Anpfiff
+++ Sportzeitung für Deutschland +++

Fritsch trifft früh - Weiler ringt den Hamburger SC nieder

Weiler im Allgäu, 24. März 2026 - Es war ein Fußballabend, wie ihn die 15 861 Zuschauer im kleinen Stadion von Weiler so schnell nicht vergessen werden. Noch nicht einmal richtig Platz genommen, da zappelte der Ball schon im Netz: Jannick Fritsch, 22 Jahre jung, Mittelstürmer mit der Unbekümmertheit eines Dorfjungen und dem Torriecher eines alten Hasen, traf in der ersten Minute - ja, wirklich in der ersten! - zum 1:0. Und dieses 1:0 sollte am Ende reichen.

"Ich dachte ehrlich, der Schiedsrichter pfeift noch gar nicht an", grinste Trainer Mino Raiola nach dem Spiel. "Aber Jannick hat das wohl anders gesehen." Fritsch selbst erklärte den Blitzstart mit einer Mischung aus Instinkt und Improvisation: "Michel (Hierro) hat den Ball einfach reingechippt, und ich dachte: Warum nicht gleich mal draufhalten?" Gesagt, getan - und schon stand es 1:0.

Der Hamburger SC, angereist mit einem halben Dutzend Teenager im Kader, wirkte in den ersten Minuten so verdutzt wie ein Fisch auf dem Trockenen. Coach Bernd Happel schüttelte später den Kopf: "So früh hinten, das war nicht im Plan. Wir wollten eigentlich erstmal Ordnung reinbringen." Ordnung ja, aber kein Durchkommen: Weiler spielte weiter forsch, 21 Torschüsse insgesamt, und hätte schon zur Pause höher führen können.

Nick Scherer prüfte den Hamburger Keeper Maximilian Miller aus 20 Metern (2.), Michael Siebert donnerte den Ball knapp über die Latte (3.), und Robin Born zirkelte gleich zweimal gefährlich aufs Tor (5., 39.). "Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen", seufzte Miller später - und das bei fünf eigenen Torschüssen seiner Mannschaft im ganzen Spiel.

Dabei hatten die Gäste gar nicht weniger Ballbesitz (51,7 %), aber sie wussten wenig damit anzufangen. Filippo Villa versuchte es in der 22. Minute mit einem beherzten Schuss - der erste und letzte wirklich gefährliche Versuch der Hanseaten in Halbzeit eins. Danach war Weiler wieder am Drücker.

Kurz vor der Pause wurde es kurios: Nach einem Foul an der Mittellinie beschwerte sich Hamburgs Ashton Stokes so heftig, dass er Gelb sah (50.). Fünf Minuten später war er dann Geschichte - Happel wechselte ihn zusammen mit zwei weiteren Spielern aus. "Ich wollte frischen Wind, keine heiße Luft", kommentierte der Trainer trocken. Stattdessen kam der 17-jährige Salvador Duran, der immerhin einen Schuss aufs Tor brachte (33.) und damit mehr Gefahr ausstrahlte als so mancher Routinier.

Nach dem Seitenwechsel blieb Weiler die aktivere Mannschaft. Scherer holte sich zwar in der 85. Minute noch Gelb ab ("Ich wollte doch nur den Ball zurückholen", sagte er mit einem Augenzwinkern), aber das änderte nichts am Bild: Die Hausherren drückten, Hamburg verteidigte. "Wir wollten das 2:0, aber das Tor hatte wohl Pause", flachste Fritsch nach Abpfiff.

In der 60. Minute brachte Raiola frische Kräfte: Foerster und Linke kamen für Born und Siebert, Ungureanu ersetzte den ausgepowerten Todorow in der Innenverteidigung. Die Wechsel fügten sich nahtlos ein, das Pressing blieb hoch, das Publikum begeistert. "Das war wie ein Heimspiel in der Champions League - nur mit Kässpatzen statt Champagner", scherzte ein Fan auf der Tribüne.

Hamburgs Offensivversuche in der Schlussphase wirkten dagegen eher wie höfliche Anfragen an die Allgäuer Abwehr. Delap (41.) und Lauer (52.) prüften Weilers jungen Keeper Hanns Peter - der 17-Jährige parierte souverän und feierte nach dem Schlusspfiff ausgelassen. "Mein erstes Zu-Null-Spiel in der Liga!", jubelte er, während Raiola ihm anerkennend auf die Schulter klopfte.

Statistisch gesehen hätte Weiler den Sack längst zumachen müssen: 21 Schüsse aufs Tor gegen nur 5 der Gäste, dazu 55 % gewonnene Zweikämpfe. Doch am Ende blieb es beim knappen, aber verdienten 1:0.

"Wir haben gezeigt, dass man mit Herz und Mut mehr erreichen kann als mit Ballbesitz allein", resümierte Raiola. Happel hingegen suchte Trost in der Weitsicht: "Unsere Jungs sind jung. Wenn sie mal alt genug sind, um in Weiler Bier zu bestellen, gewinnen sie vielleicht auch hier."

So endete ein Abend, der für die Gastgeber nach Traumstart zur Zitterpartie wurde, für die Gäste zur Lehrstunde - und für die Zuschauer zur Erinnerung daran, dass Fußball eben manchmal schon nach 60 Sekunden entschieden ist.

Und irgendwo in den Allgäuer Bergen wird man noch lange erzählen: Damals, als Fritsch in der ersten Minute traf - und Weiler die Hamburger auf die Alm schickte.

12.02.643994 02:33
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
Lothar Matthäus im Pokalhalbfinale Bayern gegen Rostock zu Christian Brand:
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager