Jornal do Brasil
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Flamengo und Indio teilen sich die Punkte - und die Nerven

Serie A | 30. Spieltag | 10.09.26 | CF Flamengo - Indio de Manaus 1:1

63139 Zuschauer, zwei Tore, neun Torschüsse pro Mannschaft und am Ende ein Ergebnis, mit dem niemand so recht glücklich, aber auch niemand völlig unzufrieden war: CF Flamengo und Indio de Manaus trennten sich am 30. Spieltag der Serie A mit 1:1 (0:1). Ein Abend, an dem der Ball viel unterwegs war - nur der Sieg wollte offenbar lieber zu Hause bleiben.

Flamengo begann im eigenen Stadion mit der Haltung einer Mannschaft, die sich vorgenommen hatte, offensiv aufzutreten und die Angelegenheit möglichst früh zu klären. Bereits in der ersten Minute prüfte Lovre Jurcevic den Gästetorwart Jorge Calvente, zwei Minuten später versuchte es Innenverteidiger Nebojsa Rakic. Es war ein engagierter Beginn der Gastgeber, allerdings einer mit dem Charme eines sehr motivierten Staubsaugers: viel Bewegung, noch kein greifbares Ergebnis.

Indio de Manaus brauchte dagegen kaum Anlauf. In der siebten Minute setzte Brandon Hunt ein Ausrufezeichen. Nach Vorarbeit von Joseph Wendt traf der 24-jährige zentrale Mittelfeldspieler zur Führung für die Gäste. Hunt hatte zuvor bereits einen Schuss abgegeben - offenbar war der erste Versuch nur die höfliche Ankündigung gewesen. Der zweite landete im Tor.

"Wir wollten Flamengo mit langen Bällen überraschen", sagte Trainer Karel Aschenberger später. "Dass Brandon gleich so genau hinsieht, war natürlich hilfreich." Seine Mannschaft spielte zunächst aus einer ausgewogenen Ordnung heraus, lauerte auf Konter und schoss, dem taktischen Motto entsprechend, notfalls auch einmal aus weniger komfortabler Entfernung. Bei Indio war die Geduld ungefähr so ausgeprägt wie die Lust auf einen gepflegten Verwaltungsfußball.

Flamengo drängte, ohne das Spiel vollständig an sich zu reißen. Die Ballbesitzwerte waren nahezu ausgeglichen: 50,2 Prozent für die Gastgeber, 49,8 für die Gäste. Auch bei den Torschüssen herrschte Gleichstand - beide Teams kamen auf neun. Zbigniew Dudka, Adem Martin und Martin Pudil sorgten aufseiten der Gäste für Gefahr, während Jurcevic, Aki Ukkonen und Fernando Coelho Flamengo immer wieder in Richtung Tor schickten. Das Spiel war offen, intensiv und bisweilen so ausgeglichen, dass selbst die Statistik vermutlich kurz überlegte, ob sie nicht einfach 50:50 schreiben sollte.

Zur Pause reagierte Dino Ma und brachte Tamas Fekete für Ukkonen. Flamengo blieb offensiv ausgerichtet, verlagerte seine Angriffe nun stärker über die Flügel. Der Wechsel zahlte sich aus - allerdings nicht unmittelbar durch Fekete, sondern durch Pedro Veloso. In der 59. Minute bediente Nelio Caneira den rechten Mittelfeldspieler, der zum 1:1 traf. Veloso hatte zuvor bereits einen Versuch abgegeben. Beim zweiten Anlauf war die Zielgenauigkeit deutlich besser.

"Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel gewollt und dabei zu wenig bekommen", erklärte Ma. "Nach der Pause waren wir ruhiger. Also zumindest phasenweise." Kurz nach dem Ausgleich sah Flamengos Frederic Marchand in der 62. Minute die Gelbe Karte. Die Zweikämpfe blieben intensiv, die Gäste waren mit einer Tackling-Quote von 50,6 Prozent sogar leicht erfolgreicher als Flamengo.

In der Schlussphase erhöhte Flamengo den Druck. Trainer Ma ließ seine Mannschaft nun aktiver pressen, während Indio de Manaus tiefer stand und auf Konter wartete. Lucas Ocampos und Ferenc Radoki hatten noch Möglichkeiten für die Gäste, auf der anderen Seite prüften Jurcevic und Fekete Calvente in der Nachspielzeit. Doch der entscheidende Treffer blieb aus.

"Ein Punkt ist besser als keiner", sagte Aschenberger. "Aber zwei Punkte wären heute auch nicht schlecht gewesen." Eine bemerkenswert unbestrittene Analyse.

So blieb es beim 1:1. Flamengo zeigte Moral, Indio de Manaus Effizienz - und beide Mannschaften bewiesen, dass neun Torschüsse durchaus für Spannung reichen, aber nicht zwingend für einen Sieger. Die 63139 Zuschauer gingen schließlich mit dem Gefühl nach Hause, einen unterhaltsamen Abend erlebt zu haben. Nur die drei Punkte fehlten. Die hatten offenbar andere Pläne.

10.09.2026 20:44
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Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Ich meinte: ein Quartett.
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