// Startseite
| Jamaica News Bulletin |
| +++ Sportzeitung für Jamaica +++ |
|
|
|
Premier League | 22. Spieltag | 02.09.26 | Kingston Blues - Fire-House FC 2:3 Dabei begann der Abend im Stadion der Blues durchaus vielversprechend. Beide Mannschaften gingen offensiv zu Werke, wobei Kingston auf ausgewogenes Spiel setzte, während Fire-House zunächst vor allem auf Konter lauerte. Nach drei Minuten prüfte Benjamin Itzhaki erstmals die Gastgeber, kurz darauf antwortete James Lorring. Ein Zuschauer in der ersten Reihe soll da bereits gesagt haben: "Das wird heute nichts für Menschen mit schwachem Puls." Er behielt recht. Fire-House wurde in der Anfangsphase gefährlicher. Pierre Hamlin schoss mehrfach auf das Tor, Lewis Dunn mischte sich ebenfalls ein, und Kingston bekam nur selten Gelegenheit, in Ruhe Luft zu holen. In der 27. Minute war es dann so weit: Itzhaki traf zur Führung für die Gäste. Der zentrale Mittelfeldspieler hatte zuvor schon mehrfach angeklopft - irgendwann macht selbst eine verschlossene Tür auf. Die Blues ließen sich jedoch nicht lange beeindrucken. In der 33. Minute sorgte Samuel Blanchett für den Ausgleich. Harold Brill war an der Entstehung beteiligt, Blanchett vollendete. 1:1 - und plötzlich war die Lautstärke im Stadion wieder deutlich höher als die Zahl der tatsächlich klaren Torchancen. "Wir wollten ruhig bleiben, aber ruhig ist bei 27.000 Leuten ein dehnbarer Begriff", sagte Blanchett nach dem Spiel mit einem Grinsen. Der Satz mag so oder ähnlich gefallen sein; die Stimmung jedenfalls passte dazu. Fire-House hatte bis zur Pause mehr vom Spiel, Kingston hielt dagegen. Die Gäste gingen mit einer robusten, teils sehr körperlichen Gangart zu Werke. Ellis Haddock sah bereits in der sechsten Minute Gelb, Kingston-Verteidiger Alain Valentine folgte in der elften. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Blues den besseren Start. In der 50. Minute brachte Diamantis Dranias Kingston erstmals in Führung. Sebastien Abrial lieferte die Vorarbeit, Dranias setzte den Angriff erfolgreich fort. Für einen Moment sah es so aus, als könnte der Gastgeber den Abend doch noch in geordnete Bahnen lenken. Ein Balljunge soll hinter dem Tor gerufen haben: "Jetzt bitte einfach mal fünf Minuten nichts Dramatisches!" Auch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Denn Fire-House schlug nur vier Minuten später zurück. Xabi Zapatero erzielte in der 54. Minute das 2:2 - sein erster großer Auftritt an diesem Abend. Die Gäste stellten ihr Spiel nun sichtbar um: weniger reines Kontern, mehr Druck, mehr Abschlüsse aus allen Lagen. Pekka Laihanen sah kurz nach dem Ausgleich Gelb, doch Fire-House blieb unbeirrt. Kingston kam insgesamt auf acht Torschüsse, Fire-House auf 15. Auch beim Ballbesitz lagen die Gäste knapp vorn: 51,1 Prozent gegenüber 48,9. Es war also kein Dauersturm, sondern vielmehr die konsequentere Nutzung der Möglichkeiten. Fire-House gewann zudem 53,1 Prozent der Zweikämpfe - Kingston 46,9. Kleine Vorteile, große Wirkung. In der 84. Minute vollendete Zapatero schließlich seinen Doppelpack und drehte die Partie endgültig. Itzhaki, diesmal als Vorbereiter, durfte sich ebenfalls feiern lassen. Danach warf Kingston alles nach vorn, doch der Ausgleich blieb aus. Harold Brill versuchte es noch, Fire-House verteidigte mit vollem Einsatz. In der Nachspielzeit sah Pau Domingos noch Gelb - ein letzter Farbtupfer in einem Spiel, das ohnehin schon bunt genug gewesen war. Trainer Heinz Riffel dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. "Wir haben nie aufgehört, an unsere Chance zu glauben", lautete sein angebliches Fazit. Bei einem 3:2-Auswärtssieg klingt das fast schon verdächtig vernünftig. Die Blues hingegen müssen sich fragen, warum zwei Führungen nicht zum Punktgewinn reichten. Fire-House nahm die drei Punkte mit - und Kingston vermutlich den Rat, beim nächsten Mal den Feuerlöscher etwas früher zu holen. 02.09.2026 20:54 |
Sprücheklopfer
Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei