Jornal do Brasil
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Cruzeiro krönt eine Verlängerungsnacht voller Nerven und später Tore

Liga-Pokal (Serie B) | Finale | 14.09.26 | Mineiro City - CD Cruzeiro 1:2

Es gibt Fußballspiele, die nach 90 Minuten entschieden sind. Und es gibt Finals wie dieses, die offenbar der Meinung sind, 90 Minuten seien lediglich ein höflicher Vorschlag. CD Cruzeiro besiegte Mineiro City im Finale des Liga-Pokals (Serie B) mit 2:1 nach Verlängerung - vor 16.000 Zuschauern, die sich spätestens nach dem Abpfiff fragten, ob sie ein Stadion oder eine Geduldsprüfung besucht hatten.

Nach regulärer Spielzeit stand es 0:0. Mineiro City hatte zwar mehr Ballbesitz, 56,4 Prozent nämlich, doch der Ballbesitz blieb lange so harmlos wie ein höfliches Gespräch im Wartezimmer. Cruzeiro kam auf 43,6 Prozent, dafür aber auf 17 Torschüsse. Mineiro City brachte es auf neun. Die Gäste waren also seltener am Ball, aber deutlich häufiger dort, wo es wehtut: in Richtung gegnerisches Tor.

Schon früh machte Cruzeiro klar, dass lange Bälle und Schüsse aus allen Lagen zum eigenen Abendplan gehörten. Jose Teixeira prüfte in der zweiten Minute die Aufmerksamkeit der Defensive, Christiano Dieguez legte kurz darauf nach. Mineiro City antwortete durch Christiano Figo und Marco Coelho, doch die erste Halbzeit blieb torlos. "Wir wollten geduldig bleiben", sagte Mineiro-City-Spieler Rui de Freitas angeblich später. "Im Nachhinein waren wir vielleicht ein bisschen zu geduldig."

Das Spiel entwickelte sich zu einem zähen Ringen mit gelegentlichen Ausbrüchen in Richtung Strafraum. Jannick Brand, James Douglas und erneut Dieguez sorgten für Gefahr, während Mineiro City über Rui de Freitas, Xavier Melendez und Rui de Vivar Nadelstiche setzte. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, Cruzeiro aber die besseren Argumente. Fußball kann in dieser Hinsicht ein ziemlich unhöflicher Gesprächspartner sein.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Mineiro City blieb taktisch ausgewogen, spielte kontrolliert und suchte eher die gute Gelegenheit als den wilden Abschluss. Cruzeiro schoss dagegen weiter, als gäbe es für jeden Versuch einen Bonuspunkt. In der 60. Minute ersetzte Trainer Lars Frieden Karsten Paul durch Malte Friis und nahm wenig später auch Jose Teixeira vom Feld. Die Gäste hielten ihre Ordnung, während Mineiro City zunehmend versuchte, den Druck über die Flügel zu erhöhen.

Die Zweikämpfe sprachen knapp für Cruzeiro: 53,8 Prozent der Tacklings gingen an die Gäste, Mineiro City kam auf 46,2 Prozent. Gelbe Karten sahen Vincent Brito, Christiano Figo und Edmund Csizmadia aufseiten der Gastgeber; bei Cruzeiro wurde Leandro Moutinho verwarnt. Ein Finale eben, in dem selbst der Rasen irgendwann vermutlich eine Karte wegen übertriebener Härte verdient gehabt hätte.

In der Verlängerung wurde aus Geduld plötzlich Nervensache. Cruzeiro erhöhte den Einsatz, presste nun aktiv und spielte nicht mehr nur lange, sondern variabler. In der 115. Minute belohnte sich Dominique Celine für einen auffälligen Auftritt: Der 18-Jährige traf zur Führung für die Gäste. Drei Minuten später legte Jannick Brand nach und stellte auf 2:0. "Wir haben gesagt: Einer von uns muss den Deckel draufmachen", wurde Frieden zitiert. "Dann haben es gleich zwei gemacht."

Mineiro City gab sich jedoch nicht geschlagen. In der 124. Minute verkürzte Stefan Stefanovic nach Vorarbeit von Vincent Brito auf 1:2. Plötzlich war die Müdigkeit vergessen, die Zuschauer standen, und Cruzeiros Bank sah aus, als hätte jemand den Feueralarm ausgelöst. Für den Ausgleich reichte es nicht mehr.

So holt CD Cruzeiro den Pokal. Mineiro City hatte mehr Ballbesitz, aber Cruzeiro die größere Zielstrebigkeit - und am Ende zwei entscheidende Momente in einer Verlängerung, die sich jeder vernünftigen Zeitplanung entzog. Das Finale war spät, dramatisch und ein wenig grausam. Also ziemlich genau so, wie ein Finale sein sollte.

14.09.2026 19:21
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Der sagt zu allem irgendwas. Stoßen in Tschechien zwei Spieler mit dem Kopf zusammen, weiß er, dass das in Leverkusen 1934 auch schon passiert ist.
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