Football Today
+++ Sportzeitung für England +++

Ewood Rovers siegen dank Abwehrchef und Mittelfeldmagier in Stoke

Stoke-on-Trent, 8. Januar 2026 - 35.105 Zuschauer im Britannia Stadium sahen ein Spiel, das sich anfühlte wie ein kalter englischer Winter: windig, bissig, und am Ende war wieder der Gast besser gerüstet. Die Ewood Rovers gewannen beim heimischen Stoke City mit 2:0 (0:0) - und das völlig verdient.

Wer in der ersten Halbzeit auf ein Offensivfeuerwerk gehofft hatte, musste sich mit Funken begnügen. Zwar hielten sich beide Teams in etwa die Waage beim Ballbesitz (Stoke 50,6 %, Rovers 49,4 %), doch während die Hausherren lieber den Rasen bewunderten, feuerten die Rovers aus allen Lagen. 18 Torschüsse standen am Ende für sie zu Buche - sechsmal mehr als Stoke City zustande brachte. "Wir wollten früh zeigen, dass wir heute hier nicht nur Sightseeing machen", grinste Ewoods Trainer Stephan Trajes nach dem Schlusspfiff.

In der Tat: Schon nach wenigen Minuten prüfte Pedro Corcoles den Heimkeeper Simcha Amir mit einem satten Linksschuss (1.), und Rechtsaußen Samuel Hoskins schien in der ersten halben Stunde gleich drei Bälle gleichzeitig auf das Tor zu jagen. Doch der Ball wollte nicht rein, und so blieb es beim Pausenpfiff beim torlosen Remis. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen, als der Linienrichter noch den Angriff laufen ließ", scherzte Stoke-Trainer Horst Fiedler später. "Aber vielleicht hat der einfach Mitleid mit uns gehabt."

Nach der Pause änderte sich das Bild kaum - außer, dass Stoke gleich drei Spieler austauschte, vermutlich um wenigstens ein bisschen frischen Wind in die stockende Offensive zu bringen. Doch der Wind kam von der anderen Seite. Ewood-Routinier Samuel Dunne ersetzte den 17-jährigen Lucas Lockwood und brachte Ruhe und Übersicht ins Mittelfeld. Und genau aus dieser Ordnung heraus fiel das 0:1: In der 59. Minute stieg Innenverteidiger Ewan O’Halloran nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Pedro Gama hoch wie ein Turm und köpfte ein. Es war ein Tor, das man in Stoke vermutlich noch hören konnte, als der Ball schon wieder im Mittelkreis lag.

Nur vier Minuten später legten die Rovers nach. Diesmal war es der elegante Jose Deco, der nach einem feinen Zuspiel von Dunne aus 20 Metern Maß nahm und den Ball humorlos in den Winkel drosch - 0:2 (63.). Deco riss die Arme hoch, Dunne klatschte ab, und von der Stoke-Bank kam nichts außer betretenem Schweigen. "Das war so ein Schuss, bei dem du als Torwart nur hoffen kannst, dass er dich nicht trifft", murmelte Amirs Kollege Liam Gross mit einem bitteren Lächeln.

Stoke versuchte, noch einmal in den Tritt zu kommen. Der junge Samuel Grantham hatte in der 67. Minute die beste Gelegenheit der Hausherren, doch sein Schuss landete irgendwo zwischen Tribüne und Trainingsplatz. Wenig später sah Louis Kirkwood Gelb, nachdem er offenbar vergessen hatte, dass Beinschneiden nicht zum Standardrepertoire eines Linksaußen gehört. "Ich wollte nur zeigen, dass ich da bin", verteidigte sich Kirkwood später - und grinste dabei so unschuldig, dass selbst der Schiedsrichter wohl kurz gezögert hatte.

Während Stoke im eigenen Ballbesitz gefangen blieb, spielten die Rovers die letzten Minuten routiniert runter. Trajes brachte in der 80. Minute noch Owen Ackland für den erschöpften Callum Townsend, und selbst der Wechsel wirkte durchdachter als alles, was Stoke an diesem Abend zustande brachte. Nur eine kleine Unsitte trübte das Bild: In der Nachspielzeit holte sich Rovers-Stürmer Nicolae Buzanszky noch eine Gelbe Karte ab - offenbar wollte er nicht, dass die Statistik zu sauber aussieht.

"Das war ein erwachsener Auftritt meiner Mannschaft", lobte Trajes nach dem Spiel. "Wir haben das getan, was man in Auswärtsspielen tun muss: ruhig bleiben und auf den Moment warten." Sein Gegenüber Fiedler war weniger philosophisch: "Wir haben gespielt wie ein Auto ohne Motor. Hübsch von außen, aber ohne Vortrieb."

Am Ende stand ein 0:2, das klarer war, als es das nackte Ergebnis ausdrückt. Die Ewood Rovers ließen nichts anbrennen und festigten mit dieser Leistung ihre Position im oberen Tabellendrittel der 1. Liga England. Stoke City hingegen muss nach der dritten Heimniederlage in Folge die Frage stellen, ob Ballbesitz allein wirklich glücklich macht.

Oder, wie es der enttäuschte Fan hinter mir auf der Tribüne formulierte: "Wenn wir schon 50 Prozent Ballbesitz haben, könnten wir wenigstens mal was Sinnvolles damit anfangen."

Vielleicht beim nächsten Mal. Bis dahin bleibt der Rasen grün, die Hoffnung rot - und die Punkte blau-weiß, so wie bei den Ewood Rovers.

21.04.643987 04:29
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Unsere Chancen stehen 70:50.
Torsten Legat
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager