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Cavaliers zähmen Gorillas - souveräner 2:0?Heimsieg in Cleveland

Es war ein kalter Februarabend in Cleveland, doch die 29.935 Zuschauer im fast ausverkauften Stadion hatten bald warm ums Herz: Die Cleveland Cavaliers schlugen die Atlanta Gorillas am 33. Spieltag der 1. Liga USA mit 2:0 - ein Sieg, der so kontrolliert wie verdient war. "Wir haben das Spiel von Anfang an unter Kontrolle gehabt", sagte Trainer Alex Rosin nach dem Schlusspfiff und versuchte, sein Lächeln zu verbergen, was ihm allerdings nur mäßig gelang.

Von Beginn an schien klar, dass hier eine Mannschaft wusste, was sie wollte - und eine andere, die noch auf der Suche nach einer Spielidee war. Die Cavaliers ließen den Ball laufen, als hätten sie ihn gemietet, und kamen bereits in den ersten zehn Minuten zu mehreren Abschlüssen durch Innenverteidiger Timm Ebert. Dass ein Abwehrspieler die ersten Offensivsignale sendet, sagt einiges über Atlantas Defensivordnung aus.

Die Gorillas, die unter Trainerin Anja Meister mit einer jungen, fast jugendhaften Truppe antraten - gleich fünf Spieler waren 17 Jahre alt - hielten tapfer dagegen. Besonders der quirlige Charles Neville auf der linken Seite versuchte in der 7. Minute, Keeper Pedro Jorge zu prüfen. Doch außer einem leichten Aufseufzen auf der Tribüne sprang nichts heraus.

In der 29. Minute dann die Erlösung für Cleveland: Nach einem feinen Pass von Noah Nolte tauchte Joris Buskirk auf der rechten Seite auf, zog nach innen und schlenzte den Ball ins lange Eck - 1:0. Jubel, der sich wie eine Welle durchs Stadion bewegte. "Ich hab den Ball gar nicht richtig gesehen, nur gespürt, dass er passt", grinste Buskirk später in der Mixed Zone.

Noch vor der Pause kassierten die Cavaliers eine Gelbe Karte für Marco Domingos, der wohl dachte, die Grätsche in der 16. Minute sei ein stilvolles Statement. "Ich wollte nur zeigen, dass wir da sind", verteidigte er sich nach dem Spiel. Schiedsrichterin Carla Vance sah das anders.

Atlanta, das laut offizieller Statistik nur vier Schüsse auf das Tor brachte und mit 35 Prozent Ballbesitz über weite Strecken Statistenstatus hatte, kam auch nach der Pause nicht wirklich ins Rollen. Trainerin Meister wechselte zur 60. Minute gleich dreifach - Dylan Hunt, Evan O’Brien und Nenad Denic kamen in die Partie. Doch die Impulse verpufften schneller als ein Konterversuch auf nassem Rasen.

In der 54. Minute sorgte dann Amaury Calvente für die Vorentscheidung: Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege bei Timm Ebert, der - diesmal als Passgeber - den Ball querlegte. Calvente nahm Maß und versenkte trocken ins rechte Eck. 2:0, und die Partie war gelaufen. "Timm hat mehr Offensivaktionen als mancher Stürmer gehabt", witzelte Rosin später. Ebert selbst nahm’s gelassen: "Ich bin halt vielseitig - manchmal zu vielseitig, wenn man meine Gelbe in der 86. Minute anschaut."

Die Gorillas versuchten es weiterhin mit jugendlichem Enthusiasmus, besonders der 17‑jährige Garritt Knickerbacker kam zweimal gefährlich zum Abschluss (56. und 58. Minute), doch Pedro Jorge blieb unbezwingbar. "Ich dachte kurz, er hat Flügel", meinte Meister lakonisch über ihren Gegner.

Cleveland kontrollierte den Ball mit fast 65 Prozent Ballbesitz, kombinierte ruhig und ließ den Gegner laufen. In der Schlussphase hätte Filipe Miguel das Ergebnis noch höher schrauben können, doch sein Schuss in der 85. Minute verfehlte knapp das Ziel. Als der Schlusspfiff ertönte, wirkte es, als seien beide Seiten recht zufrieden: die einen mit drei Punkten, die anderen mit der Erfahrung.

"Wir wussten, dass Cleveland eine erfahrene Truppe ist", sagte Meister, "aber ich bin stolz auf unsere Jungs - sie haben nicht aufgegeben, auch wenn sie manchmal mehr gestaunt als gespielt haben."

Für Cleveland war es ein Sieg mit Ansage - ein Statement in Richtung Liga‑Spitze, auch wenn Trainer Rosin das nicht überbewerten wollte: "Wir denken von Spiel zu Spiel, aber wenn wir so weitermachen, darf man ruhig mal nach oben schielen."

Die Fans taten das längst. Beim Abgang der Mannschaft hallten Rufe durch die Arena, und irgendwo in den oberen Reihen soll ein Zuschauer gerufen haben: "Endlich wieder Fußball, kein Schach!" - ein Satz, der das Spiel perfekt zusammenfasst. Denn während die Cavaliers mit Übersicht, Ruhe und zwei sehenswerten Treffern glänzten, hatten die Gorillas zwar Herz, aber kaum Plan.

Und so endete dieser Abend mit einem verdienten 2:0, einer zufriedenen Heimkurve und einer Gästemannschaft, die immerhin eines bewiesen hat: Mut kann man nicht trainieren - aber man kann ihn mit 17 schon haben.

23.04.643990 10:32
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