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Pro League | 5. Spieltag | 15.08.26 | Excelsior Vorst - FC Antwerpen 0:0 Um 20.30 Uhr begann Vorst mit offensiver Ausrichtung, ausgewogenem Angriffsspiel und dem festen Vorsatz, aus guten Positionen abzuschließen. Antwerpen hatte zunächst dieselbe Idee. Nur blieb es bei beiden Mannschaften bei der Idee. Excelsior übernahm früh die Kontrolle und kam auf 55,2 Prozent Ballbesitz. Der FC Antwerpen musste sich mit 44,8 Prozent begnügen, was immerhin genug war, um gelegentlich in die gegnerische Hälfte zu gelangen. Die Gastgeber spielten geduldig, suchten den strukturierten Aufbau und verzichteten auf hektisches Pressing. Antwerpen hielt dagegen, zunächst ebenfalls ohne aktives Pressing - offenbar sollte der Abend nicht unnötig kompliziert werden. In der 14. Minute gab Caio de Almeida den ersten Warnschuss ab. Eine Minute später versuchte es Innenverteidiger Nicolas Backeljauw. Spätestens danach war klar: Vorst wollte dieses Spiel gewinnen, und zwar möglichst vor der Halbzeitpause. Stanislav Borbely prüfte die Antwerpener Abwehr in der 21., 27. und 43. Minute. Samuel Bruce und Romain Tilleman reihten sich ein, Cedric Van Bocxlaer schaltete sich aus dem Mittelfeld ein. Die Chancen kamen in Serie, der Treffer blieb aus. "Wenn das Tor heute kleiner gewesen wäre, hätten wir vielleicht getroffen", lautete in einer fiktiven Szene am Spielfeldrand der imaginäre Kommentar eines Vorster Fans. Sein Nachbar soll geantwortet haben: "Dann hätten sie vermutlich die Latte getroffen." Ganz falsch lag er damit nicht. Antwerpen setzte nur wenige offensive Nadelstiche. Caio Antunes schoss in der 35. Minute, Kobe Van Bocxlaer in der 51. Minute. Martin Staes und Kobe Daens versuchten es später ebenfalls, doch die Gäste kamen insgesamt nur auf sechs Torschüsse. Excelsior brachte es auf 20 - eine Bilanz, die normalerweise nach einem verdienten Heimsieg klingt und hier stattdessen wie ein besonders schlechter Scherz der Fußballgötter wirkt. Zur Pause stand es 0:0. Maxim Ingels blieb in der Kabine, Javi Gutierre übernahm zur zweiten Hälfte auf der rechten Seite. Vorst machte weiter Druck. Borbely schoss in der 50. Minute, Christiano Antunes in der 59. Minute. Später kamen weitere Versuche von Maxim Ingels, Glenn Delannoy, Tilleman und Van Bocxlaer hinzu. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel, fanden aber keinen Weg durch die letzte Reihe. FC-Antwerpen-Trainer Fabrillio Fabio reagierte mit frischen Kräften. Romelu Lukaku kam in der 63. Minute für Kobe Daens, Adrien Van Noppen und Leandro Camara wurden ebenfalls eingewechselt. In der Schlussphase schalteten die Gäste taktisch auf mehr Aggressivität, erhöhten den Einsatz und gingen ins aktive Pressing. Der große Befreiungsschlag blieb dennoch aus. Excelsior-Trainer Daniel Stapfer brachte unter anderem Wout Peters für Anthony Beck und ersetzte Borbely durch Delannoy. Doch auch die Schlussminuten brachten keinen Erlösungsschrei. Delannoy schoss in der 96. Minute - der letzte Versuch eines Abends, an dem Vorst beinahe alles richtig machte, nur eben das Wichtigste nicht. "Wir hätten heute drei Punkte verdient gehabt", könnte Stapfer in einem erfundenen Dialog gesagt haben. Fabio hätte vermutlich trocken erwidert: "Verdient ist im Fußball leider keine eigene Tabellenkategorie." So blieb es beim 0:0. Vorst war überlegen, Antwerpen verteidigte tapfer, und das Tor blieb unbeeindruckt. Immerhin: Niemand musste sich über eine Niederlage ärgern. Nur über die verpassten Chancen. Und davon gab es bekanntlich 20. 16.08.2026 00:45 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler