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FC?Lubin tanzt Wolbrom aus - Gora trifft doppelt beim 2:0-Heimsieg

20 000 Zuschauer im Stadion von Lubin bekamen an diesem frostigen Januarabend Fußball, wie er in Lehrbüchern stehen sollte: viel Ballbesitz, viele Chancen - und einen Stürmer, der einfach nicht genug bekommen konnte. Matti Gora, 25 Jahre jung und offenbar mit einem eingebauten Radar im linken Fuß, erzielte beide Treffer beim 2:0‑Erfolg des FC Lubin über Przeboj Wolbrom am 26. Spieltag der 2. Liga Polen.

Schon in den ersten Minuten deutete sich an, dass die Gastgeber heute keine Lust auf Abtasten hatten. Janek Lesniak prüfte in der 9. Minute erstmals Wolbrom‑Keeper Slawomir Szukala, und kaum zehn Minuten später klatschte ein Schuss von Gora ans Außennetz. "Da wusste ich, der Ball will heute mit mir sprechen", grinste Gora später mit diesem unverschämten Selbstbewusstsein, das nur Stürmer haben dürfen.

Die 23. Minute brachte dann die Konsequenz dieser Dominanz: Janek Deyna, der Regisseur im Zentrum, steckte den Ball mit chirurgischer Präzision durch die Schnittstelle, Gora nahm ihn in vollem Lauf, ein kurzer Blick - und dann zappelte das Leder im Netz. 1:0 für Lubin, das Stadion jubelte, und Trainer Oli Dudek pumpte die Faust in den Nachthimmel, als hätte er gerade den Lottojackpot gezogen.

Wolbrom versuchte, sich aufzubäumen, doch viel mehr als ein Schüsschen von Grzegorz Kos in der 18. Minute und ein Versuch von Kacper Sobolewski blieb zunächst nicht. Der Gast hatte 46 Prozent Ballbesitz, aber so richtig gefährlich wurde er nie. "Wir waren da, aber irgendwie auch nicht", gestand Sobolewski nach dem Abpfiff und bekam dafür ein anerkennendes Kopfnicken seines Trainers - ehrlich war’s immerhin.

Kurz vor der Pause kassierte Lubins Innenverteidiger Yannik Lesniak noch Gelb, als er etwas zu rustikal in einen Zweikampf ging. "Reiner Ballkontakt!", rief er empört, während der Schiedsrichter schon die Karte zückte. Die Wiederholung auf der Anzeigetafel bewies: reiner Gegnerkontakt.

Nach dem Seitenwechsel drückte Lubin weiter. 54 Prozent Ballbesitz und insgesamt 16 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache. In der 53. Minute war es dann wieder Gora, der den Deckel draufmachte. Diesmal kam die Vorlage von Linksverteidiger Michail Wisio, der sich nach vorne geschlichen hatte. Eine flache Hereingabe, Gora rutschte hinein, und der Ball trudelte ins Eck - 2:0. Szukala schlug frustriert auf den Rasen, während Gora zum Jubeln abbog und später schmunzelte: "Ich wollte eigentlich passen, aber wenn’s reingeht, sag ich das keinem."

Von Wolbrom kam danach wenig. Bartilomiej Gadocha versuchte es in der 65. und 85. Minute aus der Distanz, doch Lubins Keeper Bartosz Janas pflückte die Bälle herunter, als wären sie harmlose Herbstblätter. Die Gäste handelten sich noch zwei Gelbe Karten ein - Kujovic in der 52. Minute und Sobolewski in der 76. -, was das Bild eines Teams abrundete, das mehr mit sich selbst als mit dem Gegner kämpfte.

Trainer Oli Dudek zeigte sich nach dem Spiel sichtlich zufrieden: "Wir haben das Spiel kontrolliert, ohne überheblich zu werden. Und Matti hat endlich mal das gemacht, was er im Training immer verspricht." Auf der anderen Seite klang Wolbrom‑Coach (der übrigens lieber ungenannt bleiben wollte) etwas gequält: "Lubin war heute einfach cleverer. Wir hätten auch bis Mitternacht spielen können - vermutlich ohne Tor."

Die Statistiken bestätigen das Gefühl: 16 Schüsse für Lubin, nur 6 für Wolbrom, dazu eine Zweikampfquote von 54 Prozent zugunsten der Hausherren. Die Partie war kein Spektakel mit Dauerfeuer, aber eine Demonstration von Ruhe, Kontrolle und Effizienz. Wenn Lubin weiter so auftritt, dürfte der Aufstieg nur noch eine Frage der Zeit sein.

Zum Schluss ein kleiner Dialog am Spielfeldrand: Als Henri Cloutier in der 79. Minute einen Ball über das Tor jagte, rief ihm Gora lachend zu: "So trifft man nur, wenn man mich imitiert!" Cloutier grinste, hob den Daumen - und man hatte das Gefühl, dass in diesem Team gerade etwas wächst.

Lubin verabschiedete sich an diesem Abend mit Applaus von seinen Fans. Kein Feuerwerk, kein Drama - einfach ein solider, abgeklärter Sieg. Oder, wie es ein älterer Fan beim Rausgehen formulierte: "Schöner Fußball, keine Herzinfarkte. Ich könnte mich dran gewöhnen."

27.11.643987 00:50
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Klaus Allofs
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