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Serie A | 33. Spieltag | 13.09.26 | CF Porto Alegre - CF Flamengo 1:2 Dabei begann Flamengo, als hätte Trainer Dino Ma den Spielern persönlich den Turbo eingebaut. Offensiv, über die Flügel, mit kräftigem Körpereinsatz: So lautete der Plan. Nach sechs Minuten prüfte Caio Eusebio erstmals die Aufmerksamkeit der Porto-Alegre-Abwehr, danach folgten Mathias Gulbrandsen und Marko Vuk. Letzterer war in der 17. Minute nicht nur auffällig, sondern erfolgreich. Nach Vorarbeit von Jitzchak Tal traf Vuk zur Führung. Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt bereits vier Torschüsse abgegeben - Porto Alegre wirkte, als müsse es zunächst noch die Gebrauchsanweisung für den eigenen Abend finden. Doch die Hausherren antworteten mit dem bewährten Rezept: Ball gewinnen, schnell umschalten, Erik Voigt suchen. Der Mittelstürmer hatte offenbar beschlossen, den gegnerischen Torwart persönlich kennenzulernen. In der 23. Minute zahlte sich der Aufwand aus. Nach Zuspiel von Ulf Lindblom erzielte Voigt den Ausgleich. Nur eine Minute später versuchte er es erneut, als wolle er sicherstellen, dass niemand den ersten Treffer für ein Versehen hielt. "Wir wollten nicht lange philosophieren, sondern den Ball nach vorne bringen", sagte Voigt später sinngemäß und mit jener Mischung aus Ernst und Erleichterung, die Stürmer nach einem Tor gewöhnlich an den Tag legen. Trainer Jürgen Mattes dürfte das gefallen haben. Seine Mannschaft spielte offensiv und lauerte auf Konter, ließ Flamengo aber immer wieder gefährlich werden. Denn gefährlich wurden die Gäste reichlich. Insgesamt kam Flamengo auf 16 Torschüsse, Porto Alegre auf zwölf. Das Heimteam hatte zwar etwas mehr Ballbesitz - 51,3 Prozent gegenüber 48,7 -, doch der Ballbesitz blieb an diesem Abend ein eher höflicher Begleiter. Er war da, half aber nicht entscheidend weiter. Kurz nach Wiederbeginn schlug Flamengo erneut zu. In der 50. Minute traf Domingo Moutinho nach Vorlage von Cesar Poncela zur erneuten Führung. Die Szene war der emotionale Tiefpunkt für Porto Alegre und der Moment, in dem die Gäste ihre ohnehin robuste Gangart endgültig mit Selbstvertrauen würzten. Poncela sah später Gelb, ebenso wie Awigdor Ajalon und Fernando Coelho. Flamengo sammelte damit drei Verwarnungen - offenbar wollte man nicht nur spielerisch, sondern auch bürokratisch Eindruck hinterlassen. Porto Alegre bemühte sich um die Antwort. Adam Cochran suchte mehrfach den Abschluss, Voigt blieb gefährlich, und in der 73. Minute bekam der Gastgeber noch einmal die Gelegenheit, das Drehbuch umzuschreiben. Doch Flamengo verteidigte die Führung mit zunehmendem Einsatz. In der Schlussphase stellten beide Trainer um: Porto Alegre brachte unter anderem Carl Mendes und Julian Conceicao, Flamengo wechselte ebenfalls mehrfach und versuchte, die letzten Minuten möglichst ohne Herzstillstand zu überstehen. "Wir mussten am Ende leiden, aber Leiden gehört manchmal zum Auswärtssieg wie der Kaffee zum Mannschaftsbus", ließ Dino Ma sinngemäß verlauten. Mattes blieb nach der Partie entsprechend nüchterner: "Wir hatten den Ball und Chancen, aber Flamengo hatte die entscheidenden Momente." Das ist die sachliche Kurzfassung. Die emotionale lautet: Porto Alegre spielte mit, Flamengo traf besser - und nahm drei Punkte mit. Der Ballbesitz darf sich derweil über 51,3 Prozent freuen. Punkte gibt es dafür leider weiterhin nicht. 14.09.2026 01:22 |
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