Football Today
+++ Sportzeitung für England +++

Ewood Rovers drehen den Rückstand - 3:2-Spektakel gegen Margate Reds

Wenn 42.185 Zuschauer an einem kalten Februarabend ins Ewood-Stadion strömen, dann wissen sie: Es wird laut, es wird wild, und irgendwer verliert die Nerven. Am 31. Spieltag der 1. Liga England lieferten sich die Ewood Rovers und die Margate Reds ein Duell, das in puncto Spannung jedem Krimi Konkurrenz machte - mit dem besseren Ende für die Hausherren, die nach frühem Rückstand einen 3:2-Heimsieg feierten.

Bereits in der 10. Minute platzte die rot gekleidete Freude aus Margate in die noch frostige Luft: Kai Marley, der rechte Wirbelwind der Reds, traf nach Vorarbeit von Robert Amyot. "Ich hab ihn einfach laufen sehen, und Kai braucht ja nur einen Meter", grinste Amyot später - und tatsächlich, Marley brauchte nicht mehr. Ein Haken, ein Schuss, ein Tor. Der Rovers-Torwart Logan Bernard schaute dem Ball nur hinterher, vermutlich in Gedanken schon beim nächsten Abstoß.

Doch wer die Rovers kennt, weiß: Sie sind wie ein alter Diesel - sie kommen spät in Fahrt, aber dann richtig. In der 22. Minute glich Nicolae Buzanszky nach feiner Vorarbeit von Samuel Dunne aus. Der Mittelstürmer drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, und plötzlich war das Stadion wieder ein Orchester aus Jubel und Biergesang. "Ich war mir sicher, dass wir das Spiel noch drehen", sagte Trainer Stephan Trajes später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Erleichterung und Selbstzufriedenheit lag.

Die erste Halbzeit endete 1:1 - ein Zwischenstand, der den Spielverlauf kaum widerspiegelte. Die Reds dominierten mit 52 Prozent Ballbesitz und fast doppelt so vielen Torschüssen (15:7), doch Effizienz war an diesem Abend keine Stärke der Gäste. Margate-Coach Ata Lameck sah’s entspannt: "Wir haben dominiert, aber Fußball ist manchmal wie ein schlechter Witz - du verstehst ihn erst, wenn’s zu spät ist."

Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, da bekamen die Zuschauer diesen Witz in voller Länge serviert. Pedro Corcoles, sonst eher als Flügelläufer bekannt, zog in der 47. Minute beherzt in die Mitte und versenkte den Ball mit links - natürlich nach Vorlage von Buzanszky. 2:1, die Rovers hatten das Spiel gedreht. "Ich hab einfach draufgehalten", meinte Corcoles später und grinste schelmisch. "Wenn ich ehrlich bin, war das gar nicht mein starker Fuß - aber heute war alles stark."

Doch Margate antwortete prompt. Nur sieben Minuten später, in der 54. Minute, traf Zivojin Basta nach Pass von Noah Eliot zum 2:2. Der Jubel im Gästeblock war kurz, aber laut. Man witterte die Wende, schließlich hatte Margate weiter das Heft in der Hand. Eliot, der spielstarke Mittelfeldmotor, trieb sein Team immer wieder an, während Trajes an der Seitenlinie mit den Händen fuchtelte, als wolle er einen Jumbojet einweisen.

Die entscheidende Szene kam in der 62. Minute - und sie passte perfekt zu diesem unberechenbaren Spiel. Jyrki Hyypiä flankte butterweich von links, und Samuel Hoskins köpfte mit einer Präzision, die jedem Lehrbuch gefallen hätte. 3:2. Die Ewood Rovers lagen vorn - und gaben die Führung diesmal nicht mehr her.

Danach wurde es zäh, körperlich, manchmal sogar unkoordiniert. Margate warf alles nach vorn, wechselte in der 69. Minute sogar einen Innenverteidiger für einen Stürmer ein - Lionel Postiga kam für Gottfried Hoffmann -, doch der Druck verpuffte. In der 86. Minute versuchte es der eingewechselte Harrison McGeady noch einmal aus spitzem Winkel, aber Bernard rettete mit den Fingerspitzen.

Die Schlussphase war ein einziger Nervenzirkus. Trajes lief an der Seitenlinie entlang, als suche er den verlorenen Autoschlüssel, während Lameck immer wieder in Richtung viertem Offiziellen gestikulierte - vermutlich aus Prinzip. Als der Schlusspfiff ertönte, fielen sich die Rovers-Spieler in die Arme, während die Reds enttäuscht aber erhobenen Hauptes den Platz verließen.

"Wir hatten heute einfach die kaltschnäuzigeren Momente", bilanzierte Rovers-Coach Trajes. Und sein Gegenüber Lameck? "Drei Tore aus sieben Schüssen - das ist Effizienz oder Glück. Vielleicht beides."

Die Statistik bestätigte seine Worte: Margate mit mehr Ballbesitz, mehr Schüssen, mehr Einsatz - aber weniger Toren. Fußball bleibt eben ein Spiel, das nicht immer der Logik folgt.

Am Ende jubelten die Rovers-Fans, sangen sich die Kälte aus den Knochen und verabschiedeten ihr Team mit Standing Ovations. Und irgendwo in der Kabine soll Buzanszky gesagt haben: "Manchmal ist es besser, weniger zu denken und einfach zu schießen." Ein Satz, der an diesem Abend wohl das Erfolgsrezept war.

Ewood Rovers 3, Margate Reds 2 - ein Spiel, das zeigte, dass Herz, Wille und ein bisschen Chaos manchmal mehr zählen als Statistiken. Und wer das nicht glaubt, sollte sich einfach noch einmal die Gesichter der 42.185 Zeugen dieses Fußballabends ansehen.

21.03.643990 12:00
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Ganz gut. Ich habe mich die ganze Nacht um seine Frau gekümmert!
Mario Basler auf die Frage, wie es Dietmar Hamann nach seinem Schlaganfall geht
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager