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Gala Fairydean dreht das Spiel gegen Selkirk in zwei Minuten

Scottish Premiership | 34. Spieltag | 08.08.26 | Gala Fairydean - Selkirk Athletic 2:1

16.000 Zuschauer, sieben Torschüsse und ein Comeback mit schottischem Wettercharme: Gala Fairydean hat am 34. Spieltag der Scottish Premiership Selkirk Athletic mit 2:1 (1:1) besiegt. Es war ein Abend, an dem die Gäste mehr Ballbesitz und doppelt so viele Abschlüsse hatten - aber am Ende trotzdem mit leeren Händen dastanden. Fußball kann manchmal ein ausgesprochen schlechter Mathematiklehrer sein.

Um 20.30 Uhr begann die Partie mit reichlich Betrieb auf beiden Seiten. Gala Fairydean versuchte, ausgewogen aufzubauen und nicht jede Situation in einen Notfall zu verwandeln. Selkirk hingegen suchte sein Glück über die Flügel, spielte kurze Pässe und ging robust zu Werke. "Wir wollten sie von außen knacken", soll Selkirks Trainer Jan Moese vor dem Spiel gesagt haben. Das klang zunächst nach einem Plan. Später eher nach einer höflichen Beschreibung dessen, was ohnehin alle gesehen hatten.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Diego Arroyo und Claudiu Stoica prüften die Defensive früh, Juanito Coelho schaltete sich ebenfalls gefährlich ein. Gala antwortete mit Abschlüssen von Alain Leclair, Luke MacKintosh und Kay Alex. Besonders MacKintosh wirkte, als hätte er beschlossen, dem gegnerischen Torwart den Abend persönlich unangenehm zu machen. Noch blieb es jedoch beim höflichen Abtasten - höflich zumindest nach Fußballmaßstäben.

Selkirk war im ersten Durchgang die aktivere Mannschaft und kam insgesamt zu 14 Torschüssen. Gala brachte es im gesamten Spiel auf sieben. Auch beim Ballbesitz hatten die Gäste die Nase vorn: 54,13 Prozent gegenüber 45,87 Prozent. Doch Ballbesitz ist bekanntlich kein Treuebonus. In der 39. Minute schlug Selkirk daraus Kapital. Samuel MacLaren legte für Marc Piccard auf, der zum 1:0 traf. Piccard hatte zuvor bereits zweimal den Abschluss gesucht - beim dritten Versuch war er dann nicht mehr zu überreden.

Die Führung hielt gerade einmal zwei Minuten. In der 41. Minute fand Ryan Davidson Luke MacKintosh, und der 21-Jährige nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich. 1:1. "Ich dachte kurz, wir hätten den Ball schon verloren", sagte MacKintosh später mit einem Grinsen. "Dann war er plötzlich bei mir. Das war natürlich die bessere Variante." Die 16.000 Zuschauer nahmen den Treffer dankbar an. In Schottland wird schließlich nicht jede Minute mit Sonnenschein verschwendet.

Nach der Pause blieb Selkirk zunächst druckvoll. Kacper Willimowski und Alexander Moffat suchten den Abschluss, Stoica und Arroyo tauchten ebenfalls gefährlich auf. Gala hielt dagegen, ohne seine Grundordnung aufzugeben. Und dann kam die 51. Minute: Dominik Gancarczyk bereitete vor, Anatoli Aldonin schloss ab - 2:1 für die Gastgeber.

Selkirk erhöhte in der Schlussphase den Einsatz. Trainer Moese wechselte zur Halbzeit gleich dreimal, unter anderem Fabrizio Chiaravalle für Riley Cawdor im Tor sowie Moffat für Coelho. Später ging Gala-Verteidiger Benjamin Armstrong verletzt vom Feld; Alex Antunes kam für ihn. Die Gäste drängten weiter, doch Joao Costinha, Arroyo und MacLaren fanden kein Rezept gegen die nun tief stehenden Gastgeber.

"Wir hatten mehr vom Spiel, aber Gala hatte die besseren Momente", räumte Moese angeblich ein. Das ist eine dieser Aussagen, die im Fußball so oft fallen, dass man sie fast auf den Kabinenboden drucken könnte. Gala Fairydean verteidigte den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und gewann ein Spiel, das Selkirk nach Zahlen durchaus hätte gewinnen können. Nach Toren allerdings war die Rechnung eindeutig: 2:1 - und drei Punkte für Gala.

08.08.2026 22:30
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Was soll ich mit den Spielern reden, ich bin doch kein Pfarrer.
Werner Lorant
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