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Liga MX | 30. Spieltag | 10.09.26 | CD Cruz Azul - Pumas Nacional 2:3 Dabei begann der Abend im Stadion von Cruz Azul durchaus vielversprechend für die Gastgeber. Beide Mannschaften gingen offensiv zu Werke, Pumas mit einer aggressiven Grundhaltung und dem ausdrücklichen Auftrag, aus allen Lagen zu schießen. Cruz Azul setzte eher auf Konter und wollte gute Chancen abwarten. In der Praxis bedeutete das: Pumas schoss, Cruz Azul schoss - und die Torhüter bekamen früh Gelegenheit, ihre Handschuhe auf Herz und Nieren zu prüfen. Nach einigen Warnschüssen fiel in der 33. Minute das erste Tor. Christophe Belanger traf für Cruz Azul, vorbereitet von Rafael Carvalho. Der zentrale Mittelfeldspieler nutzte eine Situation, in der die Gastgeber ihre offensive Ausrichtung mit Leben füllten. 1:0 - und die Heimkurve durfte sich für einen Moment einbilden, dieser Abend werde ein kontrollierter Fußballabend. Pumas Nacional hatte allerdings andere Pläne. In der 41. Minute glich Afanas Biljaletdinow nach Vorarbeit von Uwe Konrad aus. Der rechte Angreifer blieb vor dem Tor offenbar gelassener als die Zuschauer auf den Rängen, die innerhalb weniger Minuten von Hoffnung auf Nervosität umschalteten. "Ruhig bleiben!", hätte man sich an der Seitenlinie gut vorstellen können. Ruhig blieb zu diesem Zeitpunkt allerdings hauptsächlich der Rasen. Kurz vor der Pause schlug Cruz Azul zurück. Carlos Pacos erzielte in der 44. Minute das 2:1, Radostin Asparuchow lieferte die Vorlage. Die Gastgeber gingen damit mit einer Führung in die Kabine, obwohl Pumas den Ball insgesamt etwas häufiger hatte. 50,8 Prozent Ballbesitz für die Gäste standen 49,2 Prozent für Cruz Azul gegenüber - statistisch knapp, emotional vermutlich eine ganze Welt. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Cruz Azul wechselte in der 55. Minute doppelt: Björn Mortensen kam für Jan Andersson, Markus Kuqi ersetzte Lorenzo Costa. Pumas reagierte wenig später ebenfalls und brachte Duarte de la Sota sowie Stilian Sanew. Der Plan der Gäste war klar: weiter Druck machen, weiter schießen, weiter so tun, als sei ein Rückstand nur eine vorübergehende Unhöflichkeit der Anzeigetafel. In der 71. Minute zahlte sich das aus. Marcio Maniche traf zum 2:2, erneut war Miguel Moutinho an der Entstehung beteiligt. Vier Minuten später legte Maniche nach und drehte das Spiel endgültig. Wieder kam die Vorarbeit von Moutinho. Aus dem Mittelfeldspieler wurde binnen kurzer Zeit der Mann des Abends - und aus Cruz Azuls Führung eine Erinnerung. Cruz Azul gab nicht auf. 14 Torschüsse sammelten die Hausherren, Pumas kam auf 11. Carlos Pacos prüfte die Gästeabwehr mehrfach, Christophe Belanger versuchte es in der Nachspielzeit noch einmal. Doch Pumas verteidigte den Vorsprung mit großer Entschlossenheit. Die Gäste steigerten gegen Ende sogar ihren Einsatz, während Cruz Azul auf aktives Pressing umschaltete. Es half nichts. In der 94. Minute sah Cruz Azuls Emanuele Jacurso die Rote Karte. Ein bitterer Schlusspunkt unter einen Abend, an dem die Gastgeber zunächst vieles richtig gemacht hatten - nur eben nicht das Wichtigste bis zum Ende. Trainer Bronco Capone dürfte hinterher sinngemäß von einer "bitteren Niederlage trotz großer Moral" gesprochen haben. Pumas-Coach Andy Nordlicht konnte sich dagegen über einen Auswärtssieg freuen, der vor allem eines zeigte: Wer bei 2:1 nicht aufhört anzugreifen, darf am Ende sogar drei Punkte mitnehmen. Der Fußball ist manchmal erstaunlich unverschämt. 10.09.2026 22:37 |
Sprücheklopfer
Das spricht vielleicht für eine schlechte Vereinskarriere - aber das war ein Höhepunkt meiner Laufbahn!
Jan-Aage Fjörtoft auf die Frage, was ihm der Siegtreffer gegen Bayern München bedeutet