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Serie A | 27. Spieltag | 07.09.26 | Grecia Chone - Expreso Cuenca 3:4 Dabei schien Grecia Chone zunächst auf dem besten Weg, den eigenen Fans einen komfortablen Heimsieg zu schenken. Schon in der fünften Minute traf Linksverteidiger Gabriel Petre nach Vorarbeit von Ramon Domingos zum 1:0. Expreso Cuenca antwortete fünf Minuten später durch Mittelstürmer Bas Dost, der nach Zuspiel von Pedro Fernandes zum 1:1 einschob. Ein munterer Auftakt - und ein deutlicher Hinweis darauf, dass beide Abwehrreihen an diesem Abend eher als freundliche Einladung denn als unüberwindbare Festung auftraten. Grecia Chone ließ sich nicht lange bitten. Jiri Heinz brachte die Gastgeber in der 20. Minute erneut nach vorn, ehe Carl Ronaldo nur sechzig Sekunden später auf 3:1 erhöhte. Vorlage: Haluk Karan. Die Heimfans waren nun endgültig überzeugt, dass dieser Abend nach Plan verlaufen würde. Fußball ist allerdings bekanntlich die Sportart, in der ein Plan ungefähr so lange hält wie ein Regenschirm im Sturm. Expreso Cuenca schlug noch vor der Pause zurück. Der erst 17 Jahre alte Alfonso Ferron verkürzte in der 26. Minute auf 2:3 - erneut kam die Vorarbeit von Fernandes. Grecia Chone ging mit einer knappen Führung in die Kabine, obwohl die Gäste bereits deutlich häufiger den Abschluss gesucht hatten. Am Ende standen 17 Torschüsse für Expreso Cuenca zu Buche, Grecia Chone kam auf acht. Die Gastgeber hatten also die bessere Trefferquote, die Gäste offenbar den größeren Vorrat an Munition. "Wir wollten offensiv auftreten und uns gute Chancen erspielen", sagte Trainer Dierk Nordi später sinngemäß. "Dass wir dabei vier Tore brauchen würden, war nicht unbedingt Teil des ursprünglichen Plans." Eine bemerkenswert ehrliche Zusammenfassung eines Spiels, in dem die Gäste offensiv ausgerichtet blieben, aber auf aktives Pressing weitgehend verzichteten. Stattdessen verteidigten sie mit großer Aggressivität und suchten geduldig den Weg nach vorn. Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur neun Minuten, bis Expreso Cuenca wieder zuschlug. Gustav Baier erzielte in der 54. Minute das 3:3, vorbereitet von Sergio Rueda. Grecia Chone versuchte, sich über den nahezu ausgeglichenen Ballbesitz - 50,21 zu 49,79 Prozent - zurück ins Spiel zu arbeiten. Doch die Gäste wirkten zielstrebiger. Während die Hausherren immer wieder Anläufe nahmen, sammelte Expreso Cuenca Abschluss um Abschluss. "Wir hatten das Gefühl, dass noch etwas möglich ist", soll Rueda in der Kabine gesagt haben. "Oder zumindest, dass wir noch nicht fertig waren." Eine Einsicht, die sich als ausgesprochen wertvoll erwies. Die Uhr zeigte bereits die 92. Minute, als Andrej Brezinsky den dramatischen Schlusspunkt setzte. Nach Vorlage von Ivan Muzek traf der rechte Mittelfeldspieler zum 4:3 für Expreso Cuenca. Auf der Tribüne dürfte in diesem Moment mindestens ein Fan seine gerade erst bestellte Stadionwurst fallen gelassen haben. Grecia Chone hatte das Spiel mit 3:1 angeführt - und stand am Ende mit leeren Händen da. Für Nordi und seine Mannschaft war es ein Sieg der Ausdauer, der Chancen und der bemerkenswerten Bereitschaft, sich von einem Rückstand nicht beeindrucken zu lassen. Grecia Chone bleibt die Erkenntnis, dass drei Tore zu Hause nicht immer für Punkte reichen. Manchmal braucht es zusätzlich eine Abwehr. unerquicklich, aber wahr. 07.09.2026 21:17 |
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Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler