Elfmeter
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FC?Cuxhaven fegt OT?Bremen vom Deich - 3:0 und kein Zweifel

An einem windigen Februarabend, an dem selbst die Möwen lieber in der Kabine geblieben wären, zeigte der FC Cuxhaven am 16. Spieltag der Verbandsliga C, wie Heimstärke aussieht. Vor 2216 Zuschauern im Deichstadion schickte die Mannschaft von Trainer Rio Alf den OT Bremen mit einem klaren 3:0 (2:0) nach Hause - und das Ergebnis war fast noch schmeichelhaft für die Gäste.

Schon nach zwei Minuten klingelte es im Kasten von OT‑Keeper Herbert Maier. Der junge Spanier Jose Enrique Fortunio, 19 Jahre jung und offenbar mit Espresso im Blut, verwertete eine butterweiche Flanke von Horst Menard zum 1:0. "Ich hab einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass der Ball reingeht", grinste Fortunio nach dem Spiel. Trainer Alf kommentierte trocken: "Na gut, vielleicht sollten wir ihm das öfter raten."

Cuxhaven dominierte das Spiel nach Belieben. 62 Prozent Ballbesitz, 18 Torschüsse - gegen zwei mickrige Versuche der Bremer, die kaum über die Mittellinie kamen. Aldo Alberti lauerte auf der rechten Seite wie eine Katze vor dem Mauseloch - und in der 28. Minute schnappte er zu. Nach feinem Zuspiel von Tomas Freitag dribbelte Alberti an zwei Verteidigern vorbei und schlenzte den Ball ins lange Eck. 2:0, die Tribüne tobte, und mancher Cuxhavener Fan bestellte sich erleichtert das dritte Bier.

Für OT Bremen lief dagegen alles schief. In der 34. Minute musste Patrik Maurer verletzt runter - ausgerechnet da wollte Trainer Karl Herzog gerade offensiver wechseln. "Ich dachte, wir könnten das Spiel noch drehen. Dann lag Patrik auf dem Boden und ich musste umstellen. Das war’s dann wohl", murmelte Herzog nach dem Abpfiff. Ersatzmann Björn Otto kam - und wurde prompt zum linken Verteidiger umgeschult. Viel half es nicht.

Auch die Pause brachte keine Wende. OT Bremen blieb taktisch "balanced", spielte weiter nett aber harmlos, während Cuxhaven die Zügel nur gelegentlich lockerlte. Kurz nach Wiederanpfiff sah der erfahrene Olaf Schöne (49!) Gelb - wohl mehr aus Frust als aus Übermotivation. "Ich wollte nur zeigen, dass ich noch da bin", sagte Schöne mit einem gequälten Lächeln. Sein Trainer Herzog konterte später sarkastisch: "Ja, das hat der Schiedsrichter auch gesehen."

Cuxhavens Verteidiger Ingo Godinez ließ sich in der 57. Minute ebenfalls eine Gelbe zeigen - vielleicht damit es nicht zu einseitig wirkt. Der Schiedsrichter hatte ansonsten einen ruhigen Abend. Denn Cuxhaven spielte so kontrolliert, dass selbst die Balljungen langsam die Hände in den Taschen ließen.

In der 75. Minute dann der Schlusspunkt - und wieder beteiligt Aldo Alberti. Dieses Mal legte der flinke Rechtsaußen quer auf Horst Menard, der den Ball aus zwölf Metern in die Maschen hämmerte. 3:0. Das Stadion stand Kopf. Menard jubelte mit ausgebreiteten Armen, als wolle er den Nordseewind umarmen. "Ich hab den Ball einfach gefühlt", sagte er hinterher und lachte. "Und wenn Aldo so auflegt, muss man eigentlich nur noch die Augen zumachen."

Trainer Rio Alf war sichtlich zufrieden: "Wir haben endlich mal unsere Chancen genutzt. Die Jungs haben Spaß am Fußball - und das sieht man." Er lobte besonders die disziplinierte Defensive um Niklas Jürgens, der sogar einen Torschuss wagte - "weil er’s kann", wie Alf schmunzelnd anmerkte.

Die Bremener hingegen wirken ratlos. Zwei Torschüsse in 90 Minuten - mehr ein statistischer Witz als eine Gefahr. Torwart Maier verhinderte Schlimmeres mit einigen Paraden, doch als er nach dem Spiel nach seinem Eindruck gefragt wurde, antwortete er trocken: "Ich hatte mehr Ballkontakte beim Abstoß als die anderen vorm Tor."

In Cuxhaven träumt man nun leise vom Aufstieg - und vielleicht vom nächsten Sturm am Deich. Die junge Truppe um Fortunio und Alberti spielt frech, schnell und mit einem Augenzwinkern. Bremen wird diesen Abend wohl nicht so schnell vergessen - auch wenn sie es gern würden.

Am Ende sagte ein Cuxhavener Fan am Imbissstand treffend: "Wenn wir so weitermachen, kann uns nicht mal der Nordseesturm aufhalten." Und wer das Spiel gesehen hat, wird ihm nicht widersprechen.

01.12.643990 03:28
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