// Startseite
| Daily Football Record |
| +++ Sportzeitung für Schottland +++ |
|
|
|
Scottish Premiership | 31. Spieltag | 11.09.26 | Gala Fairydean - Celtic Glasgow 2:4 Die Antwort der Gäste lautete: schießen. Und zwar häufig. 16 Torschüsse verzeichnete Celtic, Gala Fairydean kam auf sechs. Der Ballbesitz lag dagegen mit 55,2 Prozent sogar knapp aufseiten der Hausherren. Ein hübscher Beleg dafür, dass Ballbesitz manchmal vor allem bedeutet, länger im Besitz des Problems zu sein. Dabei begann der Abend für Gala Fairydean prächtig. Bereits in der 4. Minute traf Ricardo Viana nach Vorarbeit von Ryan Davidson zum 1:0. Die Heimfans durften kurz davon träumen, dass dieser Freitagabend ein Fußballmärchen werden könnte. Celtic hatte offenbar eher eine Krimigeschichte mitgebracht. Harry Lorring meldete sich früh zu Wort - und zwar mehrfach. In den ersten 20 Minuten prüfte der 33-jährige Angreifer die Abwehr der Gastgeber gleich fünfmal. In der 26. Minute zahlte sich die Hartnäckigkeit aus: Nach Zuspiel von Vicente Yanez erzielte Lorring den Ausgleich. Es war sein erster Treffer des Abends, aber keineswegs sein letzter. Celtic blieb offensiv ausgerichtet, spielte kontrolliert und ohne übermäßiges Pressing. Das wirkte nicht immer spektakulär, war aber höchst effizient. In der 39. Minute erhöhte Innenverteidiger Kalman Szabics auf 2:1. Gala Fairydean hatte bis zur Pause mehr vom Ball, Celtic jedoch das bessere Drehbuch. Halbzeitstand: 1:2. "Wir haben den Ball, sie haben die Tore", hätte ein Gala-Fan in diesem Moment sinngemäß sagen können. Der Satz ist eine frei erfundene Momentaufnahme, trifft die Lage aber erschreckend gut. Nach dem Seitenwechsel blieb Celtic seiner Linie treu. Trainer Ralf Bücheler ließ offensiv weiterspielen, wechselte zugleich Nestor Couto gegen Vicente Yanez sowie später weitere Kräfte ein. In der 56. Minute schlug erneut Lorring zu, diesmal nach Vorlage von Couto. 3:1 - und spätestens jetzt hatte der Gala-Torwart vermutlich genug davon, dass der gegnerische Linksangreifer immer wieder in seinem Sichtfeld auftauchte. Gala Fairydean gab sich jedoch nicht geschlagen. Die Mannschaft kam weiterhin zu einzelnen Abschlüssen und wurde in der Schlussphase belohnt. In der 79. Minute verkürzte Nevio Urrutia nach Vorlage von Xabier Gorritxategi auf 2:3. Plötzlich war wieder Spannung im Stadion, und Celtic musste für einige Minuten feststellen, dass ein Fußballspiel auch nach dem dritten eigenen Treffer noch nicht automatisch beendet ist. Die Hoffnung der Gastgeber hielt allerdings nur kurz. In der 91. Minute setzte Dario Shala den Schlusspunkt zum 4:2 für Celtic Glasgow. Gala hatte 55,2 Prozent Ballbesitz, Celtic 44,8 Prozent - gewonnen hat trotzdem die Mannschaft mit den besseren Ideen im Strafraum. So ungerecht kann Statistik sein. Lorring war mit zwei Toren der auffälligste Angreifer, Celtic insgesamt aber vor allem wegen seiner Konsequenz überlegen. Gala Fairydean zeigte Mut und Phasen guten Spiels, musste sich am Ende jedoch einer Mannschaft beugen, die aus 16 Torschüssen vier Treffer machte. Der Ball war also nicht immer bei Celtic. Aber wenn er dort war, wurde es meistens unangenehm. 12.09.2026 09:35 |
Sprücheklopfer
Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.
Lukas Podolski