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Brabrand bejubelt Heimsieg: Arrondo trifft, Amagher wacht zu spät auf

Es war ein kalter Januarabend in Brabrand, aber die 39.574 Zuschauer im Stadion hatten keine Zeit, über die Temperaturen nachzudenken. Dafür sorgte Brabrand BK mit einem heißen Start gegen Fremad Amagher - und am Ende mit einem 2:1-Sieg, der zwar knapp auf der Anzeigetafel stand, aber auf dem Rasen deutlich war.

Trainer Kersten Rittner hatte schon vor dem Spiel ein Grinsen auf den Lippen. "Wir haben im Training gesagt: Wenn wir schießen, dann richtig", meinte er später. Und seine Jungs hielten sich daran - ganze 19 Schüsse aufs Tor, fast fünfmal so viele wie die Gäste. Fremad Amagher dagegen brachte es auf magere vier Versuche. Dass es am Ende trotzdem noch spannend wurde, lag weniger an ihrer Spielkunst als an Brabrands Nachlässigkeit nach der Pause.

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Bereits nach einer Minute prüfte Pawel Kolew den gegnerischen Keeper Javier Quintana - ein satter Schuss, der aber direkt in dessen Arme flog. Danach rollte Angriff um Angriff auf den Kasten der Gäste. Besonders Fernando Arrondo, der Mittelstürmer mit dem Charme eines Stierkämpfers, versuchte es gleich mehrfach. In der 30. Minute noch knapp vorbei, in der 34. machte er alles richtig: Nach feinem Zuspiel von Filip Bisgaard legte er den Ball mit der Sohle an, schaute kurz - und versenkte trocken ins rechte Eck. 1:0, und die Tribüne vibrierte.

"Ich wusste, dass ich treffen würde, als ich den Pass sah", grinste Arrondo später. "Filip hat mir den Ball serviert wie ein Kellner im Sterne-Restaurant."

Und Brabrand hatte noch nicht genug. Nur acht Minuten später schlenzte der quirlige Rechtsaußen Bertil Laugesen den Ball nach Vorlage von Helmut Winter unter die Latte - 2:0! Fremad Amagher wirkte in dieser Phase wie ein Tourist, der versehentlich auf einem Formel-1-Kurs spazieren geht. Nur einmal in Halbzeit eins kamen sie gefährlich vors Tor, als Daniel Östergaard in der 45. Minute abzog - aber Keeper Gerd Lund war aufmerksam.

Nach dem Seitenwechsel schien Brabrand zunächst weiter die Kontrolle zu haben, doch Trainer Rittner brachte mit dem erst 17-jährigen Bent Berthelsen frischen Wind - und jugendliche Nervosität. "Ich hab’ gedacht, meine Beine hören nicht mehr auf zu zittern", lachte der Debütant nach dem Spiel.

Fremad Amagher nutzte die kleine Unordnung und kam besser ins Spiel. Zwar blieb der Ballbesitz mit knapp 51 Prozent leicht zu ihren Gunsten verteilt, doch aus den Zahlen machte die Mannschaft von Trainer Mads Elkjær zu wenig. "Wir waren offensiv, aber ohne Biss", seufzte Elkjær. "Vielleicht hätten wir lieber mit Helm gespielt - so oft wie wir in die Brabrand-Abwehr gelaufen sind."

In der 81. Minute dann doch der Anschlusstreffer: Der junge Joschua Pfeifer flankte butterweich auf Diego Costa, der den Ball per Kopf ins Netz wuchtete. Plötzlich war wieder Spannung drin - und Brabrands Verteidiger Nikola Ivanovic brüllte seine Kollegen zusammen: "Jetzt bloß kein Zirkus!"

Die letzten Minuten waren ein Mittelding aus Nervenschlacht und Schauspielprobe. Niels Due, der schon in der ersten Halbzeit Gelb gesehen hatte, wurde von der Seitenlinie aus von seinem Trainer mit klaren Worten bedacht: "Noch eine Grätsche, und du siehst das nächste Spiel vom Sofa!" Fremad drückte, Diego Costa versuchte es noch einmal aus der Distanz, doch Lund blieb Herr der Lage.

Als Schiedsrichter Jørgensen endlich abpfiff, ballte Rittner die Fäuste. "Das war kein Schönheitspreis, aber drei Punkte sind drei Punkte", sagte er und grinste breit. Neben ihm klopfte Fernando Arrondo seinem Trainer auf die Schulter: "Ich sag’s ja immer, Chef - lieber ein dreckiges 2:1 als ein hübsches 0:0."

Fremad Amagher hingegen stand ratlos im Mittelkreis. Aina Overgaard, der in der 88. Minute noch Gelb gesehen hatte, schüttelte den Kopf: "Wir haben zu spät angefangen, Fußball zu spielen. Vielleicht sollten wir das nächste Mal schon beim Aufwärmen damit anfangen."

Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für Brabrand BK, die mit aggressivem, aber kontrolliertem Spiel die erste Halbzeit dominierten und den Vorsprung mit Zähnen und Klauen über die Zeit brachten. Fremad Amagher zeigte Moral, doch der späte Treffer war zu wenig.

Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass man in Brabrand nach diesem Abend noch lange feiern wird - und dass Fernando Arrondo wohl wieder den letzten Tanz auf der Kabinenbank anführen wird. Wie Trainer Rittner zum Schluss trocken meinte: "Wenn wir weiter so spielen, brauchen wir bald ein größeres Stadion. Oder wenigstens mehr Bier im Kühlschrank."

29.09.643987 13:02
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