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Primera A | 29. Spieltag | 09.09.26 | UD Bucaramanga - Les Milionaros 0:0 Vor 19.873 Zuschauern, die sich am Mittwochabend um 20 Uhr im Stadion versammelt hatten, endete die Partie 0:0 (0:0). Die Zuschauer sahen keinen Treffer, dafür 23 Torschüsse, zwei Gelbe Karten, eine Verletzungsunterbrechung und eine bemerkenswerte Demonstration der Kunst, aus viel Aktivität möglichst wenig Zählbares zu machen. Bucaramanga begann mit etwas mehr Ballbesitz - am Ende waren es 52,95 Prozent - und zunächst auch mit dem klareren Plan. Damian Djalo prüfte Les-Milionaros-Torwart Fabian Meyer bereits in der 7. Minute und legte vier Minuten später nach. Zweimal zielte der linke Angreifer aufs Tor, zweimal blieb Meyer offenbar bei der Sache. "Der erste Schuss war zum Aufwärmen, der zweite zum Erinnern", soll Djalo später mit einem Schulterzucken gesagt haben. Eine Aussage, die sich nicht unabhängig überprüfen ließ, aber zum Spielverlauf erstaunlich gut passte. Noe Minguez übernahm anschließend die Rolle des Dauergasts im gegnerischen Strafraum. In der 17. und 26. Minute sorgte der Mittelfeldspieler für Gefahr, ohne jedoch den entscheidenden Unterschied zu machen. Bucaramanga kombinierte ordentlich, spielte laut taktischer Marschroute ausgewogen und suchte eher die sichere Chance als den wilden Abschluss. Das war vernünftig - möglicherweise sogar zu vernünftig. Les Milionaros brauchten eine halbe Stunde, um richtig aufzuwachen. Dann aber schaltete die Mannschaft von Trainer Tsubasa Ozora den Torschussmodus auf "irgendwann wird schon einer reingehen". Iban Rincon versuchte es in der 29. und 37. Minute, Brecht Assouline und Davide Lucido folgten kurz vor der Pause. Plötzlich wurde es unruhig vor dem Tor der Gastgeber. "Nicht schön, aber wir sind da", soll Ozora seinen Assistenten zugeraunt haben. Ein Satz, der im Fußball vermutlich als taktische Analyse durchgeht. Zur Halbzeit blieb es 0:0. Les Milionaros reagierten mit drei Wechseln: Anders Carstensen, Ramon Quiles und Carlos Vidigal gingen vom Feld, Samuel Cunningham, Iban Rincon und Nuno Barros kamen. Besonders auffällig: Der erst 17-jährige Vidigal hatte zuvor dreimal aufs Tor geschossen. Seine Auswechslung wirkte daher ein wenig wie die Entscheidung, einen Feuerlöscher vorsorglich aus dem brennenden Gebäude zu tragen. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste endgültig die Initiative. Jacob Karl, Carlos Vidigal - vor seiner Auswechslung - und mehrere Kollegen hatten bereits Druck gemacht; in der zweiten Hälfte folgte eine regelrechte Schussserie. Les Milionaros kamen insgesamt auf 16 Torschüsse, mehr als doppelt so viele wie Bucaramanga. Trotzdem blieb das Tor vernagelt. Ramon Quiles, Anders Carstensen, Davide Lucido und erneut Karl scheiterten ebenso wie die übrigen Angreifer an Präzision, Abwehr oder schlicht am Fußballgott, der an diesem Abend offenbar Dienst nach Vorschrift machte. Bucaramanga brachte im zweiten Durchgang nur noch drei Torschüsse zustande. Minguez versuchte es in der 85. Minute ein letztes Mal. Danach verwalteten die Gastgeber nicht so sehr einen Punkt, sondern eher die Hoffnung, dass der Schlusspfiff bald erlösen möge. Alex Moran und Joao Pauleta sahen in der 90. beziehungsweise 92. Minute Gelb. In der 94. Minute musste Les-Milionaros-Verteidiger Zdenek Ujfalusi verletzt behandelt werden. Am Ende stand ein gerechtes, wenn auch torloses 0:0. Les Milionaros hatten die Chancen, Bucaramanga den etwas größeren Ballbesitz. Beide Teams nahmen einen Punkt mit - und die Zuschauer immerhin die Gewissheit, dass auch ein Fußballabend ohne Tore erstaunlich lang werden kann. 10.09.2026 12:50 |
Sprücheklopfer
Der Jürgen ist ein Weltmann. Er war ja immer ein Gegenpool zu mir.
Lothar Matthäus über Jürgen Klinsmann