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Ekstraklasa | 18. Spieltag | 29.08.26 | BKS Gdansk - FC Warschau 2:2 Vor 32.552 Zuschauern trennten sich BKS Gdansk und der FC Warschau 2:2 (1:1). Ein Ergebnis, das den Spielverlauf treffend zusammenfasst: keiner überragte dauerhaft, keiner gab nach, und beide Abwehrreihen schienen zeitweise der Ansicht zu sein, Spannung sei wichtiger als Ordnung. Schon nach einer Minute prüfte Gdansks Jerzy Klose den Warschauer Torhüter Ramon Alcantara. Die Gäste antworteten vier Minuten später durch Raphael Haupt. Das Spiel war kaum sortiert, da war bereits klar: Hier würde niemand freiwillig den gemütlichen Verwaltungsmodus einschalten. BKS Gdansk trat unter Trainer Mike Matt offensiv auf, mit ausgewogenem Angriffsspiel und der bemerkenswerten Bereitschaft, auch aus weniger komfortablen Lagen abzuziehen. "Wir wollten mutig sein", sagte Matt später. "Vielleicht waren wir an ein paar Stellen mutiger, als mein Blutdruck es gebraucht hätte." Die Heimelf spielte aggressiv, aber ohne aktives Pressing. Das wirkte manchmal wie ein sorgfältig geplanter Widerspruch - und manchmal genau wie einer. In der 26. Minute belohnte sich Gdansk für den Vorwärtsdrang. Nach Vorlage von Jerzy Klose traf der erst 19-jährige zentrale Mittelfeldspieler Dawid Spizak zum 1:0. Spizak hatte bereits kurz zuvor selbst aufs Tor geschossen und blieb nach seinem Treffer erstaunlich gelassen. "Ich habe den Ball gesehen und gedacht: Warum eigentlich nicht?", soll der junge Torschütze gesagt haben. Eine Haltung, die im Fußball gelegentlich zu Toren führt und gelegentlich zu sehr langen Erklärungen beim Trainer. FC Warschau ließ sich nicht beeindrucken. Die Gäste hatten mit 53,2 Prozent etwas mehr Ballbesitz und kamen insgesamt auf 14 Torschüsse, zwei mehr als Gdansk. Kurz vor der Pause schlug Raphael Haupt zu: In der 43. Minute stellte er nach Zuspiel von Manuel Costinha auf 1:1. Haupt war zuvor bereits mehrfach gefährlich aufgetaucht - offenbar mit dem festen Vorsatz, nicht nur statistisch auf dem Spielbericht zu stehen. "Wir hatten die Partie eigentlich unter Kontrolle", murmelte ein Gdansker Fan auf der Tribüne, während der Ball nach dem Ausgleich wieder am Mittelkreis lag. "Das sagen sie immer, bevor es kompliziert wird." Er sollte recht behalten. Denn kurz nach Wiederbeginn drehte Warschau die Partie. Georg Thiele traf in der 52. Minute, Stefano Repetto lieferte die Vorlage. Gdansk war nun gefordert und reagierte nicht mit feinem Abwarten, sondern mit der im taktischen Plan vorgesehenen Offensive. Acht Minuten später erzielte Daniel Wojciechowski den Ausgleich zum 2:2. Wladimir Jelen bereitete vor. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Warschau suchte mit kontrolliertem Passspiel und ausgesuchten Abschlüssen die Lücke, Gdansk blieb offensiv und schoss weiter aus allen möglichen Winkeln. Die Zweikampfquote sprach knapp für die Gäste: 51,6 Prozent gegenüber 48,4 Prozent bei BKS. Der Unterschied war klein - ungefähr so groß wie die Geduld der Trainer in der Schlussphase. In den letzten Minuten wurde jeder Angriff zum kleinen Drama. Taylor Benett prüfte Gdansk mehrfach, auf der anderen Seite blieb Klose gefährlich. "Ich dachte kurz, der Ball sei schon draußen", sagte Matt mit einem müden Lachen. "Dann kam er zurück. Wie dieses Spiel." So blieb es beim 2:2. Kein Sieger, aber vier Torschützen, 26 Torschüsse und ein Abend, an dem selbst ein Unentschieden genügend Stoff für Diskussionen lieferte. In Gdansk wird man sich vermutlich trotzdem fragen, ob da nicht mehr drin gewesen wäre. In Warschau vermutlich auch. Der Fußball, zuverlässig unhöflich, gab beiden recht. 29.08.2026 21:19 |
Sprücheklopfer
Schalke hat das Mittelfeld schnell überbrückt, mit schnellen, äh, Mittelfeldspielern.
Berti Vogts