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Denia verschenkt Sieg gegen Greve - ein Abend zwischen Glanz und Chaos

Es war einer dieser mediterranen Abende, an denen selbst der Rasen von CD Denia zu glühen schien. 59.000 Zuschauer im Estadio Municipal sahen ein Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel, das alles bot: Tempo, Tore, Emotionen - und am Ende ein Ergebnis, das niemandem so recht schmecken wollte: 2:2 (2:0).

Trainer Mark Zander hatte seine Denioten offensiv eingestellt, und das merkte man sofort. Schon in der zweiten Minute prüfte Innenverteidiger Sreto Kahriman den dänischen Keeper Bailey MacDonald mit einem wuchtigen Kopfball. Es war der erste von elf Torschüssen, die die Spanier im Laufe des Abends abgaben - und der Auftakt zu einer ersten Halbzeit, in der Greve Fodbold kaum aus der eigenen Hälfte kam.

Der Druck zahlte sich in der 31. Minute aus: Pierre Barre flankte präzise von links, Marcel Licka nahm den Ball volley - 1:0! Das Stadion bebte, der Stadionsprecher überschlug sich, und Licka grinste hinterher: "Ich wollte eigentlich flanken, aber der Ball hatte wohl andere Pläne."

Kurz vor der Pause dann der zweite Streich. Rechtsverteidiger Armandos Notara zog einen seiner gefürchteten flachen Pässe in den Strafraum, wo Adem Ercan lauerte. Mit der Ruhe eines Mannes, der seine Espressomaschine im Griff hat, schob er zum 2:0 ein (45.). "Da hab ich nur noch den Fuß hingehalten", meinte Ercan später, "aber den Jubel hab ich mir verdient."

Zur Halbzeit schien alles entschieden. Greve Fodbold hatte zwar 47 Prozent Ballbesitz, aber wenig Struktur. Trainer Jean Vignoble, der an der Seitenlinie so unruhig wirkte wie ein Mann, der seinen Autoschlüssel verloren hat, reagierte in der Kabine. "Wir mussten mutiger werden", sagte er später. "Ich habe den Jungs gesagt: Wenn wir schon untergehen, dann wenigstens mit offenem Visier."

Seine Worte fruchteten. In der 57. Minute legte Gotthard Schermerhorn den Ball elegant nach innen, und Severin Juul vollendete trocken zum 2:1. Der Anschlusstreffer veränderte das Spiel. Plötzlich war Greve da, aggressiv, bissig, mit langen Bällen und vollem Einsatz. Die 65. Minute brachte dann das, was man in Dänemark wohl als Fußballpoesie bezeichnet: Linksverteidiger Kai Damgaard, bis dahin eher unauffällig, zog einfach mal ab - und traf! Wieder hatte Schermerhorn die Vorarbeit geleistet. 2:2, und das Stadion verstummte für einen Moment, als hätte jemand den Ton abgedreht.

"Wir haben zu passiv reagiert", grummelte Zander nach dem Spiel. "Das darf uns in der Champions League nicht passieren. Da reicht keine halbe Stunde Glanz." Tatsächlich wirkte Denia nach dem Doppelschlag verunsichert. Ercan hatte in der 71. Minute zwar noch einmal die Führung auf dem Fuß, aber MacDonald parierte glänzend.

In der Schlussphase wurde es wild. Alexander O’Brien, gerade erst eingewechselt, verletzte sich nach einem unglücklichen Zweikampf und musste direkt wieder raus (78.). "Das war Pech pur", meinte Mitspieler Fabio Caruso, der ihn ersetzte. "Er hatte sich erst die Schuhe geschnürt, da war’s auch schon wieder vorbei."

Greve witterte nun seine Chance. Juul und Petersen prüften den Torwart Ignacio Gama mehrfach, und in der Nachspielzeit zog sogar Rechtsverteidiger Vilmar Dahl noch einmal ab - knapp vorbei.

Statistisch war das Ergebnis fast gerecht: 11:13 Torschüsse, 52,8 Prozent Ballbesitz für Denia. Doch wer das Spiel gesehen hat, weiß: Denia gab das Heft aus der Hand, Greve zeigte Moral.

Nach dem Schlusspfiff stand Vignoble mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Erleichterung und Stolz lag, am Spielfeldrand. "Wir haben Charakter gezeigt", sagte er. "Und vielleicht haben wir Denia ein bisschen überrascht - sie hielten uns wohl für Touristen."

Mark Zander dagegen verschwand schnell in der Kabine. Später sagte er noch kurz: "Wir hätten das dritte Tor machen müssen. Stattdessen haben wir zweimal den gleichen Fehler gemacht. Das ist Champions League - hier wird jeder Fehler bestraft."

Ein Zuschauer auf der Tribüne brachte es treffend auf den Punkt: "Das war wie ein Stierkampf - nur dass der Stier am Ende müde wurde." Die Rückpartie in Dänemark verspricht jedenfalls Spannung. Greve darf träumen, Denia muss liefern. Und vielleicht, ganz vielleicht, wird das Rückspiel weniger chaotisch - aber wer wünscht sich das schon?

Denn seien wir ehrlich: Fußball lebt von solchen Nächten. Von Flanken, die eigentlich keine sein sollten, Innenverteidigern mit Torinstinkt und Trainern, die nach dem Spiel aussehen, als hätten sie selbst 90 Minuten gespielt. 2:2 - ein Ergebnis, das atmet, flucht und lacht. Und genau deshalb lieben wir diesen Sport.

01.06.643993 20:40
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Bei manchen Spielern fehlt etwas, deshalb spielen sie auch bei mir und nicht in Barcelona.
Aleksandar Ristic
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