Tuttosport
+++ Sportzeitung für Italien +++

Gela gewinnt in Valenzana: Almeida macht den Unterschied

Serie A | 8. Spieltag | 24.09.26 | Valenzana - Gela 0:1

Es gibt Abende, an denen 27.000 Zuschauer ins Stadion kommen und am Ende trotzdem vor allem eines mit nach Hause nehmen: die Erkenntnis, dass Ballbesitz keine Tore schießt. Valenzana unterlag am Donnerstagabend am 8. Spieltag der Serie A dem Gast aus Gela mit 0:1 (0:1). Tiago Almeida erzielte in der 42. Minute den einzigen Treffer der Partie - und damit genau den einen, auf den es ankam.

Dabei begann Valenzana durchaus offensiv. Trainer Jupp Kaiser hatte seine Mannschaft mit klarer Angriffsabsicht aufs Feld geschickt, allerdings ohne aktives Pressing. Die Hausherren wollten kontrolliert nach vorn spielen, Gela dagegen trat von Beginn an aggressiv auf. Der Gast attackierte konsequenter, gewann etwas mehr Zweikämpfe und vermittelte früh den Eindruck, dass ein freundlicher Begrüßungskaffee zwischen den Linien nicht vorgesehen war.

Die ersten Chancen gehörten Gela. Liam Carlsson prüfte Valenzanas Defensive bereits in der 3. Minute, Sander Van Zandt zog in der 11. Minute nach. Danach meldete sich Valenzana: Liam Latham und Mika Lagerblom kamen zu Abschlüssen, Igor Kvasnak versuchte es ebenfalls. Besonders Ramon Longas sorgte zwischen der 23. und 24. Minute für Unruhe, doch seine beiden Versuche blieben ohne Folgen. Der Ball war also durchaus in der Gegend des Tores - nur offenbar nicht in der Stimmung, hineinzufliegen.

Gela blieb gefährlicher. Tiago Almeida hatte in der 22. Minute bereits angedeutet, was später folgen sollte. In der 34. Minute schaltete sich sogar Außenverteidiger Mattias Lindstrom nach vorn ein, ehe Van Zandt sechs Minuten später erneut abschloss. Valenzana verteidigte nicht schlecht, aber Gela wirkte im entscheidenden Moment wacher.

Dann kam die 42. Minute. Van Zandt bereitete vor, Almeida vollendete zum 1:0. Ein klarer, sauberer Angriff, der Valenzanas Abwehr für einen Augenblick so offen vorfand wie ein Fenster an einem milden Septemberabend. Almeida hatte zuvor bereits zweimal auf das Tor geschossen und nutzte nun seine dritte Gelegenheit. Ein Mittelstürmer, der seine Bewerbung nicht mit Worten, sondern mit dem einzig relevanten Formular einreichte: dem Spielbericht.

"Ich habe auf den Pass gewartet und dann nicht lange nachgedacht", lautete die sinngemäße, nicht wörtlich überlieferte Reaktion Almeidas nach dem Spiel. Gela-Trainer Michael Müller hätte es vermutlich kürzer formuliert: Ball gewinnen, Ball spielen, Tor. Fußball kann gelegentlich von erfrischender Einfachheit sein.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich Valenzana um den Ausgleich. Lagerblom schoss in der 54. Minute, Longas versuchte es in der 62. Minute erneut. Doch Gela stand kompakt und verteidigte den Vorsprung mit wachsender Entschlossenheit. In der 45. Minute war Fritz Eschkol für David Martin gekommen, später ersetzte Vicente Peyroteo den verwarnten Lindstrom. Kurz vor Schluss durfte Alejandro Cascon noch für Carlsson auf den Platz.

Valenzanas ohnehin schwierige Aufgabe wurde in der 79. Minute noch komplizierter: Gunborg Bjorklund sah die Rote Karte. Damit war der Abend endgültig einer jener Tage, an denen man sich auf der Heimfahrt besser nicht mit dem Thema Chancenverwertung beschäftigt. Mika Lagerblom hatte zuvor in der 75. Minute Gelb gesehen.

Die Zahlen bestätigen Gelas leichten Vorteil: zehn Torschüsse für die Gäste gegenüber acht für Valenzana, 51,5 Prozent Ballbesitz gegenüber 48,5 Prozent. Auch bei den Zweikämpfen lag Gela knapp vorn. In der Schlussphase erhöhte Müller das Pressing, während seine Mannschaft mit vollem Einsatz verteidigte. Van Zandt hatte in der 91. Minute sogar noch die Möglichkeit, den Deckel endgültig auf die Partie zu setzen.

Er blieb drauf, auch so. Gela gewinnt 1:0 - und Valenzana bleibt die bittere Erkenntnis, dass ein engagierter Abend ohne Tor ungefähr so wertvoll ist wie ein Regenschirm in der Kabine: irgendwie vorhanden, aber draußen leider nutzlos.

24.09.2026 21:55
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ich werde nicht akzeptieren, dass gesagt wird: Die Mannschaft ist ein Scheißhaufen. So einfach ist es nicht. Logisch sind wir ein Scheißhaufen. Aber das ist nicht der einzige Punkt.
Christian Ziege nach der EURO 2000 über die deutsche Nationalmannschaft
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager