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Pro League | 7. Spieltag | 23.09.26 | Eupen - KRC Mechelen 3:0 Dabei begann die Partie mit einem kleinen Warnsignal für die Gastgeber. Nach drei Minuten prüfte Sam Truyens Eupens Torhüter Luka Cvitanovic. Es sollte der erste und zugleich einer der wenigen Momente sein, in denen Mechelen ernsthaft an einen erfolgreichen Abend glauben durfte. Eupen antwortete sofort. Corentin Van Dam, Tibo Baus und Miguel Albinana feuerten in kurzer Folge auf das Tor von Polikarp Chomutow. Besonders Albinana entwickelte früh jene Hartnäckigkeit, die Verteidiger anstrengend und Trainer glücklich macht. Eupen spielte offensiv, aber nicht kopflos. Die taktische Vorgabe war klar: Druck erzeugen, die Chancen sorgfältig auswählen und über ein ausgewogenes Passspiel immer wieder in gefährliche Räume kommen. Mechelen blieb dagegen in einer eher abwartenden Grundordnung und verzichtete weitgehend auf aktives Pressing. Das wirkte zeitweise so, als habe die Mannschaft beschlossen, den Abend möglichst energiesparend zu bestreiten. Fußball ist allerdings kein Wellnessurlaub. In der 41. Minute zahlte sich Eupens Aufwand erstmals aus. Cedric Vermeirsch brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Der Treffer war der verdiente Lohn für eine erste Halbzeit, in der Eupen deutlich mehr Initiative zeigte. Nur zwei Minuten später legte Tibo Baus nach. Der Innenverteidiger traf zum 2:0, Arthur Roegiers hatte die entscheidende Vorarbeit geliefert. Mechelen war zu diesem Zeitpunkt nicht völlig chancenlos, aber doch zunehmend damit beschäftigt, hinter dem Ball herzurennen - eine Tätigkeit, die selten in den Spielplan aufgenommen wird, aber erstaunlich häufig vorkommt. "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir dieses Spiel bestimmen können", sagte Keller nach der Partie sinngemäß. "Die Mannschaft hat das sehr diszipliniert umgesetzt." Auf der Tribüne hätte man ergänzen können: und mit erfreulich wenig Interesse daran, dem Gegner das Leben leichter zu machen. Nach der Pause blieb Eupen am Drücker. Zwar kam Nevio Camara in der 52. Minute zu einem Abschluss für Mechelen, doch die Gastgeber ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. In der 65. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Miguel Albinana erhöhte auf 3:0. Der linke Angreifer, der zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht hatte, belohnte sich für seinen unermüdlichen Auftritt. Mechelen versuchte danach, zumindest den Ehrentreffer zu erzwingen. Camara und Finn Johannessen kamen noch zu Möglichkeiten, doch Eupens Defensive blieb stabil. Die Gastgeber verzeichneten insgesamt 19 Torschüsse gegenüber fünf der Gäste und lagen auch beim Ballbesitz knapp vorn: 52,4 zu 47,6 Prozent. Bei den gewonnenen Zweikämpfen hatte Eupen mit 56,2 Prozent ebenfalls die Nase vorne. Keller wechselte im Verlauf der zweiten Hälfte Urban Karlsson, Dries Van Butsel und Corentin Van Herck ein. Am Spielbild änderte sich wenig: Eupen kontrollierte, Mechelen hoffte. "Nach dem dritten Tor war es natürlich angenehmer", hätte Vermeirsch wohl sagen können. Und vermutlich wäre niemand im Stadion auf die Idee gekommen, ihm zu widersprechen. Am Ende stand ein souveränes 3:0. Eupen hatte nicht nur gewonnen, sondern auch gezeigt, dass offensive Spielfreude und defensive Ordnung durchaus gemeinsam auf den Platz passen. Mechelen nahm dagegen vor allem die Erkenntnis mit, dass fünf Torschüsse zwar statistisch eine Zahl sind - als Spielplan aber eher nicht taugen. 23.09.2026 22:19 |
Sprücheklopfer
Muss ich das jetzt als Frage verstehen oder die Antwort so beantworten, wie Sie sie in Ihre Frage reingelegt haben? Sie haben Ihre Frage so gestellt, dass ich das Gefühl haben muss, als wenn ich das, was Sie gerade gesagt haben, vorher schon gesagt hätte. Das habe ich aber nicht gesagt. Dem, was ich gesagt habe, möchte ich nichts hinzufügen.
Erich Ribbeck