausreichende Ruhe. Oder, wie Brigitte Klemm es formulierte: "Wir waren nah dran. Leider ist nah dran im Fußball ungefähr so wertvoll wie ein Regenschirm im Tornado." 31.08.2026 20:43 |
Sprücheklopfer
Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei