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Scottish Premiership | 32. Spieltag | 12.09.26 | FC Falkirk - Dundee Terrors 4:0 Anstoß war um 20.30 Uhr, doch Falkirk benötigte keine Aufwärmphase. Bereits in der 7. Minute schlug Alexander Ruthven zu. Riley Erracht schickte den Mittelstürmer auf die Reise, Ruthven blieb vor Dundee-Torwart Michael Shaw ruhig und schob zur Führung ein. "Ich dachte kurz, der Ball sei noch unterwegs. Dann war er plötzlich drin", sagte Ruthven später mit jener Bescheidenheit, die Stürmer gern zeigen, solange sie gerade getroffen haben. Zwei Minuten später stand es 2:0. Kurt Konrad bediente Luigi Usai, der von rechts nach innen zog und den Ball an Shaw vorbei ins Netz setzte. Dundee wirkte in diesem Moment weniger wie eine Mannschaft mit einem Plan als wie eine Reisegruppe, die am falschen Bahnsteig ausgestiegen war. Falkirk blieb offensiv, obwohl der Ballbesitz am Ende sogar leicht zugunsten der Gäste ausfiel: Dundee kam auf 53,8 Prozent, Falkirk auf 46,2. Fußball ist eben kein Parlament, in dem automatisch gewinnt, wer länger redet. Falkirk schoss 20-mal auf das Tor, Dundee nur dreimal. Die entscheidende Frage war damit früh beantwortet: Wer wollte hier eigentlich Tore schießen? In der 24. Minute erhöhte Riley Erracht auf 3:0. Der zentrale Mittelfeldspieler belohnte sich für einen starken Auftritt und ließ die 44.680 Zuschauer erneut aufspringen. "Wir wollten nicht verwalten, sondern weitermachen", erklärte Trainer Rico Messig - ein Satz, der in vielen Pressekonferenzen als mutig gilt und in Falkirk an diesem Abend tatsächlich umgesetzt wurde. Dundee fand kaum Zugriff. Die Gäste spielten mit ausgewogener Ausrichtung, ohne aktives Pressing, während Falkirk offensiv blieb und sich immer wieder Chancen erarbeitete. Alexander Ruthven vergab zwar mehrere Möglichkeiten, doch nach 27 Minuten war auch dieser kleine Schönheitsfehler beseitigt: Wieder traf der Mittelstürmer, wieder war Konrad als Vorbereiter beteiligt. 4:0 - und noch nicht einmal eine halbe Stunde gespielt. Auf den Rängen machte sich nun jene spezielle Mischung aus Begeisterung und Schadenfreude breit, die Fußballstadien zu soziologischen Forschungsstationen macht. "Noch eins!", rief ein Fan hinter der Falkirk-Bank. Ein anderer antwortete: "Lasst ihnen doch wenigstens die Hoffnung." Hoffnung kam allerdings nicht. Dundee hatte nach der Pause zwar einzelne Abschlüsse. Vitorino Sa Pint prüfte Falkirk in der 51. Minute, Markus Schenk versuchte es in der 63. Minute, Julian del Rio in der 80. Minute. Doch Joel Hamilton im Falkirk-Tor musste keinen Gegentreffer hinnehmen. Seine Handschuhe blieben im Wesentlichen dekorativ. Messig wechselte in der zweiten Hälfte Andrew Robertson, Rafael Barros und Christopher Forbes ein und hielt die Mannschaft trotzdem im Vorwärtsgang. Falkirk gewann zudem 58,4 Prozent der Zweikämpfe, Dundee kam auf 41,6 Prozent. Die Gäste hatten also mehr vom Ball, aber deutlich weniger davon, was im Fußball tatsächlich zählt. "Wir haben heute gezeigt, dass Ballbesitz kein Schutzschild ist", sagte Messig angeblich mit einem Lächeln. "Man kann den Ball auch sehr lange haben und trotzdem feststellen, dass man vier Tore zurückliegt." Ein durchaus treffender Abend für Dundee Terrors. Am Ende blieb es beim 4:0 (4:0). Falkirk feierte, Dundee wird die Heimfahrt vermutlich schweigend antreten. Und Ruthven? Der dürfte den Spielbericht so lange lesen, bis auch die letzte seiner vergebenen Chancen verschwunden ist. geschniegelt geschniegelt? Nein: zwei Tore reichen schließlich fürs Protokoll. 13.09.2026 18:07 |
Sprücheklopfer
Ich werde einen Teufel tun und Ewald widersprechen. Der Ewald hat sich ja alles ganz genau notiert.
Felix Magath über eine Spielanalyse von Ewald Lienen