Jornal do Brasil
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Botafogo gewinnt Geduldsspiel gegen Santo Andre mit 1:0

Serie A | 27. Spieltag | 07.09.26 | AD Botafogo - AD Santo Andre 1:0

AD Botafogo hat am 27. Spieltag der Serie A ein Spiel gewonnen, das lange so wirkte, als hätten sich beide Mannschaften auf einen Abend ohne größere Aufregung geeinigt. Am Ende setzte sich der Gastgeber vor 28.209 Zuschauern dennoch verdient mit 1:0 gegen AD Santo Andre durch. Dimas Manu erzielte in der 81. Minute das entscheidende Tor - und bewies damit, dass Geduld im Fußball manchmal tatsächlich belohnt wird. Meistens wird sie allerdings nur mit einem torlosen Remis bestraft.

Dabei begann die Partie am Montagabend um 20 Uhr mit erstaunlichem Tempo. Schon in der ersten Minute prüfte Leandro Ze Castro die Botafogo-Abwehr, wenig später antwortete Antonio Quintana. In der dritten Minute schoss Louis Millington auf das Tor, ehe Santo Andres Hugo Derlei ebenfalls für Unruhe sorgte. Die ersten vier Minuten hatten mehr Bewegung als mancher komplette Spieltag.

Botafogo übernahm danach zunehmend die Kontrolle. Die Mannschaft von Trainer Patrick Kunz Gouveia kam im gesamten Spiel auf 19 Torschüsse, Santo Andre auf acht. Auch beim Ballbesitz lag der Gastgeber vorn: 53,5 Prozent standen 46,5 Prozent gegenüber. Kein erdrückender Unterschied, aber genug, um die Richtung des Spiels zu bestimmen. Santo Andre hatte den Ball also durchaus - nur wusste die Mannschaft nicht immer, wohin damit.

In der 24. Minute tauchte Botafogos linker Verteidiger Duarte Agirre gefährlich auf, vier Minuten später versuchte es Carl Muno aus dem Zentrum. Gabri Sousa, Quintana und Millington blieben ebenfalls hartnäckig. Besonders Quintana schien das Tor irgendwann persönlich beleidigt zu haben: In der ersten Halbzeit schoss er mehrfach, doch der Ball fand weder Netz noch Erbarmen.

Santo Andre blieb trotzdem gefährlich. Caio Custodio zwang Botafogo in der 36. Minute zur Aufmerksamkeit, Innenverteidiger Ulf Meyer versuchte sich ebenfalls. Doch die Gäste fanden gegen die kompakte Defensive des Heimteams nur selten den Weg durch die letzte Linie. Torwart Harrison O’Farrell durfte sich über einen vergleichsweise ruhigen Abend freuen - wobei Torhüter bekanntlich auch dann nervös werden, wenn der Ball zu lange nicht kommt.

Zur Pause stand es 0:0. Botafogo hatte mehr vom Spiel, Santo Andre hielt dagegen. Trainer Kunz Gouveia stellte seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel sichtbar um: Nun wurde stärker über die Flügel angegriffen, mit kurzen Pässen und aktivem Pressing. Santo Andre blieb offensiv ausgerichtet, erhöhte aber weder das Pressing noch das Risiko entscheidend. Alexander Pachmanns Team wartete eher auf die eine große Gelegenheit, während Botafogo mehrere kleinere sammelte.

Millington, der bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute unermüdlich über rechts kam, scheiterte ebenso wie Quintana und Muno. Dann schlug in der 81. Minute die Stunde von Dimas Manu. Nach Vorarbeit von Marko Filipovic traf der linke Mittelfeldspieler zum 1:0. Ein sauber herausgespielter Moment in einer Partie, die bis dahin vor allem von Geduld, Laufarbeit und verfehlten Abschlüssen gelebt hatte.

"Wir wussten, dass wir ruhig bleiben müssen", sagte Kunz Gouveia nach dem Abpfiff sinngemäß. "Man kann nicht jeden Angriff mit einem Tor abschließen. Heute hat einer gereicht." Sein Gegenüber Pachmann soll die Niederlage ähnlich nüchtern bewertet haben: "Wir waren im Spiel, aber Botafogo war am Ende konsequenter."

Santo Andre bekam in der Schlussphase noch einen weiteren Rückschlag. Fabio de Freitas sah in der 84. Minute die Rote Karte. Mit zehn Mann blieb den Gästen kaum noch Zeit für eine Antwort. Dominique Bergen und Custodio suchten zwar noch den Abschluss, doch Botafogo brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

So blieb es beim 1:0. Kein Spektakel, kein Torfestival - aber ein Heimsieg mit klarer statistischer Grundlage. Und Dimas Manu darf sich rühmen, den einzigen Treffer eines Abends erzielt zu haben, an dem der Ball deutlich öfter Richtung Tor flog als tatsächlich hineinging.

08.09.2026 11:32
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Der Trainer hat gesagt, wir sollen uns am Gegner festbeißen. Das habe ich versucht zu beherzigen.
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