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Blues lassen Sieg in letzter Minute flattern - 3:3 gegen die Eagles

Ein Spiel, das alles hatte: Tore, Drama, einen verletzten Flügelspieler, einen gelb verwarnten Linksverteidiger und 59.000 Zuschauer, die zwischen Euphorie und Verzweiflung schwankten. Am 34. Spieltag der 1. Liga USA trennten sich die San Jose Blues und die New York Eagles 3:3 - ein Ergebnis, das beiden Teams irgendwie zu wenig und zu viel zugleich war.

Schon in der 9. Minute legten die Eagles los wie ein Raubvogel im Sturzflug. Dylan Edgecomb, 22 Jahre jung und schnell wie ein geölter Blitz, traf nach Vorarbeit von Louis McGowan. "Wir wollten früh ein Zeichen setzen", grinste Edgecomb später, "leider haben die Blues das Zeichen wohl gelesen."

Denn die Hausherren brauchten zwar fast eine halbe Stunde, um ihre Nervosität abzulegen, doch dann kam der Doppelschlag: Erst versenkte der quirlige Harrison Hannigan in der 37. Minute nach Vorlage von Innenverteidiger Edward Marley den Ball unhaltbar im Winkel, dann legte Marvin Klug nur vier Minuten später nach - diesmal nach perfekter Flanke von Hannigan. Aus einem 0:1 wurde ein 2:1, und das Stadion bebte. "Da war richtig Alarm", sagte Blues-Coach Daniel Schneider. "Ich dachte, das Dach hebt gleich ab - und das ohne Retractable Roof!"

Doch der Jubel hatte auch Schattenseiten: In der 30. Minute musste Flügelspieler Taylor Donovan nach einem unglücklichen Zweikampf verletzt runter. "Ich hab’s knacken gehört und wusste, das ist kein gutes Geräusch", murmelte er später mit Verband. Für ihn kam Routinier Sergi Espinosa, der prompt den Assist zum 3:1 lieferte - erneut war Klug, der Torjäger vom Dienst, zur Stelle (46.). 3:1, die Blues im Angriffsmodus, 53 Prozent Ballbesitz, 13 Schüsse aufs Tor - man konnte meinen, das Ding sei durch.

Aber Fußball wäre kein Drama ohne letzte Wendungen. Die Eagles, von Trainer Ho Si zur Halbzeit noch mit den Worten "Wir sind keine Brieftauben, sondern Raubvögel!" angefeuert, kamen mit wütendem Offensivgeist zurück. In der 68. Minute verkürzte Benjamin Lockhart nach Vorlage von Ashton Patton auf 3:2. Die Blues wirkten plötzlich schwerfällig, als hätten sie die Halbzeitpause mit Donuts verbracht.

Dann die 80. Minute: Gelb für George Williamson von den Eagles - ein Symbol für die zunehmende Hektik. Coach Ho Si schickte frisches Blut: Reece Williamson und Noah Densham sollten die Flügel beleben. Und tatsächlich: In der Nachspielzeit, die Blues schon halb mit dem Gedanken beim Feiern, kam der bittere Stich. Densham flankte, Edgecomb stieg hoch und köpfte den Ball in der 92. Minute zum 3:3-Endstand ins Netz.

"Ich hätte am liebsten den Rasen gefressen", knurrte Blues-Kapitän Klug nach dem Spiel. "Zwei Tore und trotzdem fühlt es sich an wie eine Niederlage." Trainer Schneider wirkte gefasster, aber sein Blick sprach Bände. "Das war Lehrstoff: 90 Minuten Konzentration - nicht 89."

Ho Si dagegen lächelte seelenruhig in die Mikrofone: "Wir haben gekämpft wie Adler, geflogen wie Adler und gepunktet wie ein Uhrwerk. Ich bin stolz." Neben ihm nickte Edgecomb, der Doppeltorschütze, und fügte trocken hinzu: "Und ich brauch jetzt ein Sauerstoffzelt."

Statistisch gesehen war das Unentschieden fast gerecht. San Jose mit minimal mehr Ballbesitz (53,6 zu 46,4 Prozent), die Eagles mit ähnlich vielen Abschlüssen (12 zu 13). Doch die Geschichte des Spiels erzählte mehr von Moral als von Zahlen.

"Manchmal", sinnierte ein älterer Blues-Fan beim Verlassen des Stadions, "ist ein 3:3 schlimmer als eine Niederlage." Sein Enkel grinste nur: "Aber cooler war’s!"

Vielleicht ist genau das das Fazit dieses Abends: ein Spiel, das man nicht vergisst, auch wenn man es lieber gewonnen hätte. Die Blues müssen sich vorwerfen lassen, den Sieg verschenkt zu haben. Die Eagles dagegen dürfen feiern, dass sie bis zur letzten Sekunde an den eigenen Mythos glaubten.

Oder, wie es Co-Kommentator Jeff Sanders im Stadionradio zusammenfasste: "Das war kein Fußballspiel - das war ein Hitchcock-Finale auf Rasen."

Und wer das nächste Mal in San Jose den Ball rollen sieht, sollte sich anschnallen. Denn wenn diese Blues spielen, ist das Drama garantiert.

17.10.643993 18:45
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