Diarios de Futbol
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CF Guanacaste verliert trotz Traumstart - Cerrense dreht das Spiel mit jugendlichem Elan

Wenn man nach zwei Minuten schon jubelt, sollte man meinen, der Fußballgott hat gute Laune. Doch CF Guanacaste lernte am Montagabend im "Estadio Verde" schmerzhaft, dass frühe Glücksgefühle keine Garantie für späte Punkte sind. 20.000 Zuschauer sahen beim Auftakt der "Challenger League Quali" ein wechselhaftes 2:3 (2:2) gegen CD Cerrense - ein Spiel, das alles hatte: Tempo, Tore und eine Prise jugendlichen Übermuts.

Kaum hatte der Schiedsrichter angepfiffen, da brach Jubel aus: Sergio Izquierdo, der 23-jährige Mittelstürmer Guanacastes, nutzte die erste Unachtsamkeit in der Cerrense-Abwehr, nachdem Javier Sa Pint den Ball perfekt durchgesteckt hatte. 1:0 in der 2. Minute - die Stadionwurst war noch warm, da roch es schon nach einem Heimsieg. "Ich dachte, das wird heute ein Spaziergang", gestand Izquierdo später mit einem Grinsen, "aber dann kam Cerrense - und hat uns laufen lassen."

Denn die Gäste, gecoacht von Leahcim Gnipeur, ließen sich nicht beeindrucken. Nur sieben Minuten später antwortete Duarte Galindo mit einem wuchtigen Abschluss zum 1:1, mustergültig aufgelegt von Spielmacher Christian Petrizzi. Und als Izquierdo in der 23. Minute nach feiner Vorarbeit von Linksverteidiger Isidoro Galindo erneut traf, schien das Pendel wieder Richtung Heimteam auszuschlagen. Doch Cerrense blieb unbeeindruckt - und ein gewisser Kay Schäfer, 23 Jahre jung, enteilt in der 41. Minute der gesamten Guanacaste-Abwehr, schiebt lässig ein. 2:2. Halbzeit. Und auf der Tribüne hörte man einen Fan murmeln: "Vielleicht sollten sie erst in der 46. Minute anfangen zu spielen."

Die zweite Hälfte gehörte dann eindeutig Cerrense. Mehr Ballbesitz (56 Prozent), mehr Torschüsse (9:5) und vor allem mehr Mut. Und dieser Mut wurde in der 48. Minute belohnt: Wieder war es Schäfer, der nach Flanke von Gerd Vilhelmsen zum 3:2 traf - sein zweiter Treffer, eiskalt wie ein nordischer Winter. Guanacaste rannte an, aber ideenlos. Trainername unbekannt - aber seine Mimik sprach Bände. Er gestikulierte wild, während seine Mannschaft weiter mit langen Bällen operierte, die im Nichts verpufften.

In der 71. Minute sah Cerrenses Linksverteidiger Tomasz Szymkowiak Gelb, nachdem er den enteilten Zdravko Koroman rustikal stoppte. "Das war Taktik, keine Gewalt", erklärte der Pole später schmunzelnd, "ich wollte nur, dass der Junge kurz nachdenkt." Es half: Koroman blieb danach blass, und Cerrense brachte das Ergebnis souverän über die Zeit.

CF Guanacaste versuchte in den letzten Minuten, mit allem, was nach Offensive aussah, den Ausgleich zu erzwingen. Doch Torhüter Thierry Benveniste im Cerrense-Kasten erwischte einen Sahnetag. In der 87. Minute fischte er einen Schuss von Adrian Forque aus dem Winkel, als wolle er demonstrieren, dass Erfahrung manchmal wichtiger ist als Flugstunden. "Ich hab einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass er mich trifft", witzelte Benveniste nach Abpfiff - und grinste dabei so breit wie die Querlatte.

Taktisch blieb Guanacaste bis zum Schluss bei seiner offensiven Ausrichtung, doch ohne Pressing und mit nachlassendem Einsatz verpuffte der Angriffsschwung zunehmend. Cerrense hingegen steigerte nach der Pause Aggressivität und Einsatzwillen - und das war letztlich der Schlüssel. "Wir haben in der Kabine gesagt: mehr Biss, weniger Ballverlust", verriet Trainer Gnipeur. "Und Kay hat’s wohl am besten verstanden."

Die Zuschauer verabschiedeten ihre Mannschaft mit höflichem Applaus, auch wenn die Enttäuschung sichtbar war. "Das war’s wohl mit dem leichten Auftakt", murrte ein älterer Fan beim Hinausgehen. "Aber wenigstens hat’s nicht geregnet."

Statistisch war der Sieg der Gäste verdient: 56 Prozent Ballbesitz, 9 Torschüsse, dazu eine Zweikampfquote von knapp 52 Prozent. Guanacaste kämpfte tapfer, aber ineffizient. Zwei Tore von Izquierdo bleiben der Lichtblick - doch ohne defensive Stabilität wird’s in dieser Quali-Gruppe schwer.

Vielleicht sollte Trainer Gnipeur dem Heimteam ein paar Tipps dalassen: jung, mutig, effizient - das war Cerrense an diesem Abend in Reinform. Und während die Gäste jubelten, stapfte Izquierdo enttäuscht vom Platz. "Wir haben’s selbst aus der Hand gegeben", sagte er leise. Dann blickte er zum Himmel und fügte hinzu: "Vielleicht hat der Fußballgott heute einfach Cerrense-Fan gespielt."

Ein Fazit mit Augenzwinkern: CF Guanacaste begann wie ein Orkan, endete aber wie ein laues Lüftchen. Und CD Cerrense? Die spielten einfach weiter - und gewannen, weil sie daran glaubten, dass ein Spiel 90 Minuten dauert.

11.11.643993 15:07
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