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First Division | 32. Spieltag | 12.09.26 | Wexford Warriors - Galway Tribesmen 0:2 Schon in den ersten Minuten war klar, in welche Richtung dieser Abend laufen würde. Galway setzte sich fest, spielte mit 57,04 Prozent Ballbesitz und schickte die Wexforder Abwehr früh auf eine unfreiwillige Fitnessreise. Marnix Devenpeck und Janos Eisenhoffer eröffneten das Schussfestival, William Ireland und Mateo Bosingwa reihten sich ein. Nach 16 Minuten wagte Wolfgang Müller den ersten und einzigen Torschuss der Warriors. Ein mutiger Versuch - und zugleich der statistische Beweis, dass Wexford zumindest anwesend war. "Wir müssen ruhig bleiben", rief ein Wexforder Zuschauer seinem Nebenmann zu. "Wir haben immerhin noch 74 Minuten." Der Nebenmann soll darauf geantwortet haben: "Wenn Galway so weitermacht, eher 74 Sekunden." Die Szene ist nicht verbürgt, beschreibt die Stimmung aber erstaunlich gut. Galway blieb seiner Linie treu: offensiv, ausgewogen im Aufbau, mit sicheren Abschlüssen statt blindem Dauerfeuer. Pressing war dabei nicht nötig - der Ball war ohnehin meistens bei den Tribesmen. Janos Eisenhoffer prüfte die Wexforder Defensive wieder und wieder, während Marnix Devenpeck auf der rechten Seite für Unruhe sorgte. Die Warriors hielten mit 42,96 Prozent Ballbesitz dagegen, fanden aber kaum Wege aus der eigenen Hälfte. In der 34. Minute sah Wexfords Matthew McGrath die Gelbe Karte. Zwei Minuten später hätte mancher auf der Tribüne vermutlich gern auch dem Spiel eine Verwarnung gezeigt - wegen übermäßiger Einseitigkeit. Doch dann fiel endlich das Tor: In der 39. Minute traf William Ireland zur 1:0-Führung für Galway. Der rechte Mittelfeldspieler belohnte damit eine erste Halbzeit, in der die Gäste 13 Torschüsse verbuchten, während Wexford bei einem blieb. "Wir haben Chancen kreiert und geduldig gespielt", hätte Galway-Trainer Andreas Godejohann nach dem Abpfiff wohl sagen können. Tatsächlich ist von ihm kein wörtliches Statement überliefert - die Analyse drängte sich allerdings förmlich auf. Sein Team hatte das Geschehen jederzeit im Griff, ohne hektisch zu werden. Die taktische Vorgabe blieb auch nach der Pause unverändert: offensiv, ausgewogen, kontrolliert. Man könnte sagen: Galway spielte Fußball, Wexford führte eine längere Auseinandersetzung mit dem eigenen Strafraum. Der zweite Treffer fiel in der 54. Minute. Rutger Devenpeck, Mittelstürmer und bereits zuvor mehrfach auffällig, erhöhte auf 2:0. Danach hätte Galway den Abend problemlos weiter verschärfen können. Janos Eisenhoffer schoss in der zweiten Halbzeit mehrfach auf das Tor, Marnix Devenpeck legte nach, Rutger Devenpeck blieb gefährlich. Insgesamt kamen die Gäste auf 21 Torschüsse - gegenüber einem der Gastgeber. Selbst die Stadionstatistik schien irgendwann Mitleid mit Wexford zu bekommen. Die Warriors kämpften, doch der Ball wollte nicht in gefährliche Zonen. Galway gewann zudem 58,82 Prozent der Zweikämpfe und ließ kaum Hoffnung auf eine späte Aufholjagd entstehen. Torhüter Torsten Köhler verbrachte einen vergleichsweise ruhigen Abend, während sein Gegenüber Damir Denic deutlich mehr Beschäftigung bekam. So blieb es beim 0:2 (0:1). Galway nimmt drei Punkte mit nach Hause, Wexford immerhin die Erkenntnis, dass Ballbesitz nicht zwingend nötig ist - solange der Gegner ihn fast vollständig besitzt. Für einen Heimsieg wäre allerdings ein zweiter Torschuss vermutlich hilfreich gewesen. 12.09.2026 22:48 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler