Diarios de Futbol
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Franja Danubio überrumpelt Potosi - Frühe Tore entscheiden die Partie

26220 Zuschauer im Estadio de Potosi sahen am Freitagabend ein Fußballspiel, das in den ersten zehn Minuten mehr Drama bot als manch anderer in 90. Nach gerade einmal 120 Sekunden zappelte der Ball erstmals im Netz - und die Hausherren wussten gar nicht, wie ihnen geschah.

Leandro Moreno, eigentlich linker Verteidiger bei Franja Danubio und sonst eher selten in der Torschützenliste zu finden, nutzte die erste Unsicherheit in Potosis Abwehr eiskalt. Nach einem scharfen Pass von Freddie Johnstone rauschte er in den Strafraum, grätschte hinein und traf - nicht gerade elegant, aber wirkungsvoll. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Moreno später lachend zu, "aber wenn der Ball so reinfällt, nehme ich das natürlich mit."

Noch bevor die Heimfans ihre Sitzplätze wiedergefunden hatten, legten die Gäste nach. In der sechsten Minute traf Reece Chamberlain, diesmal nach Vorarbeit von - natürlich - Moreno. Der Engländer, bekannt für sein Temperament, riss die Arme hoch und brüllte etwas in Richtung der Haupttribüne, das man freundlich als "leidenschaftlich" bezeichnen kann. Franja Danubio führte 2:0, und FC Potosi stand unter Schock.

Doch die Antwort kam prompt. In der zehnten Minute zeigte Petar Kostadinow, warum er trotz seiner 35 Jahre immer noch Kapitän und Herz des Teams ist. Nach einem schnellen Vorstoß über den rechten Flügel legte Davorin Maric quer, und Kostadinow vollendete trocken ins linke Eck. 1:2 - und plötzlich war wieder Leben in der Bude. "Da haben wir kurz geglaubt, die Maschine läuft jetzt an", seufzte Trainerin Tina Detter später. "Leider blieb’s beim Anlaufen."

Denn trotz engagierter Versuche - acht Torschüsse, knapp 47 Prozent Ballbesitz, und eine Gelbe Karte für Innenverteidiger Diego Mocana (der sie mit einem Schulterzucken quittierte) - wollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Besonders in der zweiten Halbzeit wirkte Potosi bemüht, aber ideenlos. Ein Schuss von Hermann Böhm in der 55. Minute rauschte knapp über das Tor, während Davorin Maric in der 80. Minute noch einmal die Latte streifte.

Franja Danubio dagegen spielte clever. Coach Diego Cristilli hatte seine Elf von Beginn an offensiv eingestellt, aber mit "starker Aggressivität" - und das merkte man. Die Gäste pressten früh, gewannen 51 Prozent der Zweikämpfe, und wenn sie nicht am Ball waren, störten sie konsequent. "Unsere Devise war einfach: Wenn wir den Ball nicht haben, holen wir ihn uns", sagte Cristilli trocken in der Pressekonferenz.

Die zweite Halbzeit verlief weit weniger spektakulär als die erste. Chamberlain hätte in der 49. Minute beinahe das 3:1 erzielt, scheiterte aber an Torhüter Georg Gudmundsson, der mit einer Katzenreflex-Parade glänzte. Der Keeper brüllte danach seine Abwehr zusammen: "Macht wenigstens so, als würdet ihr verteidigen!" - was ihm einen amüsierten Blick von Trainerin Detter einbrachte.

Taktisch blieb Potosi bis zum Schluss offensiv, fast trotzig. Immer wieder versuchten sie, über die Flügel zu kommen, doch Franja Danubio stellte klug zu und lauerte auf Konter. Cristobal Garcez prüfte in der 63. Minute noch einmal Gudmundsson, und in der 77. Minute zog Rechtsverteidiger Gudbrand Mogensen aus 25 Metern ab - der Ball zischte haarscharf vorbei.

Am Ende blieb es beim 1:2, ein Ergebnis, das sich bereits nach den ersten zehn Minuten abgezeichnet hatte. Franja Danubio zeigte, dass Fußball nicht immer schön, aber effektiv sein kann. FC Potosi hingegen dürfte sich fragen, warum man nach dem frühen Rückstand zwar aufwachte, aber nie wirklich durchzog.

"Wir waren mutig, aber nicht konsequent", fasste Petar Kostadinow selbstkritisch zusammen. "Manchmal ist Fußball eben wie ein schlechter Witz - du lachst, obwohl dir gar nicht danach ist."

Für Franja Danubio war es der erste Auswärtssieg der Saison, und die Spieler feierten ausgelassen vor dem Gästeblock. "Ein perfekter Abend", grinste Chamberlain. "Zwei Tore, kein Gegentor von mir - was will man mehr?" (Dass er selbst eines kassiert hatte, schien er in diesem Moment vergessen zu haben.)

Trainerin Tina Detter nahm die Niederlage sportlich. "Wir haben Charakter gezeigt, aber Charakter gewinnt keine Punkte", sagte sie und verschwand kopfschüttelnd in den Katakomben.

Ein Spiel, das mit einem Donnerschlag begann und dann gemächlich auslief - so könnte man es zusammenfassen. Der Unterschied: Franja Danubio hatte den Blitz gezündet, und Potosi stand im Regen.

21.04.643987 12:51
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Weisweiler und Happel sind tot, Hitzfeld ist bei den Bayern. RWO hat den besten Trainer, den man kriegen kann.
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