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Liga-Pokal (First Division) | Finale | 14.09.26 | Bray Seagulls - Galway Tribesmen 7:8 Am Ende gewann Galway mit 8:7 nach Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden, weitere Treffer fielen auch in der Verlängerung nicht. Die Nerven mussten also vom Punkt entscheiden - jener berühmten Stelle, an der selbst gestandene Profis plötzlich den Ball betrachten, als sei er ein besonders kompliziertes Steuerformular. Galway begann offensiv und kam früh zu Chancen. Mateo Bosingwa, Pedro Flores, William Ireland, Aaron Kelly und Rutger Devenpeck prüften die Bray-Abwehr bereits in der Anfangsphase. In der 14. Minute zahlte sich der Druck aus: Kelly traf nach Vorarbeit von Florentin Dinu zum 1:0. Galway hatte bis dahin zwar weniger Ballbesitz, spielte aber zielstrebiger und brachte seine 14 Torschüsse immer wieder gefährlich in Richtung Bray-Tor. Die Seagulls ließen sich davon nicht dauerhaft beeindrucken. Andre Lansing sorgte in der 30. Minute für den Ausgleich, Christophe Deschanel lieferte die Vorlage. Bray besaß am Ende 54,3 Prozent der Spielanteile - was im Fußball ungefähr bedeutet: Man hatte den Ball öfter, aber Galway hatte offenbar die bessere Gebrauchsanweisung. Kurz nach dem Seitenwechsel drehte Bray die Partie zunächst. In der 47. Minute traf Deschanel selbst, Lansing assistierte diesmal. Für einige Minuten sah es so aus, als könnten die Gastgeber das Finale kontrollieren. Auf der Tribüne wurden bereits erste Siegerfotos gedanklich komponiert. Der Fußball hörte davon und reagierte erwartungsgemäß beleidigt. In der 65. Minute schlug Galway zurück. Kelly erzielte nach Zuspiel von Ireland seinen zweiten Treffer und stellte auf 2:2. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, obwohl die Statistik den Gästen mit 14:9 Torschüssen einen klareren Offensivdrang bescheinigte. Rutger Devenpeck und Aaron Kelly blieben gefährlich, während bei Bray vor allem Domingo Moutinho mehrfach den Abschluss suchte. "Wir hatten den Ball, aber Galway hatte die besseren Antworten", sagte Lansing sinngemäß nach der Partie. Deschanel, der als Torschütze und Vorlagengeber glänzte, befand sinngemäß: "Nach dem 2:2 war klar, dass heute niemand früh schlafen geht." Das war weniger eine taktische Analyse als eine ziemlich präzise Wettervorhersage. In der Schlussphase wurde es hektisch. Kelly sah zunächst Gelb und musste in der 90. Minute nach einer weiteren Verwarnung mit Gelb-Rot vom Platz. Galway musste die Verlängerung somit in Unterzahl bestreiten, verteidigte sich aber leidenschaftlich und ließ Bray trotz numerischer Überlegenheit nicht entscheidend durchbrechen. Die Tribesmen spielten offensiv, aber kontrolliert; Bray blieb ausgewogen und suchte seine Chancen, ohne blind ins Risiko zu gehen. Im Elfmeterschießen trafen für Bray Jorge Pelayo, Moutinho, Deschanel, Kai Delap und Lansing. Benjamin Carr und Corey O’Shea vergaben. Galway war durch Marnix Devenpeck, Kian Carsley, Mateo Bosingwa, Janos Eisenhoffer, William Ireland und Florentin Dinu erfolgreich. Rutger Devenpeck scheiterte zwar, doch das reichte nicht mehr zur Rettung der Seagulls. Galways Trainer Andreas Godejohann durfte schließlich jubeln. Bray hatte mehr Ballbesitz, Galway aber die bessere Nervenbilanz. Der Pokal geht nach Galway - und die Zuschauer dürften sich einig gewesen sein: Ein ruhiger Abend wäre schön gewesen. Aber vermutlich hätte dann auch niemand 20.000 Tickets verkauft. 15.09.2026 00:03 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler